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2.1 Alterskardiologie
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WZ 1
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Vermittlung der alters- und geriatriespezifischen Aspekte bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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TK 1
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Grundbegriffe der Geriatrie und Gerontologie
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TK 2
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Kenntnis der altersspezifischen Aspekte bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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TK 3
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Kenntnis der geriatrischen Syndrome
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TK 4
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Kenntnis der altersspezifischen Aspekte der Arzneimitteltherapie, insbesondere Polypragmasie und Arzneimittelinteraktionen
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PF 1
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*Level II: Praktische Umsetzung der Erkenntnisse und Leitlinienempfehlungen zu altersspezifischen Aspekten bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Bezug auf Diagnostik und Therapiemaßnahmen
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PF 2
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*Level II: Berücksichtigung altersspezifischer Begleiterkrankungen wie Multimorbidität und Altersauswirkungen wie Sarkopenie und Gebrechlichkeit („Frailty“) bei der Behandlung des alten Herz-Kreislauf-Patienten
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PF 3
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*Level II: Einbettung kardiovaskulärer Therapieoptionen in die prioritären Therapieerwartungen (Schmerzlinderung, geringer Aktivitätsradius ausreichend) und -wünsche (Autonomie!, Beschwerdefreiheit mehr als Prognoseverbesserung) des alten multimorbiden, gebrechlichen Herz-Kreislauf-Patienten
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BV 1
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Berücksichtigung der ggf. vorhandenen kognitiven Dysfunktion bei alten Patienten
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BV 2
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Berücksichtigung des sozialen Umfeldes und Kommunikation mit Angehörigen, betreuenden Ärzten und Pflegeeinrichtungen hinsichtlich der vorgeschlagenen Herz-Kreislauf-Behandlung
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BV 3
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Kooperationsbereitschaft mit Geriatern
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BV 4
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Kooperationsbereitschaft mit Geriatern und Palliativmedizinern hinsichtlich der symptomatischen Betreuung von Herz-Kreislauf-Patienten nach Aufgabe prognostischer Therapieziele
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2.2 Endokarditis, infektiöse und Device-Infektionen
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WZ 1
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Umsetzung wirksamer Endokarditis-Prophylaxe-Maßnahmen und rasches Erkennen, Diagnostizieren und Behandeln der Patienten mit infektiöser Endokarditis von Nativklappen, prothetischen Klappen inklusive interventionell implantierter Klappen und herz- und gefäßbezogenen prothetischen Materials sowie der Patienten mit Infektionen implantierter Schrittmacher, Defibrillatoren, herznaher Katheter und Herz-Kreislauf-Unterstützungssystemen („Devices“)
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TK 1
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ÄPPKDTPP der Infektion nativer Herzklappen, von Klappenprothesen sowie Sonden und Devices
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PF 1
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*Level III: Probengewinnung zur interdisziplinären mikrobiologischen Diagnostik
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PF 2
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*Level III: Durchführung der bildgebenden Diagnostik mittels transthorakaler und transösophagealer Echokardiographie
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PF 3
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*Level III: Durchführung der antiinfektiösen Therapie nach Diagnosestellung
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PF 4
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*Level III: Umsetzung einer leitliniengemäßen Endokarditisprophylaxe bei den in der Endokarditis-Leitlinie definierten Risikogruppen
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BV 1
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Kooperation bei der antimikrobiellen Diagnose und Therapie mit Mikrobiologen/Infektiologen
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BV 2
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Indikationsstellung zur operativen Behandlung gemeinsam mit Herzchirurgen
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BV 3
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Zusammenarbeit mit weiterbetreuenden Allgemeinmedizinern und Internisten in Bezug auf eine adäquate Endokarditisprophylaxe
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2.3 Erkrankungen der Aorta und aortale/kardiale Traumata
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WZ 1
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Rasches Erkennen, Diagnostizieren und Behandeln (medikamentös, interventionell, chirurgisch) der Patienten mit Aortenerkrankungen und aortalen sowie kardialen Traumata
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TK 1
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ÄPPKDTPP der akuten und chronischen Aortenerkrankungen sowie aortaler und kardialer Traumata (Kontusion, Perforation)
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PF 1
