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25.09.2019 | Non-Hodgkin-Lymphome | Leitthema | Ausgabe 10/2019

Der Onkologe 10/2019

Diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom: Primär- und Rezidivtherapie

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 10/2019
Autoren:
Prof. Dr. med. Gerhard Held, Prof. Dr. med. Bertram Glaß

Zusammenfassung

Hintergrund

Das diffuse großzellige B‑Zell-Lymphom (DLBCL) subsumiert eine biologisch und prognostisch heterogene Gruppe an Erkrankungen.

Ziel

In diesem Artikel werden die gegenwärtigen therapeutischen Konzepte in der Primär- und Rezidivtherapie einschließlich ihrer Rationalen zusammengefasst.

Ergebnisse und Schlussfolgerung

Gegenwärtig ergeben sich aus biologischen Stratifikatoren keine differenzialtherapeutischen Konsequenzen. Die valideste Einschätzung der Prognose gewährleistet der International Prognostic Index (IPI). Die bei der Mehrzahl der Patienten kurative Primärtherapie beruht auf der systemischen Chemotherapie mit CHOP-basierten Protokollen, die Rituximab obligat einschließen. Der einheitlichen Behandlung mit R‑CHOP-21 steht das Konzept einer anhand des IPI stratifizierten risikoadaptierten Therapie gegenüber, welches auf Ergebnissen von in distinkten Risikogruppen durchgeführten randomisierten Studien basiert. Die Prognose im Rezidiv ist schlecht, welche v. a. durch die Zeit bis zu seinem Auftreten bestimmt ist. Die Salvagetherapie besteht überwiegend aus Protokollen, die ein Platinderivat beinhalten. Die geringe Rate von dauerhaften Remissionen macht bei eligiblen Patienten eine konsolidierende Hochdosistherapie, gefolgt von autologer Stammzelltransplantation (SZT) erforderlich. Bei frühem Rezidiv und Verfügbarkeit eines vollständig HLA-kompatiblen Spenders kann eine Hochdosistherapie und allogene SZT bei einem Teil der Patienten langfristige Remissionen erzielen. Eine wesentliche Innovation stellen autologe T‑Lymphozyten mit genetisch modifiziertem chimärem Antigenrezeptor (CAR-T-Zellen) dar, die nach mehrfachem Rezidiv z. T. eine anhaltende Krankheitskontrolle erreichen können.

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Literatur
Über diesen Artikel

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