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Rheumatische Erkrankungen und neuropathischer Schmerz

Diagnose und Therapie

Erschienen in:

Zusammenfassung

Schmerz stellt ein Leitsymptom entzündlich rheumatischer Erkrankungen dar. Lange wurde davon ausgegangen, dass diese Schmerzen nozizeptiven Ursprungs sind. Doch bei etwa einem Fünftel der Patienten bleiben trotz erfolgreicher antiinflammatorischer Therapie Schmerzen zurück und werden von Betroffenen nicht typisch nozizeptiv beschrieben. Neuere Studien deuten darauf hin, dass bei einem Teil der RA(rheumatoide Arthritis)-Patienten Schmerzen mit neuropathischer Schmerzkomponente auftreten. Die Therapie neuropathischer Schmerzen, bei denen eine Schädigung des somatosensorischen Systems vorliegt, unterscheidet sich deutlich von der Behandlung nozizeptiver Schmerzen, bei denen das schmerzverarbeitende System intakt ist. Das Erkennen und v. a. das genauere Differenzieren der Schmerzsymptomatik betroffener Patienten tragen also entscheidend zum Gelingen der Therapie bei. Mithilfe einiger Punkte in Anamnese und körperlicher Untersuchung lässt sich die Vermutung „Diagnose neuropathischer Schmerz“ oft verwerfen oder erhärten. Schmerzen mit neuropathischer Komponente sprechen nur unzureichend auf typische Analgetika an. Stattdessen ist die gute Wirksamkeit von Koanalgetika, wie z. B. Antikonvulsiva und Antidepressiva, mehrfach bewiesen.
Titel
Rheumatische Erkrankungen und neuropathischer Schmerz
Diagnose und Therapie
Verfasst von
J. Lassen
Prof. Dr. R. Baron
Publikationsdatum
23.12.2020
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Rheumatologie / Ausgabe 3/2021
Print ISSN: 0340-1855
Elektronische ISSN: 1435-1250
DOI
https://doi.org/10.1007/s00393-020-00950-9
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