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*Level III: Interdisziplinäre Fähigkeit zur Selektion der geeigneten bildgebenden diagnostischen Verfahren
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PF 2
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*Level III: Echokardiographische/sonographische Darstellung der Aorta (s. Tab. 3 3.6) und Erkennung der pathologischen Befunde
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PF 3
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*Level III: Interdisziplinäre Fähigkeit zur Indikationsstellung zur konservativen, interventionellen oder operativen Therapie
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PF 4
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*Level III: Akut- und Langzeitbetreuung der konservativ, interventionell oder chirurgisch therapierten Patienten
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BV 1
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Enge Kooperation mit interventionellem Kardiologen, Radiologen und Chirurgen bei Diagnostik und Therapie
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BV 2
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Erkennen der Dringlichkeit spezifischer Behandlungsmaßnahmen
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2.4 Aspekte der geschlechtersensiblen Medizin bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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WZ 1
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Vermittlung der geschlechterspezifischen Aspekte bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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TK 1
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Kenntnisse der geschlechterspezifischen Aspekte bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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PF 1
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*Level III: Praktische Umsetzung der Erkenntnisse zu geschlechterspezifischen Aspekten bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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BV 1
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Kooperationsbereitschaft mit Kollegen, welche auf dem Gebiet der geschlechterspezifischen Kardiologie erfahren sind
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2.5 Herzfehler (angeboren) im Erwachsenenalter
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WZ 1
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Abgestufte Betreuung des Patienten mit einem angeborenen Herzfehler in Kooperation mit Kinderkardiologen, zusatzweitergebildeten EMAH-Kollegen (BÄK)/spezialisierten EMAH-Kollegen (DGK) bzw. EMAH-Zentrum (DGK) und Herzchirurgen bei komplexen angeborenen Vitien
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TK 1
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ÄPPKDTPP der angeborenen Malformationen des Herzens und der herznahen Gefäße sowie Durchführung der Langzeittherapie einschließlich der Kenntnis darüber, welche der Patienten mit diesen angeborenen Herzfehlern mit oder ohne Korrektureingriff das Erwachsenenalter erreichen können
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PF 1
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*Level II: Diagnostik (s. auch Tab. 3 3.9) und Indikationsstellung zur konservativen, interventionellen oder operativen Therapie sowie Durchführung der Langzeittherapie einschließlich der Nachbetreuung von interventionell oder operativ behandelten Patienten
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BV 1
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Selbstständige Indikationsstellung zur Überweisung dieser Patienten an spezialisierte Fachärzte oder Zentren (s. WZ)
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BV 2
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Angemessene Einbeziehung der Angehörigen in die Beratung
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2.6 Herzinsuffizienz: akut – einschließlich des kardiogenen Schocks – und chronisch
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WZ 1
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Bedeutung der Herzinsuffizienz für Morbidität und Letalität in einer älter werdenden Bevölkerung
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WZ 2
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Erkennen der unterschiedlichen Herzinsuffizienzformen – v. a. systolisch und diastolisch, chronisch und akut einschließlich des kardiogenen Schocks (s. auch Tab. 5), der diagnostischen Algorithmen und der stadiengerechten therapeutischen Konsequenzen
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WZ 3
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Effizientes Zusammenspiel der Versorgungsebenen bei der Patientenbetreuung in Bezug auf Lebensstiländerungen, medikamentöse Behandlung, Device-Therapie und des Einsatzes telemedizinischer Methoden
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TK 1
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ÄPPKDTPP der Herzinsuffizienz und des kardiogenen Schocks (s. auch Tab. 5):
– internationale Klassifizierung
– diagnostische Maßnahmen unter Einbeziehung des EKGs, der Echokardiographie, der erweiterten Bildgebung z. B, mittels MRT, der invasiven Diagnostik (Hämodynamik), ggf. Myokardbiopsie sowie von Biomarkern (z. B. natriuretische Peptide)
– Therapie der akuten Herzinsuffizienz und des kardiogenen Schocks (s. auch Tab. 5)
– Betreuung und Therapie des Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz (Lebensstiländerung, medikamentös, interventionell, rhythmologisch, Anwendung von Devices, Telemonitoring und ambulante Pflegebetreuung) und der terminalen Herzinsuffizienz inklusive Herz-Kreislauf-Unterstützungssysteme/Herztransplantation und palliativmedizinischer Maßnahmen
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PF 1
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*Level III: Auswahl, Einsatz, Interpretation und Komplikationsbeherrschung nichtinvasiver und invasiver diagnostischer Maßnahmen zur Erkennung der Herzinsuffizienzursache (s. auch Tab. 3 3.3 und 3.4)
