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Neurologie Neurologische Diagnostik

Neurologische Diagnostik

Berücksichtigung des Sehnervs erhöht Sensitivität der MS-Erkennung

Nach den neuen McDonald-Kriterien zur Diagnostik der Multiplen Sklerose gilt der Sehnerv erstmals als mögliche Lokalisation für das Kriterium der örtlichen Dissemination entzündlicher Läsionen. Diese Änderung trägt erheblich zur erhöhten Sensitivität der neuen Kriterien bei der Erstdiagnose bei.

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Kasuistiken

Eine Geschichte vom Pferd: ein Bakterium auf Abwegen

Die Betreuerin fand die 54-jährige Patientin reglos im Bett. Ihr Glasgow-Koma-Skala-Wert liegt bei sieben, sie hat Fieber und zeigt deutlichen Meningismus. Laut Betreuerin lebt sie auf einem Bauernhof. Bisherige Diagnosen: Multiple Sklerose und zeitweise erhöhter Alkoholkonsum. Erklären diese Fakten den Befund?

Gewichtsverlust, progediente Dyspnoe und Troponin-T-Erhöhung – Ihre Diagnose?

Ein 64-Jähriger klagt über zunehmende Atemnot. Letzte Nacht konnte er nur mit erhöhtem Oberkörper schlafen. Seit sieben Monaten fühlt er sich immer kraftloser, seine Belastbarkeit sinkt. Im Labor sind Kreatinkinase und kardiales Troponin T erhöht. Warum dies kein internistischer Fall ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Onkologischer Patient mit Verwirrtheit, Amnesie, Ataxie - Ihre Diagnose?

Jede neuropsychiatrische Symptomatik bei Personen unter Immuncheckpointinhibition verlangt eine umgehende Abklärung. So auch bei diesem 67-jährigen Patienten mit malignem Melanom. Klinisch-neurologisch zeigte er Orientierungslosigkeit, Kurzzeitgedächtnisstörungen, kognitive Verlangsamung, leichte Stand- und Gangataxie sowie einen Tremor.

Weitere Artikel aus unseren Fachzeitschriften

MS - Revision der McDonald-Diagnosekriterien 2024

Lange erwartet und viel diskutiert, nun sind sie endlich da – die revidierten McDonald-Diagnosekriterien für die Multiple Sklerose wurden publiziert. Neben Biomarkern und den Kriterien zur zeitlichen und räumlichen Dissemination war auch die Zugänglichkeit mancher Diagnoseverfahren Gegenstand der Revision.

Neurologische Prognose nach Herzstillstand und Reanimation

Nach zunächst erfolgreicher Reanimation mit Erreichen eines spontanen Rhythmus sind Patient:innen zumeist komatös und werden auf eine Intensivstation aufgenommen. Das Gehirn ist besonders vulnerabel für Schädigungen unter globaler Ischämie bzw.

Beinschwäche bei einem Sportlehrer - Ihre Diagnose?

Ein 56-jähriger Sportlehrer berichtet, dass er seit dem Frühjahr Rückenschmerzen hat. Beim Radfahren spürt er keine Konditionsprobleme, doch beim Basketball merkt er, dass seine Beine unkoordinierter sind als früher. In letzter Zeit bekommt er häufiger Krämpfe in den Unterschenkeln und bemerkt eine Taubheit in der linken großen Zehe.

Objektive Verfahren der Hörprüfung als Beitrag zur wissenschaftlich fundierten Begutachtung

Objektive Hörprüfungsverfahren haben im Gutachten einen hohen Stellenwert, da ihre Ergebnisse von der zu untersuchenden Person nicht manipulierbar sind, sie erhöhen die Richtigkeit, Genauigkeit und diagnostische Tiefe sowie die forensische …

Frühwarnzeichen REM-Schlaf-Verhaltensstörung

Die REM-Schlaf-Verhaltensstörung zeigt sich durch komplexe Bewegungen während des REM-Schlafs. Sie ist nicht nur eine potenziell gefährliche Parasomnie, sondern auch ein wichtiges Frühwarnzeichen für neurodegenerative Erkrankungen. Dieser Beitrag unterstützt Sie dabei, diese Störung zuverlässig zu erkennen und diagnostisch einzuordnen. 

Neue MRT-Standards bei Verordnung von Anti-Amyloid-Antikörpern

Nach der bedingten Zulassung des ersten Anti-Amyloid-Antikörpers spielt das MRT, neben den Alzheimer-Biomarkern, eine entscheidende Rolle für die Indikationsprüfung und das Monitoring. Die hier besprochene Publikation zielt darauf ab, praktische Überlegungen bereitzustellen, die für den Einsatz und die Verlaufskontrolle essenziell sind.

Klassifikation von Mund- und Gesichtsschmerzen

Die International Classification of Orofacial Pain (ICOP) stellt den ersten Versuch einer weltweit einheitlichen Taxonomie der Mund- und Gesichtsschmerzen dar. Um die Vorteile der ICOP herauszuarbeiten, werden auch bereits bestehende Klassifikationssysteme kurz vorgestellt.

Organprotektive Intensivtherapie und intensivmedizinische Maßnahmen bei Personen mit schwerer Hirnschädigung und unmittelbar bevorstehendem bzw. eingetretenem irreversiblen Hirnfunktionsausfall

Die Zahl der in Deutschland realisierten Organspenden und damit auch der gespendeten Organe hatte in den 2010er-Jahren einen deutlichen Rückgang erfahren und 2017 einen Tiefpunkt erreicht [ 1 , 2 ]. Diese Entwicklung kontrastierte mit der …

Besondere Aspekte von Patienten mit va-ECMO auf dem Weg zur Organspende

  • Open Access
  • ECMO
  • Übersichtsartikel

Die Behandlung von potenziellen Organspendern an einer venoarteriellen extrakorporalen Membranoxygenierung (va-ECMO) ist komplex und ressourcenintensiv, sowohl technisch durch die ECMO selbst als auch durch die Grunderkrankung. Zudem können im …

Gekommen, um zu bleiben - die Rolle von Serum-NfL als Biomarker

Der Biomarker „Neurofilament-Leichtkette“ (NfL) liefert bei Multipler Sklerose entscheidende Hinweise zur Krankheitsaktivität – von der Diagnose und Prognose über die Korrelation mit MRT bis zum Therapieansprechen. Dieser Beitrag bietet einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand und die derzeitige Anwendung dieses Biomarkers.

