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26.01.2018 | Neuroradiologie | Leitthema | Ausgabe 2/2018

Der Radiologe 2/2018

Bedeutung der Virchow-Robin-Räume

Zeitschrift:
Der Radiologe > Ausgabe 2/2018
Autoren:
Prof. Dr. W. Reith, A. Haußmann

Zusammenfassung

Virchow-Robin-Räume (VRR) sind perivaskuläre, flüssigkeitsgefüllte Hohlräume um perforierende Arterien und Venen im Hirnparenchym. In der Regel sind sie bei gesunden Menschen etwa 5 mm im Durchmesser. Typische Lokalisationen sind Stammganglien, Mesencephalon sowie die weiße Substanz. Bildmorphologische Charakteristika der VRR sind runde oder tubuläre, glatt begrenzte, in den T2-gewichteten Sequenzen hyperintense Areale. VRR stellen eine physiologische Struktur im normalen Hirnparenchym dar. Es wird angenommen, dass sie mit interstitieller Flüssigkeit gefüllte Makrophagen beinhalten und eine wichtige Rolle für die Drainage der interstitiellen Flüssigkeit in Richtung zervikales Lymphsystem darstellen. Bei vielen Erkrankungen, wie z. B. der Alzheimer-Krankheit, zerebrovaskulären Erkrankungen oder Schädelhirntraumata, wird ein Zusammenhang mit VRR gesehen. Differenzialdiagnostisch müssen lakunäre Infarkte, zystische Raumforderungen, niedriggradige maligne Tumoren oder Arachnoidalzysten bedacht werden. In einzelnen Studien wurde ein Zusammenhang von gehäuft auftretenden erweiterten perivaskulären Räumen bei Patienten mit arterieller Hypertonie und bei Patienten mit CADASIL-Erkrankung festgestellt. Selten sind VRR so stark erweitert, dass es zu einer Kompression des Aquädukts oder der Foramina Monroi mit konsekutivem Hydrozephalus kommt.

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