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PF 2
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*Level III: adäquate Risikostratifizierung des herzinsuffizienten Patienten zur optimalen Therapieplanung (Lebensstiländerung, Medikamente, Devices wie Defibrillator und kardiale Resynchronisationstherapie sowie weitere Devices zur elektrischen Herzinsuffizienztherapie wie Baroreflexaktivierung und kardiale Kontraktilitätsmodulation (CCM), elektrophysiologische Therapie von Rhythmusstörungen, herzchirurgische Therapieoptionen (z. B. LVAD)
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PF 3
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*Level III: Auswahl, Einsatz, Interpretation und Komplikationsbeherrschung nichtinvasiver und invasiver Maßnahmen zur Behandlung der akuten sowie der chronisch stabilen und chronisch dekompensierten Herzinsuffizienz und des kardiogenen Schocks (s. auch Tab. 5)
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PF 4
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*Level III: engmaschiges Follow-up und rasches Erkennen einer kardialen Dekompensation zur effektiven Umsetzung stadiengerechter Therapiemaßnahmen inklusive Bewertung von Telemonitoringverlaufsbefunden aus implantierten Devices und nichtinvasiven Systemen
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BV 1
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Akzeptanz und konsequente Umsetzung der Präventionskardiologie
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BV 2
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Effiziente interdisziplinäre und transsektorale Zusammenarbeit mit Allgemeinmedizinern, Internisten, Nephrologen, Herzchirurgen, Rehabilitationsmedizinern, Pflegekräften und weiteren Berufsgruppen
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BV 3
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Intensive Langzeitbetreuung des Herzinsuffizienzpatienten im Team zur Verbesserung der Lebensqualität und Therapieadhärenz
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BV 4
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Abwägen bei terminaler Herzinsuffizienz von prognoserelevanten, symptomatischen und palliativen Therapiemaßnahmen im Behandlungsteam
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2.7 Herzklappenfehler, erworben
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WZ 1
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Kompetenzerwerb für eine abgestufte Betreuung des Patienten mit einem erworbenen Herzklappenfehler in Kooperation mit Allgemeinmedizinern, Internisten, interventionell erfahrenen Kardiologen, Herzchirurgen sowie Rehabilitationsmedizinern
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TK 1
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ÄPPKDTPP der erworbenen Herzklappenfehler mit einer Stenose oder Insuffizienz (bzw. einer Kombination beider) der Aorten‑, Mitral‑, Trikuspidal- und Pulmonalklappe. Kenntnisse zu multivalvulären Vitien
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PF 1
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*Level III: Echokardiographische Diagnostik und Schweregradbestimmung der Vitien, Funktionsbeurteilung von Klappenprothesen sowie chirurgisch und interventionell rekonstruierten Klappen (s. Tab. 3 3.2) und – *Level II – Stressechokardiographie, kardiale CT und MRT (s. Tab. 3 3.12, 3.13, 3.15)
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PF 2
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*Level III: Langzeitbetreuung des Klappenpatienten während der konservativen Phase und nach interventionellem (TAVI, Mitral- und Trikuspidalintervention) bzw. operativem Vorgehen
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BV 1
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Indikationsstellung im Heart Team (mindestens bestehend aus interventionellem Kardiologen und Herzchirurgen, ggf. erweitert durch weitere Spezialisten) zur interventionellen, operativen oder konservativen Vorgehensweise unter Berücksichtigung des patientenzentrierten „shared decision making“
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2.8 Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, während und nach der Schwangerschaft
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WZ 1
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Kenntnisse in der Beratung der Schwangeren mit bekannter kardiovaskulärer Erkrankung bzw. erhöhtem Risiko für eine kardiovaskuläre Erkrankung bei Kinderwunsch hinsichtlich Vorsichtsmaßnahmen und spezifischer Risiken
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WZ 2
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Mitbetreuung der schwangeren Patientin hinsichtlich aller erforderlichen Maßnahmen im Rahmen ihrer kardiovaskulären Erkrankung. Beratung der Patientin bezüglich des langfristigen kardiovaskulären Risikos und Überwachung
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TK 1
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Kenntnis der physiologischen sowie potenziell pathophysiologischen Veränderungen im kardiovaskulären System im Verlauf einer Schwangerschaft und Entbindung
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TK 2
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Kenntnis der Kontraindikationen für eine Schwangerschaft (bzw. Indikation zum Schwangerschaftsabbruch) bei kardiovaskulären Erkrankungen
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TK 3
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Kenntnis der medikamentösen und interventionellen Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen in der Schwangerschaft
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PF 1
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*Level II: Erfahrungen in der Diagnostik und interdisziplinären Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen in der Schwangerschaft einschließlich der Gestosen sowie post partum
