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15.09.2016 | Neuroradiologie | Leitthema | Ausgabe 10/2016

Der Radiologe 10/2016

Neurosarkoidose

Zeitschrift:
Der Radiologe > Ausgabe 10/2016
Autoren:
Prof. Dr. W. Reith, S. Roumia, C. Popp

Zusammenfassung

Klinisches/methodisches Problem

Die Neurosarkoidose ist eine seltene Komplikation der Sarkoidose, die bei ca. 5–15 % der Patienten auftritt. Das klinische Bild ist variabel. Klinisch präsentiert sich eine Neurosarkoidose am häufigsten mit Hinnervenausfällen (50–70 %), typischerweise sind mehrere Hirnnerven betroffen. Dies ist Folge der aseptischen basalen granulomatösen Meningitis. Auch intraparenchymatöse Granulome kommen vor, häufig mit Befall basaler mittelliniennaher Strukturen wie Hypothalamus und Hypophyse, die zu einer Enzephalopathie führen können.

Radiologische Standardverfahren

Diagnostisch wegweisend ist die MRT, welche die verdickten und stark Kontrastmittel (KM) aufnehmenden Meningen nachweisen kann, die Befunde sind allerdings nicht spezifisch. Insbesondere bei fehlender systemischen Sarkoidose ist die Diagnose schwierig. Laboruntersuchungen sind wenig sensitiv und spezifisch, was die Neurosarkoidose zu einer diagnostischen Herausforderung macht.

Bewertung

Durch die erhebliche Morbidität der Erkrankung sollte eine frühe und konsequente Behandlung erfolgen. Dies geschieht in der Regel mit Kortikosteroiden, unterstützt durch Immunsuppressiva wie Azathioprin oder Methotrexat.

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