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Antikoagulation in der Intensivmedizin

Zusammenfassung

Antikoagulanzien werden in der Intensivmedizin zur Thromboseprophylaxe und -therapie eingesetzt. Das meist in diesem Patientenkollektiv erhöhte Blutungsrisiko erfordert eine personalisierte Antikoagulanzienauswahl und -dosierung. Während zur Thromboseprophylaxe niedermolekulare Heparine dem unfraktionierten Heparin gleichwertig oder sogar überlegen sind, ist unfraktioniertes Heparin zur Behandlung von Thromboembolien das bevorzugte Antikoagulans. Vorteile sind die relativ kurze Halbwertszeit, die Möglichkeit der Therapiesteuerung über die aktivierte partielle Thromboplastinzeit und die Möglichkeit der schnellen und effektiven Antagonisierung. Der direkte Thrombininhibitor Argatroban ist ein Reserveantikoagulans, das zur Behandlung von Patienten mit einer heparininduzierten Thrombozytopenie eingesetzt wird. Vorteile von Argatroban sind die kurze Halbwertszeit, die hepatische Elimination und die Möglichkeit der Therapiesteuerung über die aktivierte partielle Thromboplastinzeit.
Titel
Antikoagulation in der Intensivmedizin
Verfasst von
Univ.-Prof. Dr. med. Bernd Pötzsch
Hannah L. McRae, PhD Candidate
Prof. Dr. med. Dipl.-Kfm. Heiko Rühl
Publikationsdatum
02.04.2026
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin
Print ISSN: 2193-6218
Elektronische ISSN: 2193-6226
DOI
https://doi.org/10.1007/s00063-026-01432-7
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