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BV 1
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Wichtigkeit der Aufklärung von Patientinnen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen im gebärfähigen Alter hinsichtlich der Schwangerschaftsrisiken
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BV 2
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Beratung bei Kinderwunsch von Patientinnen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen im gebärfähigen Alter
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BV 3
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Kooperation mit Geburtshelfern und Hebammen bei der Erkennung bisher nicht bekannter Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei der Schwangeren
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BV 4
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Kooperation mit Geburtshelfern und Hebammen zur frühen Erkennung kardiovaskulärer Dekompensationen und zur zeitnahen Behandlung derselben
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BV 5
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Kooperation mit Geburtshelfern, Neonatologen, Anästhesisten und ggf. Herzchirurgen bei der Planung des Entbindungsmodus und der präventiven Maßnahmen zur Vermeidung von Komplikationen
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2.9 Humangenetik von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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WZ 1
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Kompetenzerwerb für die Erstellung der (Verdachts‑)Diagnose einer vererbbaren bzw. familiär gehäuft auftretenden kardialen oder kardiovaskulären Erkrankung und für die Betreuung von Patienten mit diesen Erkrankungen sowie der Betreuung von deren Verwandten ersten Grades (einschließlich Erstellung eines strukturierten 3‑Generationen-Stammbaums und Bedeutung eines Familienscreenings nach Identifikation eines Indexpatienten/einer Indexpatientin)
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TK 1
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Genetische Grundkenntnisse über angeborene Erkrankungen, sporadische Mutationen, monogene, polygene und multifaktorielle Erkrankungen des Herzens und der Gefäße sowie von Stoffwechselerkrankungen mit kardiovaskulärer Bedeutung (z. B. familiäre Hypercholesterinämie)
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TK 2
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Kenntnisse der Indikationsstellung zur Gendiagnostik (unter Beachtung des Gendiagnostikgesetzes) sowie Grundkenntnisse molekularer Methodik („Next Generation Sequencing“ [NGS], Panel-Diagnostik)
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TK 3
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Kenntnisse der vererbbaren bzw. familiär gehäuft auftretenden kardiovaskulären Erkrankungen und deren Erbgänge
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TK 4
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Kenntnisse diagnostischer Abläufe zur Risikostratifizierung von genetisch bedingten Kardiomyopathien oder Arrhythmiesyndromen, diagnostischer und prädiktiver genetischer Untersuchungen sowie zur Langzeitbetreuung betroffener Patienten und Familien
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PF 1
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*Level I: Erfahrungserwerb, wann bei einem Patienten mit Verdacht auf bzw. gesicherter erblicher bzw. familiär gehäuft auftretender kardiovaskulärer Erkrankung oder dessen Verwandten ersten Grades eine humangenetische Beratung empfohlen werden sollte
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BV 1
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Enge Kooperation mit dem Humangenetiker und/oder Internisten/Kardiologen mit der Zusatzbezeichnung „Genetische Beratung – fachgebunden im Gebiet Innere Medizin“
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2.10 Hypertonie, arterielle
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WZ 1
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Erkennung und Wertung der arteriellen Hypertonie als kardiovaskulärer Risikofaktor und Beherrschung des leitliniengerechten Managements
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TK 1
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ÄPPKDTPP der primären Hypertonie und der sekundären Hypertonieformen sowie der Hypertonie-bedingten Endorganschäden und deren Therapie (Lebensstiländerung, Medikamente, interventionelle Verfahren)
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PF 1
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*Level III: Leitliniengerechte medikamentöse Kombinationsbehandlung in Relation zu Begleit- und Folgeerkrankungen
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PF 2
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*Level III: Diagnose, Monitoring und Therapie der hypertoniebedingten Endorganschäden, insbesondere von Herz, Gefäßen und Nieren
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PF 3
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*Level II: Betreuung des Patienten mit resistenter Hypertonie in Kooperation mit Fachkollegen
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PF 4
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*Level II: Spezielle Therapieverfahren:
– Renale Denervierung
– Indikation für Reserveantihypertensiva
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BV 1
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Zusammenarbeit mit Allgemeinmedizinern, Internisten und Nephrologen in der Langzeitbetreuung
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BV 2
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Aufklärung und Motivierung des Patienten zur Eigenverantwortlichkeit und Therapieadhärenz bei einer ggf. jahrzehntelang asymptomatischen Erkrankung
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2.11 Hypertonie, pulmonale
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WZ 1
