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Der Schutz der kognitive Funktion älterer Menschen mit erhöhtem Demenzrisiko ist eine immer wichtigere Aufgabe der Medizin. In der randomisierten Studie US POINTER erwies sich eine strukturierte multimodale Lebensstilintervention dabei als der …
Unruhe bei Patientinnen und Patienten hat viele Gründe, die es herauszufinden und mit denen es umzugehen gilt. Unruhe wird oft als Körpersignal sichtbar, während Betroffene keine Angaben zu sich oder ihrem Zustand machen. Wie es gelingt, diese …
Einige Elemente der Kunsttherapie können in die Patientenkommunikation übernommen werden. Sie eignen sich besonders für die Geriatrie, da sich der Blick auf den Menschen in beiden Bereichen ähnelt. Erste Untersuchungen aus dem akutgeriatrischen …
Gewalt gegen ältere pflegebedürftige Menschen wird international zumeist im Kontext von „elder abuse“ beforscht [ 16 ]. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert diese als, „a single or repeated act, or lack of appropriate action, occurring …
Depression und Angst treten häufig im Vorfeld einer Demenz auf und sind mit kognitiven Einschränkungen verbunden. Interventionen wie das Chorsingen könnten präventiv wirken, wurden bisher aber selten mit aktiven Kontrollgruppen verglichen. Zeit also für eine neue Studie, in der Forschende die antidepressive Wirkung des Chorsingens untersuchen wollten.
Die erste Generation der Amyloid-beta-Protein-Immuntherapie gegen Alzheimer ist zugelassen. Aber es bleibt ein bedeutendes Sicherheitsrisiko, das ein Viertel der Behandelten betrifft. Zudem gelangt nur ein kleiner Teil der Substanzen ins Gehirn. Ein Forschungsteam prüfte nun, ob modifizierte Antikörper diese Nebenwirkungen vermeiden können.
Lassen sich aus Routinedaten der Smartphone- und Smartwatch-Nutzung eine leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI) klassifizieren und der kognitive Verlauf verfolgen? Ein Team aus den USA hat mehr als ein Jahr lang Daten gesammelt und genau dafür …
„Value-based healthcare“ (VBHC) ist ein Konzept der Gesundheitsökonomie [ 1 ], das patientenzentrierte medizinische Abläufe und effiziente Versorgungsstrukturen priorisiert [ 2 ]. Die Qualität der Versorgung und der Nutzen für Patienten in Relation …
Nach erfolgreicher Reanimation erfolgt im Falle persistierender neurologischer Ausfälle oder prolongierter Intensivbehandlung in der Regel eine stationäre neurologische Rehabilitationsbehandlung. Je nach Schweregrad ist dies entweder eine …
Gedächtnisambulanzen fokussieren auf die Früh- und ätiologische Differenzialdiagnostik von Demenzerkrankungen sowie auf Beratung und therapeutische Maßnahmen [ 8 ]. Sie orientieren sich dabei an der S3-Leitlinie Demenzen [ 23 ]. Für die …
Die Behandlung von Schmerz, Agitation und Delir (=Pain Agition Delirium, PAD) gehört zu den größten Herausforderungen auf Intensivstationen. Pflegende nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein, da sie Patient:innen kontinuierlich betreuen …
Gangstörungen und kognitive Beeinträchtigung im Alter: Der idiopathische Normaldruckhydrozephalus stellt mit seiner komplexen Pathogenese eine diagnostische Herausforderung dar. Dieser Beitrag beleuchtet aktuelle Erkenntnisse zu klinischen …
Die vaskuläre kognitive Störung ist nach der Alzheimer-Erkrankung die zweithäufigste Demenzform. Dieser Beitrag beschreibt die Pathomechanismen und Risikofaktoren dieser wichtigen Krankheit und erläutert Diagnostik und Therapie.
