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Nosokomiale Pneumonie

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Zusammenfassung

Die nosokomiale Pneumonie ist definiert als eine Pneumonie, die ≥ 48 h nach Krankenhausaufnahme bei einem Patienten ohne schwere Immunsuppression auftritt. Sie kann spontan atmende bzw. nichtinvasiv sowie beatmete Patienten betreffen. Bei Verdacht auf eine VAP (ventilatorassoziierte Pneumonie) sollen (semi)quantitative Kulturen eines Tracheobronchialsekrets oder einer bronchoalveolären Lavageflüssigkeit gewonnen werden. Die initiale kalkulierte antimikrobielle Therapie richtet sich nach dem Risiko für multiresistente Erreger (MRE). Der Vorteil der Kombinationstherapie steigt mit der MRE-Prävalenz. Die initiale kalkulierte antimikrobielle Therapie sollte nach Vorliegen der mikrobiologischen Ergebnisse angepasst werden. Nach 72 h ist eine Reevaluation erforderlich, die sowohl das Therapieansprechen als auch die Überprüfung der Verdachtsdiagnose Pneumonie in strukturierter Form einschließt. Ein Therapieversagen kann primär oder sekundär auftreten und erfordert bei primärer Progression eine erneute umfassende Diagnostik vor jeglicher Antibiotikatherapie.
Titel
Nosokomiale Pneumonie
Verfasst von
Prof. Dr. med. Santiago Ewig
Publikationsdatum
24.01.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Pneumologie / Ausgabe 1/2024
Print ISSN: 2731-7404
Elektronische ISSN: 2731-7412
DOI
https://doi.org/10.1007/s10405-023-00539-4
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Eine Speichelprobe wird entnommen/© Animaflora PicsStock / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Mastektomie der rechten Brust/© Saowaluck / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Laparoskopische Rektumresektion/© Springer Medizin Verlag GmbH, Infusion über Armvene/© Seventyfour / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)