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Diagnose und Klassifikation einer pulmonalen Hypertonie
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WZ 2
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Diagnose, Differenzialdiagnose und Therapie der akuten und chronischen Rechtsherzinsuffizienz
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WZ 3
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Betreuung von Patienten mit pulmonaler Hypertonie
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TK 1
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ÄPPKDTPP der pulmonalen Hypertonie inklusive der Risikofaktoren, diagnostischen Kriterien, Klassifikation und prognostischen Marker, des therapeutischen Vorgehens mit medikamentösen, interventionellen, chirurgischen und rehabilitativen Maßnahmen einschließlich der Ballonatrioseptostomie/InterAtrial Shunt Device mit deren Indikationen, Kontraindikationen und deren möglichen Komplikationen
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PF 1
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*Level III: Diagnostik von Rechtsherzbelastung/-insuffizienz und pulmonaler Hypertonie mittels Echokardiographie (Tab. 3 3.4 TK 14) und Rechtsherzkatheterisierung (Tab. 5 5.2 PF 5) sowie Beurteilung des Therapieerfolges
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PF 2
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*Level II: Initialtherapie von pulmonaler Hypertonie und Rechtsherzinsuffizienz, kurzfristige Verlaufskontrolle und Erkennen einer progredienten Rechtsherzinsuffizienz (ggf. Weiterleitung an ein spezialisiertes Zentrum)
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PF 3
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*Level II: Differenzialdiagnostik der pulmonalen Hypertonie durch Kennen erforderlicher Untersuchungen und deren Interpretation (zusätzlich u. a. Lungenfunktion, Blutgasanalyse, Röntgen des Thorax, Computertomographie des Thorax [hochauflösend und mit Kontrastmittel], Ventilations‑/Perfusionsszintigraphie)
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BV 1
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Enge Zusammenarbeit mit spezialisierten Zentren für die pulmonale Hypertonie, insbesondere bei der Verschreibung spezifischer, zur Behandlung der pulmonalen Hypertonie zugelassener Medikamente
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2.12 Kardiologie, onkologische
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WZ 1
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Erwerb von Kenntnissen und praktischen Fähigkeiten zur Erkennung von Herztumoren und kardialer Metastasierung mit dem Ziel, diese Patienten in Zusammenarbeit mit Herzchirurgen, Onkologen und Strahlentherapeuten in adäquater Weise zu behandeln und – ggf. unter Einbeziehung der Angehörigen – zu betreuen
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WZ 2
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Erwerb von Kenntnissen, um kardiale Nebenwirkungen der medikamentösen, Strahlen- und chirurgischen Therapie nichtkardialer Tumorerkrankungen möglichst frühzeitig zu erkennen und gemeinsam mit den Ärzten, welche den Tumorpatienten behandeln, zu therapieren
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TK 1
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ÄPPKDTPP primärer kardialer benigner und maligner Tumoren einschließlich deren systemischer und embolischer Manifestationen und der kardialen Metastasierung primär nichtkardialer Tumoren
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TK 2
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Kenntnisse der Nebenwirkungen der medikamentösen, Strahlen- und chirurgischen Tumortherapie an Herz und Gefäßen
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PF 1
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*Level III: Echokardiographische Diagnostik kardialer Tumoren und tumorbedingter Herzbefunde (siehe Tab. 3 3.7)
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PF 2
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*Level II: Anwendung der TK 2-Kenntnisse bei der Behandlung kardiovaskulärer Komplikationen und von Langzeitfolgen der medikamentösen, strahlentherapeutischen, medikamentösen, chirurgischen und nuklearmedizinischen Tumortherapie
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BV 1
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Enge Zusammenarbeit mit allen bei der Betreuung des Tumorpatienten involvierten Berufsgruppen
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BV 2
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Beratung des Onkologen hinsichtlich möglicher Einschränkungen der geplanten Tumorbehandlung aufgrund vorbestehender oder während der Tumortherapie auftretender Herzerkrankungen
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BV 3
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Unterstützung des Tumorpatienten in dessen psychosozial kritischer Krankheitsphase
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2.13 Kardiologischer Konsiliarius
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WZ 1
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Beratung bei der Betreuung von Patienten mit primär nichtkardialer Erkrankung und assoziierter kardialer Beteiligung bzw. zusätzlicher Herz-Kreislauf-Erkrankung
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WZ 2
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Beratung und ggf. Mitbetreuung von Patienten mit ischämischen neurologischen Symptomen im Falle kardialer oder aortaler Emboliequellen
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WZ 3
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Beratung und ggf. Mitbetreuung von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankung in der perioperativen Phase einer primär nichtkardialen Operation
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TK 1
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Assoziierte Herzbeteiligung bei Systemerkrankungen wie Kollagenosen, Sarkoidose, Morbus Fabry, Amyloidose u. a.