Die Ablagerung von Aβ-Amyloid kann im Gehirn zu vielfältigen Schädigungen führen. Dabei ist die Amyloidangiopathie durch die Gefahr zerebraler Blutungen und Infarkte charakterisiert, während die Alzheimer-Erkrankung zu progredienten kognitiven …
Mit Entwicklung ultrasensitiver Labormethoden ist es möglich geworden, die Alzheimer-spezifischen Biomarker Amyloid Aβ42 und tau-Protein in unterschiedlichen Stadien der pathologischen Phosphorylierung im Blut zu messen. Im Besonderen haben sich …
Die Prävalenz von altersbedingten Erkrankungen wie Seh- und Kognitionsstörungen wird durch den demografischen Wandel weiter steigen. Schätzungsweise leiden aktuell ca. 50 Mio. Menschen weltweit an Demenz, und es wird erwartet, dass diese Zahl bis …
Angesichts der steigenden Demenzprävalenz rücken nicht pharmakologische Präventionsansätze in den Fokus. Die folgende Studie prüfte in einer großen, diversen Gruppe, ob eine strukturierte, multimodale Lebensstiländerung die kognitive Funktion älterer Menschen mit erhöhtem Demenzrisiko besser schützt als eine selbstgesteuerte Veränderung.
Die frühe Erkennung von Alzheimer erfordert eine aufwendige Diagnostik. Frühformen zeigen sich durch messbare kognitive Defizite. Nötig sind Werkzeuge, die diese Defizite erfassen und als „Filter“ für die anschließende, ressourcenintensive Diagnostik dienen. Eine Beobachtungsstudie prüfte, ob das Smartphone diese Rolle übernehmen kann.
Demenzerkrankungen sind eine große Herausforderung für das Gesundheitswesen. In Deutschland leben ca. 1,8 Mio. Menschen mit Demenz [ 4 ], erwartetet werden bis zu 2,8 Mio. Menschen im Jahr 2050. Schätzungen zufolge werden weniger als 10 % aller …
Die REM-Schlaf-Verhaltensstörung zeigt sich durch komplexe Bewegungen während des REM-Schlafs. Sie ist nicht nur eine potenziell gefährliche Parasomnie, sondern auch ein wichtiges Frühwarnzeichen für neurodegenerative Erkrankungen. Dieser Beitrag unterstützt Sie dabei, diese Störung zuverlässig zu erkennen und diagnostisch einzuordnen.
Lärm wird allgemein als ein das Wohlbefinden des Menschen beeinträchtigendes Schallereignis beschrieben. Unterschieden wird zwischen objektiv messbarem „Lärm“ und subjektiver „Lärmbelästigung". Lärm und Lärmbelästigungen können deutliche …
Nach der bedingten Zulassung des ersten Anti-Amyloid-Antikörpers spielt das MRT, neben den Alzheimer-Biomarkern, eine entscheidende Rolle für die Indikationsprüfung und das Monitoring. Die hier besprochene Publikation zielt darauf ab, praktische Überlegungen bereitzustellen, die für den Einsatz und die Verlaufskontrolle essenziell sind.
Demenz gehört seit einigen Jahren zu den häufigsten Todesursachen im Rahmen der Todesursachenstatistik in Deutschland. Mit etwa 50 Sterbefällen pro 100.000 Einwohner (altersstandardisiert) stellt die „nicht näher bezeichnete Demenz“ in Bayern im …
Die International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems 11 (ICD-11) stellt einen konzeptuellen Fortschritt zur ICD-10 bei der Klassifikation von Demenzen dar. Die syndromale Einteilung im Kapitel Neurokognitive …
Heutzutage geht es zunehmend mehr darum, eine Alzheimererkrankung bereits in Stadien zu erkennen, in denen noch keine Demenz vorliegt. In diesem Beitrag werden die Chancen und mögliche Limitationen App-basierter Verfahren kritisch bewertet.
Mithilfe dreier etablierter Biomarker kann per Liquordiagnostik eine Alzheimerpathologie mit hoher Sensitivität und Spezifität nachgewiesen oder ausgeschlossen werden. Welche praktischen Empfehlungen gibt die S3-Leitlinie Demenzen?
