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09.05.2019 | Nierenkarzinom | Schwerpunkt: Präzisionsonkologie | Ausgabe 3/2019

Der Pathologe 3/2019

Prädiktive Biomarker in der onkologischen Uropathologie

Zeitschrift:
Der Pathologe > Ausgabe 3/2019
Autoren:
PD Dr. med. H. Reis, T. Szarvas, V. Grünwald
Wichtige Hinweise

Schwerpunktherausgeber

K. W. Schmid, Essen
H. A. Baba, Essen
H.-U. Schildhaus, Essen

Zusammenfassung

Hintergrund

Urologische Tumoren zählen zu den häufigsten malignen Erkrankungen. In den letzten Jahren hat das Wissen um die molekularen Hintergründe und damit auch die potenzielle Zahl an prädiktiven Biomarkern deutlich zugenommen.

Ziel der Arbeit

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, eine Übersicht über aktuelle (molekulare) Entwicklungen und die damit verbundenen prädiktiven Biomarker in der urologischen Onkologie zu geben sowie einen Ausblick auf die kommenden Entwicklungen zu formulieren.

Material und Methoden

Es wurden die aktuelle Literatur und (Studien‑)Datenlage sowie eigene Erfahrungen berücksichtigt und zu Tumoren des ableitenden Harnsystems, der Niere und Prostata zusammengefasst.

Ergebnisse und Diskussion

Die molekularen Subtypen des muskelinvasiven Urothelkarzinoms der Harnblase (MIBC) zeigen eine prädiktive und prognostische Bedeutung mit klinikopathologischem Korrelat. Die Immuntherapie mit Checkpointinhibitoren (CPI) spielt besonders beim Urothelkarzinom, aber auch beim Nierenzellkarzinom und einer Subgruppe des Prostatakarzinoms eine Rolle. Bisher ist dabei lediglich die Erstlinientherapie des Urothelkarzinoms an die PD-L1-Expression gebunden (≥IC2/3, CPS ≥ 10). Weitere prädiktive Marker zur CPI-Therapie sind unter Evaluation, wobei die Wertigkeit der Tumormutationslast (TMB) noch nicht abschließend geklärt ist. Neben weiteren Subgruppen auch der Nierenzellkarzinome stellen Prostatakarzinome mit Veränderungen in den DNA-Reparaturmechanismen eine besondere klinische Gruppe mit speziellen Therapieoptionen dar (PARP-Inhibition, platinhaltige Chemotherapie). Die Vielzahl der potenziell therapierelevanten molekularen Veränderungen und damit verbundenen prädiktiven Marker macht differenzierte Genpanelanalysen sinnvoll, was in der urologischen Pathologie zu einer immer stärkeren Dynamik führt.

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Mitteilungen des Bundesverbandes Deutscher Pathologen e.V.

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