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TK 2
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Kenntnisse über Mechanismen, Häufigkeit und Therapieoptionen kardialer und aortaler Emboliequellen als Ursache einer ischämischen neurologischen Symptomatik
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TK 3
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Kenntnisse über die bei neurologischen Erkrankungen ischämischer Genese häufig zusätzlich vorhandenen arteriosklerotischen Erkrankungen wie „koronare Herzkrankheit/Koronarsyndrom“ oder „periphere arterielle Verschlusskrankheit“
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TK 4
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Kenntnis des Risikos klinisch bedeutsamer kardiovaskulärer Komplikationen in Abhängigkeit von der Art der geplanten Operation bzw. des Anästhesieverfahrens sowie möglicher postoperativer Komplikationen
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PF 1
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*Level III: Beherrschung der Diagnose- und Behandlungsalgorithmen für Herzbeteiligungen im Rahmen von Systemerkrankungen
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PF 2
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*Level III: Echokardiographischer Nachweis oder Ausschluss kardialer oder aortaler Emboliequellen (s. Tab. 3 3.8)
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PF 3
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*Level III: Fähigkeit zur selbstständigen Auswahl der geeigneten diagnostischen Verfahren zur Beschreibung des unter TK 3 genannten Risikos
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PF 4
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*Level III: Fähigkeit zur selbstständigen Festlegung zwingend präoperativ durchzuführender diagnostischer und/oder therapeutischer Maßnahmen unter Würdigung des sich aus der Verschiebung der geplanten Operation ergebenden Risikos für den Patienten
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PF 5
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*Level III: Fähigkeit zur selbstständigen Festlegung der postoperativ zu empfehlenden präventiven diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen bezüglich kardiovaskulärer Erkrankungen bzw. Risiken
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BV 1
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Koordinierte und strukturierte Zusammenarbeit mit beteiligten Kollegen anderer Fachrichtungen
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2.14 Kardiovaskuläre Prävention
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WZ 1
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Adäquates Einschätzen des individuellen kardiovaskulären Risikos und Vermittlung nachhaltiger Prävention
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TK 1
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Kenntnisse zur Bestimmung des individuellen globalen kardiovaskulären Risikos und zu den Einflussmöglichkeiten
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TK 2
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Kenntnisse der unterschiedlichen Strategien zur Prävention bei niedrigem, mittelgradigem, hohem und sehr hohem kardiovaskulärem Risiko
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TK 3
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Kenntnisse der populationsbasierten Möglichkeiten der Prävention zur Reduktion der kardiovaskulären Krankheitslast
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PF 1
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*Level III: Bestimmung des globalen kardiovaskulären Risikos des individuellen Patienten
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PF 2
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*Level III: Erfahrungen in der Anwendung unterschiedlicher motivationaler Strategien und der Langzeitbegleitung in der Prävention bei niedrigem, mittelgradigem, hohem und sehr hohem kardiovaskulärem Risiko
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PF 3
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Perioperative Präventionsmaßnahmen: s. 2.13 PF 5
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BV 1
|
Einbeziehung von Familienangehörigen und anderen Personen/Institutionen aus dem privaten und/oder beruflichen Umfeld zur Unterstützung präventiver Strategien
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2.15 Kardiovaskuläre Rehabilitation
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WZ 1
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Möglichkeiten und Aufgaben der ambulanten und stationären kardiologischen Rehabilitation sowie der Tele-Rehabilitation und lebenslangen Nachsorge unter besonderer Berücksichtigung der beruflichen und sozialen Integration, Teilhabe und des Patientenempowerments
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TK 1
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Kenntnisse des multiprofessionellen therapeutischen Gesamtkonzeptes in der Rehabilitation von Patienten mit interventionell, operativ und konservativ behandelten kardiovaskulären Erkrankungen. Einbezogen sind Aspekte der psychosozialen, sozialmedizinischen und spezifischen beruflichen Rehabilitation sowie die Begutachtung solcher Patienten (s. auch 2.26)
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PF 1
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Indikationsstellung zur kardiologischen Rehabilitation
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PF 2
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*Level II: Betreuung einer Herzsportgruppe
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BV 1
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Beachtung der Rehabilitation als integrale Komponente der Patientenbetreuung für Beruf (Wiedereingliederung in das Berufsleben), individuelle Bedürfnisse (einschließlich Autofahren, Reisen, Freizeit und Sexualität) und soziale Integration
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BV 2