Laut S3-Leitlinie soll die Diagnose einer Demenz „zeitgerecht“ erfolgen. Doch was ist unter diesem Begriff zu verstehen und welche Folgen hat die Empfehlung, die auf einem Expertenkonsensus beruht, für die Praxis? Diese Frage rückt in den Fokus …
Nicht hinter jeder kognitiven Störung steckt eine demenzielle Erkrankung. Um andere psychiatrische Erkrankungen mit kognitiven Einbußen von einer Demenz abzugrenzen, sind eine differenzierte psychiatrische Exploration sowie spezifische …
Die MRT ist ein zentraler Bestandteil der Basisdiagnostik bei Alzheimerdemenz. Mit der Einführung von Amyloid-Antikörpertherapien wie Lecanemab wird das serielle MRT-Monitoring integraler Bestandteil strenger Regularien, um therapieassoziierte …
Antidementive Therapien haben zum Ziel, die kognitiven Fähigkeiten und Alltagsfunktionen zu verbessern. Zur Verfügung stehen Acetylcholinesterasehemmer und Ginkgo biloba bei leichter und mittelschwerer sowie Memantin bei mittelschwerer und …
Bei der Alzheimererkrankung wird das präklinische Stadium von einer milden kognitiven Störung und der manifesten Demenz unterschieden. Wird eine Alzheimerdemenz festgestellt, wird zwischen leichter, mittelschwerer und schwerer Form unterschieden.
Am 15. April 2025 hat die EU Kommission - nach einer langen Phase der Entscheidungsfindung - den Amyloid-β-Antikörper Lecanemab in Europa zugelassen für die Behandlung der frühen Alzheimerkrankheit, also leichte kognitive Störungen und leichte …
Auch wenn die Effektstärken besser sein könnten, besteht laut S3-Leitlinie Demenzen ein potenzieller Nutzen nicht medikamentöser Therapien bei der Behandlung von Menschen mit MCI, zumal keinerlei Schadensrisiko besteht.
Zum 1. Oktober 2025 startet das vom Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss im Rahmen der „Neuen Versorgungsformen“ geförderte Projekt „VERF-AK - Verbesserung der Früherkennung der Alzheimerkrankheit durch gestufte Diagnostik“.
Für den Einsatz kausaler Alzheimertherapien ist die frühzeitige Diagnosesichersicherung mit Nachweis von Amyloid-β, Gesamt-Tau und phosphoryliertem Tau im Liquor aktuell unerlässlich. Weitere, spezifischere Biomarker befinden sich in der …
In dem deutschlandweiten Netzwerk NeuroTransData haben sich niedergelassene Fachärztinnen und Fachärzte für Neurologie und Psychiatrie zusammengeschlossen, um Betroffene mit einer leichten kognitiven Beeinträchtigung oder einer Demenz besser …
Die Alzheimerkrankheit manifestiert sich klinisch nicht einheitlich, sondern in unterschiedlichen Phänotypen, die sowohl diagnostisch als auch therapeutisch bedeutsam sind. Die häufigste Form ist das fortschreitende amnestische Syndrom vom …
Bereits in frühen Stadien der Alzheimerkrankheit ist die Lithiumkonzentration im präfrontalen Kortex vermindert - möglicherweise durch Bindung an β-Amyloidplaques, so die Ergebnisse einer aktuellen Studie, die in der Zeitschrift Nature …
Dass sich bestimmte Lebensstilfaktoren auf das Risiko auswirken, im Verlauf des Lebens eine Demenz zu entwickeln, ist seit längerem bekannt. Überraschend waren jedoch die Erkenntnisse der Lancet-Kommission, dass fast die Hälfte aller Demenzfälle …
Etwa 50 % aller Menschen in Deutschland sterben in Krankenhäusern. Hier wird die Qualität der Versorgung in der Sterbephase – im Vergleich zu Hospizen und spezialisierten Palliativstationen – als unzureichend wahrgenommen. Diese CME-Übersicht informiert, wie eine leitliniengerechte Versorgung gelingt und behandelt Symptommanagement, Therapieplanung und wie Sie Angehörige in den Sterbeprozess einbeziehen können.