Buchkapitel zum Thema

Irreversibler Hirnfunktionsausfall (IHA) und postmortale Organspende

Eine 42-jährige Frau berichtet morgens über stärkste Kopfschmerzen, bricht dann bewusstlos zusammen und wird intubiert und beatmet in den Schockraum gebracht. Die initiale CT-Diagnostik zeigt eine ausgeprägte Subarachnoidalblutung mit Einbruch ins …

Hirntod und organprotektive Intensivbehandlung des Organspenders

Bei der postmortalen Organspende werden Organe von einem für hirntot erklärten Spender für die Transplantation zur Verfügung gestellt. Hierfür muss der Patient zu Lebzeiten in schriftlicher Form (z. B. Organspendeausweis) oder in Gesprächen mit …

Psychophysische und Neurophysiologische Messverfahren in der Schmerzmedizin

Die Funktionsfähigkeit des somatosensorischen Systems wird durch klinische Sensibilitätsprüfung, quantitative sensorische Testung (QST) oder elektrophysiologische Messverfahren geprüft. Dabei geht es um evozierten Schmerz, der vermindert …

EEG, Labor und Bildgebung

Sorgfältige Anamnese durch einen epileptologisch versierten Arzt sowie eine komplette internistisch-pädiatrische und neurologisch-neuropädiatrische Untersuchung sind die Basis der Diagnostik. Die Eltern sollten aufgefordert werden, falls möglich …

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Neu im Fachgebiet Neurologie

Immer weniger Demenzdiagnosen in Deutschland

In Deutschland scheint die Zahl der Demenzkranken seit etwa zehn Jahren deutlich zu sinken: Bei Vertragsärzten, vor allem Hausärzten, werden immer weniger Demenzdiagnosen gestellt. Neben einem Rückgang von Risikofaktoren könnten Änderungen bei der Versorgung relevant sein.

Hirngängiger Antikörper verlangsamt frühe Demenz

Er entfernt Beta-Amyloid in wenigen Wochen komplett aus dem Gehirn: Der mit einem aktiven Transportmechanismus ausgestattete Antikörper Trontinemab zeigt in einer Phase-2-Studie nun auch Signale für eine klinische Wirksamkeit sowie eine reduzierte Tau-Pathologie.

Semaglutid wirkt nicht gegen Alzheimer

Der GLP-1-Agonist Semaglutid dämpft zwar die periphere Entzündung und hat einen gewissen Einfluss auf Alzheimer-Biomarker, konnte in zwei großen Phase-3-Studien die Alzheimerprogression aber nicht verzögern.

Beinödem unter Gabapentin: Verschreibungskaskade stoppen!

Ein Patient entwickelt unter Gabapentin ein Beinödem – und bekommt deshalb ein Schleifendiuretikum verschrieben. Welche Folgen diese offenbar häufig anzutreffende Verschreibungskaskade haben kann, gerade bei Senioren, legt ein US-Team dar. Das Studiendesign gibt allerdings Anlass zur Kritik.

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Bildnachweise
Junge Frau zur Beratung bei Ärztin/© demaerre / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodellen), Elektromyografie/© romaset / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Ataxie Behinderung Schutzausrüstung Arzt/© GAYSORN / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Sieben Kartuschen Lachgas zu je 2 kg N2O wurden beim Patienten gefunden./© Palm U et al. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, cMRT-T2w-Sequenzen: hippocampale Ödeme/© Schütz. F. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Ärztliche Beratungssituation/© amnaj / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Für MS typische Läsion/© Bachhuber A / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, CIDP oder CASPR1-positive Nodo-/ Paranodopathie?/© Heiling B. et al. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Ärztlicher Austausch/© alvarez / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Lumbalpunktion/© Felipe Caparrós / stock.adobe.com, Biomarker/© luchshen / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Eine plurale und vielfältige Gesellschaft hat auch Auswirkungen auf das jeweilige Gesundheitssystem./© adamkaz / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Junge Person liegt krampfend auf dem Boden/© Queenmoonlite Studio / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Älter Patient im Klinikbett/© Yakobchuk Olena / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Gehirn-MRT bei multipler Sklerose/© Springer Medizin Verlag GmbH, Auf einem Bauernhof mit Pferden/© Rita Kochmarjova / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Notaufnahme/© Stephan Rumpf/SZ Photo/picture alliance (Symbolbild mit Fotomodellen), Der Nervus opticus wurde als fünfte Lokalisation für die räumliche Dissemination definiert./© Movus / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Sagittales T-2-gewichtetes MRT der LWS des Patienten/© Wolfgang Freund, Hinter Albträumen und dem Ausagieren von Träumen kann eine REM-Schlaf-Verhaltensstörung stecken./© Vadym / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), MRT-Untersuchung/© digitalefotografien / Fotolia (Symbolbild mit Fotomodell) , Frau mit schmerzendem Kiefer/© Adiano / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Blutabnahme/© Yakobchuk Olena / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Search Icon, Die Leitlinien für Ärztinnen und Ärzte, Ärztin im Gespräch mit älterem Patienten/© fizkes / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen)