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01.06.2014 | Leitthema | Ausgabe 5/2014

Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin 5/2014

Nierenersatztherapie als mögliches Trauma im akuten Nierenversagen

Zeitschrift:
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin > Ausgabe 5/2014
Autor:
Prof. Dr. S. John

Zusammenfassung

Hintergrund

Eine sog. Nierenersatztherapie kann die physiologischen Funktionen der gesunden Niere nur unvollständig ersetzen. Dabei kann jede Nierenersatztherapie zusätzlich mit einer Reihe von relevanten Nebenwirkungen und Komplikationen verbunden sein, die bei kritisch kranken Patienten den Verlauf und die Prognose erheblich beeinflussen können.

Problemstellung

Neben den hämodynamischen Auswirkungen beinhaltet das sog. Nierenersatztrauma v. a. die Induktion von Entzündung durch den extrakorporalen Kreislauf, die Folgen der Antikoagulation sowie insbesondere den meist unerwünschten und oft unerkannten Verlust einer Vielzahl von Substanzen durch das Blutreinigungsverfahren selbst.

Zielsetzung

Ziel muss es daher sein, die Therapie so zu gestalten, dass systemische aber auch renale Nebenwirkungen möglichst gering bleiben oder ausgeglichen werden. Dazu gehört die richtige Verfahrenswahl für jeden individuellen Patienten in der individuellen klinischen Situation, die Festlegung einer individuellen Therapiedosis und die Substitution von unerwünschten Verlusten. Besonderes bei septischen Patienten sollte auf eine adäquate Dosis von Antiinfektiva geachtet werden. In den ersten 72 h besteht hier sonst die Gefahr einer Unterdosierung dieser Substanzen bei laufendem Nierenersatzverfahren.

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