Psychological symptoms are common in palliative care. Depending on the stage of the disease, the prevalence of delirium ranges between 20% and 70%. In particular, dying processes with pronounced hyperactive delirium or terminal restlessness can …
Im deutschsprachigen Raum entwickelte sich partizipative Forschung sukzessive in den letzten 25 Jahren, auch durch die Gründung des Netzwerks für Partizipative Gesundheitsforschung [ 8 ]. In einigen Ländern (z. B. United Kingdom) ist partizipative …
Kognitive Störungen und Demenzen im Rahmen der Parkinson-Krankheit (PK) sind häufig. Sie sind von hoher Relevanz, denn sie beeinträchtigen die Lebensqualität der Menschen mit PK (MmPK) erheblich, steigern die Belastung der Angehörigen, sind mit …
Die Vorteile partizipativer Forschung sind wissenschaftlich gut belegt [ 12 , 15 ]. So wird z. B. die Lebenswelt der betroffenen Personen berücksichtigt und die demokratische Legitimität der meist durch öffentliche Gelder finanzierten Forschung …
Unerkannte und unbehandelte psychische Störungen nach schwerem Trauma können die Heilung und Rekonvaleszenz schwer verletzter Patienten deutlich beeinflussen. Jeder Patient nach Polytrauma sollte auf der Intensivstation auf psychische Belastung …
In funktionellen MRT-Studien hat transnasal appliziertes Oxytocin einen Effekt in limbischen Hirnregionen gezeigt. Ob man so die psychomotorische Antriebslosigkeit bei frontotemporaler Demenz (FTD) verbessern kann, wurde nun untersucht.
Auch am Krankenbett lässt sich – ganz ohne umfangreiche Hilfsmittel – ein differenzierter und aussagekräftiger neurokognitiver Befund erheben. Anhand zentraler Leitsymptome werden die wichtigsten neuropsychologischen Syndrome, die dazugehörigen Tests und das praktische Vorgehen vorgestellt.
In Deutschland leben laut einer Untersuchung aus dem Jahre 2021 1,8 Mio. Menschen mit einer Demenzdiagnose; für 2050 wird die Zahl auf etwa 2,8 Mio. geschätzt [ 4 , 7 ]. Die als seltene bezeichnete „frontotemporale Demenz“ (FTD) macht etwa 5 % …
Zwei Drittel der Menschen in Deutschland, die an einer Demenz erkrankt sind, werden von ihren Angehörigen betreut. Der Demenzstützpunkt Ammerland und Umgebung berät Angehörige von Menschen mit Demenz zu pflegerischen und sozialen Fragen. In der …
Die europäische Arzneimittelagentur hat als Voraussetzung für eine Therapie mit Lecanemab zur Behandlung der Alzheimer-Krankeit eine Bestimmung des ApoE-Genotyps empfohlen. Die Zulassung ist auf Patienten beschränkt, die nicht homozygot für das …
Der Patient mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom war zunächst erfolgreich behandelt worden. Bei den nach jahrelanger Remission aufgetretenen Lungenmetastasen wurde mit einer Systemtherapie einschließlich Immun-Checkpoint-Inhibitoren ebenfalls eine vollständige Regredienz erzielt. Nun eröffnen sich u. a. mit Hypotonie, Hypoglykämie und Hypothyreose neue Probleme.
Der Konsum von Suchtmitteln ist mit dem Risiko psychischer und somatischer Komplikationen verbunden. Bei ausgeprägten somatischen Komplikationen kann eine Behandlung in einer körpermedizinischen Fachdisziplin notwendig sein. Dies betrifft z. B.
