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Neuromuskuläres Monitoring

  • 01.10.2013
  • CME Zertifizierte Fortbildung
Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Wirkung von Muskelrelaxanzien ist interindividuell unterschiedlich ausgeprägt. Tiefe der Blockade, Wirkdauer und neuromuskuläre Erholung können stark variieren und lassen sich weder vorhersagen, noch sind sie mit klinischen Tests allein zuverlässig bestimmbar. Die Relaxometrie beurteilt die muskuläre Antwort auf die elektrische Stimulation des entsprechenden motorischen Nervs; am häufigsten wird der M. adductor pollicis verwendet. Allerdings repräsentiert die am M. adductor pollicis gemessene neuromuskuläre Blockade nicht die Relaxation anderer Muskelgruppen wie z. B. des Zwerchfells und der Larynxmuskulatur. Diese sind deutlich resistenter gegenüber der Wirkung von Muskelrelaxanzien. Das Universalstimulationsmuster ist der „train of four“ (TOF); dieser kann sowohl zur Bestimmung des Intubationszeitpunkts, intraoperativ zur Steuerung der Muskelrelaxation und zur Überwachung der neuromuskulären Erholung eingesetzt werden. Da das Zwerchfell gegenüber nichtdepolarisierenden Muskelrelaxanzien eine größere Resistenz aufweist, sind höhere Dosierungen bzw. häufigere Repetitionen erforderlich, um optimale Operationsbedingungen zu schaffen. Diese tiefen neuromuskulären Blockaden können nicht mit dem TOF, aber mit dem „posttetanic count“ (PTC) überwacht werden. Außerdem lassen sich Überdosierungen und die Kumulation von Muskelrelaxanzien vermeiden.
Titel
Neuromuskuläres Monitoring
Verfasst von
T. Mencke
D. Schmartz
Prof. Dr. T. Fuchs-Buder
Publikationsdatum
01.10.2013
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
Die Anaesthesiologie / Ausgabe 10/2013
Print ISSN: 2731-6858
Elektronische ISSN: 2731-6866
DOI
https://doi.org/10.1007/s00101-013-2244-0
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