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Erkennen der Bedeutung des Zusammenspiels physischer und psychischer Aspekte bei Herzerkrankungen
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BV 3
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Kooperation mit allen an der Rehabilitation beteiligten ärztlichen (Rehabilitationsmediziner) und nichtärztlichen (Physiotherapeuten, Psychologen, Sozialpädagogen, Ernährungsberater und Pflegepersonal) Berufsgruppen
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2.16 Kardiologische Sportmedizin
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WZ 1
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Vermittlung des gesundheitlichen Nutzens sportlicher Aktivität bei Gesunden und bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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WZ 2
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Vermittlung potenzieller Risiken bei sportlicher Betätigung und der richtigen Intensität von sportlicher Aktivität bei Herzgesunden und Herzpatienten sowie Vermittlung diagnostischer Kriterien und Untersuchungsmethoden bei Leistungssportlern
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TK 1
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Kenntnisse über gesicherten Nutzen sportlicher Aktivität bei verschiedenen Formen der Herzerkrankungen (insbesondere koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz und verschiedene Formen von kardialen Arrhythmien) sowie Kenntnisse über die gesundheitsförderliche Intensität und Umfang sportlicher Aktivität und Training
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TK 2
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Kenntnisse über potenzielle Risiken bei sportlicher Betätigung Herzgesunder und von Herzpatienten (Ursachen des plötzlichen Herztods während sportlicher Betätigung, Herzveränderungen bei Sportlern) sowie deren Risikominimierung
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TK 3
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Kenntnisse über illegale leistungssteigernde Substanzen und deren Wirksamkeit
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PF 1
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*Level III: Praktische Empfehlungen für Herzpatienten zur Durchführung von Sport entsprechend evidenzbasierter Leitlinienempfehlungen
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PF 2
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*Level II: Kenntnisse im Screening und in der Risikoabschätzung von Sportlern vor Teilnahme an einem Wettkampf bzw. (Leistungs‑)Sport
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BV 1
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Bei der Betreuung von Herzpatienten bei sportlicher Betätigung: ausführliche Aufklärung, Beratung und Überwachung der Patienten zur Optimierung des Therapieerfolges und zur Minimierung des Risikos
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BV 2
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Bei der Betreuung von Leistungssportlern ist die DGK-Zusatzqualifizierung als Kardiologe zum Sportmediziner [ 9] ratsam
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2.17 Klinische Pharmakologie kardiovaskulärer Pharmaka
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WZ 1
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Theorie und Praxis beim Einsatz kardiovaskulärer Pharmaka
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TK 1
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Kenntnis der Pharmakokinetik, -dynamik, -genetik, evidenzbasierten Indikationen, Kontraindikationen, Interaktionen und Nebenwirkungen für die in der individuellen Therapie und Prävention bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen eingesetzten Medikamente
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TK 2
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Kenntnis toxischer Effekte, unerwünschter Nebenwirkungen und klinisch bedeutsamer Interaktionen kardiovaskulärer Pharmaka, insbesondere auch in der Therapie alter und geriatrischer Patienten
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PF 1
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*Level III: Fähigkeit zur selbstständigen Durchführung der medikamentösen Akut- und Langzeittherapie, von Dosiseskalationsstrategien sowie Strategien und Verfahren zur Förderung der Adhärenz bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen
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PF 2
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*Level III: Erfahrungen in der Beherrschung toxischer Effekte, unerwünschter Nebenwirkungen und klinisch bedeutsamer Interaktionen der beim Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen eingesetzten Medikamente
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BV 1
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Kommunikation mit dem Patienten und dessen Familienangehörigen und mit seinem Hausarzt, um die Adhärenz bezüglich der empfohlenen Medikamenteneinnahme zu erhöhen und das frühe Erkennen potenzieller Nebenwirkungen sicherzustellen
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BV 2
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Fokussierung auf evidenzbasierte und individualisierte Pharmakotherapie und auf Leitlinienadhärenz
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BV 3
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Einbeziehung von Kosten-Wirksamkeits- und Praktikabilitätsüberlegungen der verordneten Medikamente
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2.18 Koronare Herzkrankheit (akutes und chronisches Koronarsyndrom)
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WZ 1
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Einbettung der Organerkrankung „Koronare Herzkrankheit/Koronarsyndrom (CCS)“ in den Kontext der Systemerkrankung „Arteriosklerose“ mit den weiteren Manifestationen arteriosklerotische Aortenerkrankungen, periphere arterielle Verschlusskrankheit und zerebrovaskuläre Insuffizienz
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WZ 2