Zur Behandlung kognitiver Dysfunktion, Beeinträchtigungen der Alltagsfunktion und psychischer und Verhaltenssymptome bei Demenz („behavioral and psychological symptoms of dementia“, BPSD) werden priorisiert nichtpharmakologische und sekundär …
Gamma-Hydroxybutyrat (GHB) ist in der Drogenszene auch unter den Bezeichnungen „liquid ecstasy“ oder „G“ bekannt [ 14 ]. GHB wird oral konsumiert, die Wirkung setzt etwa nach 15 min ein, die höchsten Plasmakonzentrationen finden sich dosisabhängig …
Diese Checkliste für den psychiatrischen Konsildienst fasst die wichtigsten Empfehlungen zum Delirmanagement zusammen. Denn dringende Konsilanfragen dazu sind häufig, insbesondere aus Notaufnahmen und Intensivstationen. Worauf kommt es bei der Beratung zu Diagnostik, Therapie oder Prävention an?
In Deutschland lebten Ende 2021 circa 1,8 Millionen Menschen mit einer demenziellen Erkrankung [ 6 ]. In langzeitstationären Pflegeeinrichtungen zählt diese Personengruppe mit 51,8 % zu der größten Gruppe dort lebender Menschen [ 14 , 26 ]. Das …
Grundlage einer optimalen perioperativen Betreuung älterer Menschen sollte immer ein spezialisiertes Risikoassessment sein. Denn Fragen wie die nach der „richtigen Narkose im Alter“, zum Umgang mit Dauermedikation oder dem Delir-Management lassen sich nicht pauschal beantworten. Wie Sie mit den Besonderheiten der Gerontoanästhesiologie richtig umgehen.
Das postoperative Delir (POD) ist mit einer Prävalenz bis zu 50 % [ 2 , 20 ] eine häufige Komplikation bei älteren Patient:innen mit orthopädischen und chirurgischen Eingriffen. Das POD ist mit erhöhter Mortalität, Verweildauer und …
Delirium ist ein häufiges Syndrom bei hospitalisierten Patient:innen mit einer Prävalenz von 10–30 % auf Normalstationen, bis zu 50 % auf Palliativstationen und 30–80 % auf Intensivstationen (ICU). Laut DSM‑V ist Delirium eine akute, reversible …
Demenz und depressive Symptome treten häufig gemeinsam auf. Einige Antidepressiva führen zu einer Verschlechterung der kognitiven Funktionen. In einer aktuellen Studie wurde untersucht, wie sich moderne Antidepressiva auf den Verlauf von Demenzerkrankungen auswirken.
Ältere Menschen mit einer leichten neurokognitiven Störung (MCI) oder einer remittierten Depression sind einem höheren Risiko für einen kognitiven Abbau ausgesetzt. Helfen angeleitetes kognitives Training und Gleichstromstimulation, die Verschlechterung bei Menschen mit remittierter Depression oder MCI zu verhindern?
Das metakognitive Training (MKT) hilft besonders bei Wahnvorstellungen, kognitiven Verzerrungen und sozialen Wahrnehmungsstörungen bei Schizophrenie. Die besprochene Studie prüfte, ob das Training auch die Neurokognition verbessert.
Menschen mit Diabetes haben ein stark erhöhtes Risko, an einer Demenz zu erkranken. Doch innerhalb dieser Gruppe gibt es offenbar Unterschiede: Eine große Registerstudie zeigt, dass ein gesunder Lebensstil die Gefahr einhegen kann. Dafür wurde anhand von MRT-Bildern die Hirnalterung beurteilt.
Die Mortalität nach einem Sturz im Alter ist unvermindert hoch. Ziel der geriatrischen Betreuung sollte es sein, diese geriatrische Patientinnen und Patienten durch den stationären Aufenthalt zu begleiten, Komplikationen (auch die Mortalität) zu reduzieren und Maßnahmen der Sekundärprävention einzuleiten.
Ein Delir ist eine plötzlich auftretende schwere Störung des Bewusstseins und der kognitiven Funktionen, die oft als medizinischer Notfall behandelt werden muss. Häufig geht er mit langfristigen kognitiven Störungen einher. Wie kommt es zu dem …
Geriatrische Patient:innen zeichnen sich durch ein höheres Lebensalter und eine geriatrietypische Multimorbidität aus. Mit steigendem Lebensalter nimmt die Prävalenz von Schmerzen zu. Insbesondere bei den geriatrischen Patient:innen gehört Schmerz …
Post- und Long-Covid haben somatische und psychische Dimensionen. Eine eindeutige Abgrenzung zur anderen psychischen Differentialdiagnosen ist daher oft schwierig. Welche diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten gibt es, um Patientinnen und Patienten gut zu versorgen?
Das postoperative Delir (POD) beim älteren Menschen ist problematisch. Gefährdet sind laut einer aktuellen Studie gerade Personen mit vorbestehender Sarkopenie. Risikokandidaten sollten in der laufenden Versorgung früh identifiziert werden.
Menschen mit Demenz verlieren zunehmend die Fähigkeit, die eigenen Erfahrungen von Schmerz mitzuteilen. Die Fremdbeurteilung von Verhaltensweisen, die Schmerz anzeigen, wird dann zwingend, denn nur so kann die Schmerzbehandlung auch bei …
Im Jahr 2020 stellte sich ein 55-jähriger Informatiker erstmals mit Konzentrationsproblemen in unserer Gedächtnissprechstunde vor. Diese belasteten ihn seit Monaten und führten zu Problemen am Arbeitsplatz. In der ausführlichen Untersuchung …
Zu den Glucagon-like-peptide-1(GLP-1)-Rezeptoragonisten gehören Albiglutid, Dulaglutid, Exenatid, Liraglutid, Lixisenatid, Orforglipron und Semaglutid. Tirzepatid bindet nicht nur an GLP-1-, sondern auch an glukoseabhängige insulinotrope …
Die Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung (CJK) ist eine seltene, rasch verlaufende Prionen-Erkrankung. Wir berichten über einen Fall mit klinisch neurologisch atypischer Präsentation. Der Patient wurde initial aufgrund einer ausgeprägten Sprech- und …
Beim idiopathischen Normaldruckhydrozephalus (iNPH) handelt es sich um eine progrediente Erkrankung mit kommunizierendem Hydrozephalus, die bildmorphologisch durch erweiterte Ventrikel bei normalem Liquoreröffnungsdruck (nicht mehr als 20 cm H 2 0) …
Wer sich durch eine geeignete Berufswahl vor Morbus Alzheimer schützen möchte, der muss weder Atomphysiker noch Psychiatrie-Professor werden. Den größten Schutzeffekt erfahren Mitglieder vergleichsweise einfacherer Professionen.
Was kann hinter plötzlicher Verwirrtheit im Alter stecken? Handelt es sich um eine Demenz, ein Delir oder eine Depression? Wie kann man praktisch vorgehen, um sich dieser Fragestellung in der Praxis zu nähern? Dieser CME-Beitrag gibt praktische Tipps für eine zielführende Anamnese und die Auswahl von geeigneten Screeninginstrumenten.
Die isolierte REM-Schlaf-Verhaltensstörung (iRBD) ist mit einem hohen Risiko für die spätere Entwicklung einer Synuclein-assoziierten neurodegenerativen Erkrankung assoziiert. Anhand einer postmortalen neuropathologischen Untersuchung von 20 Fällen wurde nun untersucht, inwieweit es sich bei der iRBD um eine Frühform der Synukleinopathie handelt.
Mit einer steigenden Prävalenz von Demenzfällen steht unsere alternde Gesellschaft vor großen Herausforderungen. Das Fortschreiten der Erkrankung stellt dabei eine umfassende Belastung für Menschen mit Demenz dar, da mit Beeinträchtigungen des …
Ein valider Bluttest für die Alzheimerkrankheit könnte die Diagnostik deutlich vereinfachen. Die Bestimmung von p-tau217 und ggf. einem Amyloid-Score im Plasma ist eine realistische Option - auch in der hausärztlichen Praxis.
Die Wirksamkeit von Antidepressiva bei depressiven Menschen mit Demenz konnte bisher nicht nachgewiesen werden. In einer Übersichtsarbeit über 14 randomisierte kontrollierte Studien wurde nun untersucht, ob Antidepressiva die depressiven Symptome, die kognitive Leistungsfähigkeit, die Lebensqualität und die Funktionalität verbessern können.
Die voranschreitende Digitalisierung bietet neue Möglichkeiten zur Förderung der psychischen Gesundheit, beispielsweise durch digitale interaktive Technologien. Auch ältere Menschen mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen scheinen davon zu profitieren.
Körperliche Aktivität verbessert laut einer Metaanalyse depressive Symptome bei älteren Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung. Dabei scheinen verschiedene Bewegungsinterventionen vergleichbar gute Effekte zu haben.
Dopaminerge Medikamente lindern meist die Symptome einer Parkinsonerkrankung, erhöhen aber unter anderem das Risiko für Impulskontrollstörungen. Diese können je nach Schweregrad sehr belastend für Betroffene sein. Es gibt jedoch Maßnahmen, dem zu begegnen.
Die Diagnostik von Prionenerkrankungen fußt neben der klinischen Symptomatik maßgeblich auf dem Nachweis mehrerer Biomarker. Für die Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung (CJD) liefern folgende Methoden hilfreiche Ergebnisse: der elektroenzephalographische …
Atypische Verlaufsformen der Alzheimer-Krankheit sind differenzialdiagnostisch oft schwer einzuordnen und können Behandelnde vor Herausforderungen stellen. Dieser CME-Artikel gibt einen Überblick über die klinischen Varianten und erläutert, wie pathophysiologische und topographische Biomarker die Diagnosestellung unterstützen können.
Langzeitdaten belegen, dass ein Typ-2-Diabetes die Entstehung einer Demenz begünstigt - v. a. bei einer Diagnose der Zuckerkrankheit bereits im mittleren Lebensalter. Daraus folgt, dass eine effektive Diabetesprävention auch ein wichtiger Ansatz …
Ältere Menschen machen einen größer werdenden Anteil der Bevölkerung weltweit aus. Der Anteil der über 90-Jährigen (im weiteren „nonagenarians“ genannt) an der Gesamtbevölkerung Österreichs ist in den letzten Jahren um das Zehnfache angestiegen [ …
Störungen der Kognition sind vielfältig; entsprechend umfangreich ist das neuropsychologische Instrumentarium. Die meisten Untersuchenden müssen sich jedoch auf eine kleine Auswahl daraus beschränken, um diese sicher zu beherrschen. Bei …
Die Anzahl von Patienten mit Fragilitätsfrakturen wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Die Multimorbidität dieser Patienten stellt hohe Anforderungen an die Behandlung. Eine Versorgung dieser komplexen Patientengruppe in spezialisierten …
Wer spricht auf eine Antidepressiva-Therapie gut an? Eine frühe Symptomverbesserung ist entscheidend, wichtig sind aber auch Alter und klinischer Phänotyp. Biomarker taugen bislang eher wenig zur Abschätzung der Prognose.
Über Globalbudgets zu mehr Flexibilität in der Behandlung psychisch Kranker: DGPPN-Präsidentin Professorin Euphrosine Gouzoulis-Mayfrank mahnt auf der Jahrestagung der Gesellschaft eine kluge Steuerung der Versorgung an.
Erstmals wird eine therapieresistente Angststörung klar definiert. Zur Behandlung bieten sich Kombinationen aus klassischen Psychopharmaka und Psychotherapien an. In der Entwicklung befinden sich auch Neurosteroid-Modulatoren sowie ein alter Bekannter: LSD.
Ein Mann will sich umbringen, bittet ChatGPT um eine Anleitung und wird von der KI in die Klinik geschickt. Dort müssen sich die Ärzte gut auf die Gespräche vorbereiten, da er die Therapie bestens informiert hinterfragt. Der Chatbot hilft ihm aber auch, wahnhafte Ideen zu erkennen.