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Diagnostische und therapeutische Trennung des akut lebensbedrohlichen akuten Koronarsyndroms (ACS) mit den Manifestationen ST-Strecken-Hebungs-Myokardinfarkt (STEMI), Nicht-ST-Strecken-Hebungs-Myokardinfarkt (NSTE-ACS) und instabile Angina pectoris vom elektiv therapiebaren CCS
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Akutes Koronarsyndrom
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TK 1
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ÄPPKDTPP + Rehabilitation (s. Tab. 2 2.15, 2.16) des akuten Koronarsyndroms
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TK 2
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Kenntnis der Pathophysiologie und der unterschiedlichen Mechanismen (strukturell, z. B. Typ-1-Myokardinfarkt, oder funktionell, z. B. Typ-2-Myokardinfarkt) der Koronarischämie beim ACS einschließlich der akuten Plaqueruptur und der „nichtobstruktiven Koronarerkrankung“ mit der Manifestation MINOCA (Myokardinfarkt bei nichtobstruktiven Koronararterien)
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PF 1
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*Level III: Akutmanagement des Patienten mit ACS. Leitliniengerechte Therapie des ACS – einschließlich der Umsetzung der Maßnahmen einer Chest-Pain-Unit/Brustschmerz-Ambulanz im Verbund mit Notärzten, Intensivmedizinern und interventionell erfahrenen Kardiologen. Kenntnis der diagnostischen Dringlichkeit für ein unverzügliches 12-Kanal-EKG und eine sofortige Bestimmung des hochsensitiven kardialen Troponins (hs-cTn). Kenntnis der wichtigen Zeitfenster für eine „unverzügliche“ (bei STEMI) oder „frühzeitige“ Koronarangiographie (≤ 24 h bei NSTE-ACS mit hohem Risiko)
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PF 2
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*Level III: Antithrombotische Therapie beim ACS. Sofort nach interventioneller Therapie weitere Risikostratifizierung und Festlegung der Substanzen und Dauer einer dualen Anti-Plättchen-Therapie (DAPT) bzw. NOAK-Therapie in Abhängigkeit vom individuellen Ischämie- und Blutungsrisiko
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PF 3
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*Level III: Früherkennung, Prävention, Lebensstilempfehlungen, medikamentöse Therapie und Rehabilitation beim ACS im Verbund mit Allgemeinmedizinern, Internisten, Intensivmedizinern, interventionell erfahrenen Kardiologen, Herzchirurgen und Rehabilitationsmedizinern
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Chronisches Koronarsyndrom
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TK 3
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ÄPPKDTPP + Rehabilitation (s. Tab. 2 2.15, 2.16) des chronischen Koronarsyndroms
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TK 4
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Kenntnis der Pathophysiologie und der unterschiedlichen Mechanismen (epikardial oder mikrovaskulär, strukturell oder funktionell) der Koronarischämie beim CCS einschließlich der „nichtobstruktiven Koronarerkrankung“ mit den Manifestationen ANOCA und INOCA (Angina pectoris bzw. Ischämie bei nichtobstruktiven Koronararterien)
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PF 4
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*Level III: Abschätzung der klinischen Wahrscheinlichkeit für eine obstruktive koronare Herzkrankheit beim CCS anhand von risikofaktorgewichtetem Score unter Berücksichtigung von Symptomen, kardiovaskulären Risikofaktoren, Alter und Geschlecht (0–5 % = sehr gering, 6–15 % = gering, 16–50 % = moderat, 50–85 % = hoch, > 85 % = sehr hoch)
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PF 5
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*Level III: Auswahl, Einsatz, Interpretation und Komplikationsbeherrschung nichtinvasiver und invasiver diagnostischer Maßnahmen im Hinblick auf die Koronarpathologie, Herzstruktur und -funktion sowie Myokardischämie und -vitalität (bei Einsatz von Kardio-CT, Stressechokardiographie, Kardio-MRT, Nuklearkardiologie: *Level II). Kenntnis der gestaffelten, speziellen Indikationen für diese entweder anatomischen (Kardio-CT bei 6–50 %) oder funktionellen (Stressechokardiographie, Kardio-MRT oder Nuklearkardiologie bei 16–85 %) diagnostischen Methoden in Abhängigkeit von der klinischen Wahrscheinlichkeit für eine obstruktive koronare Herzkrankheit (s. auch Tab. 3 und 5)
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PF 6
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*Level III: Klärung der Indikationen für eine evtl. alleinige medikamentöse Therapie oder eine ergänzende interventionelle oder chirurgische koronare Revaskularisation (ggf. vorherige interdisziplinäre Diskussion im Herz-Team erforderlich)
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PF 7
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*Level III: Früherkennung, Prävention, Lebensstilempfehlungen, medikamentöse Therapie und Rehabilitation beim CCS im Verbund mit Allgemeinmedizinern, Internisten, Intensivmedizinern, interventionell erfahrenen Kardiologen, Herzchirurgen und Rehabilitationsmedizinern
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BV 1
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Akzeptanz und konsequente Umsetzung der Früherkennungs‑, Präventions- und Rehabilitationskardiologie (s. 2.14, 2.15)
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BV 2
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Sektorenübergreifende (ambulant/stationär) effiziente und konstruktive Zusammenarbeit mit interventionell erfahrenen Kardiologen, Allgemeinmedizinern, Internisten, Intensivmedizinern, Notärzten, Herzchirurgen, und Rehabilitationsmedizinern
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2.19 Myokarderkrankungen (Kardiomyopathien, Myokarditis)
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WZ 1
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Erwerb umfassenden Wissens und praktischer Fähigkeiten, um Patienten mit Kardiomyopathien und Myokarditis adäquat behandeln, beraten und betreuen zu können
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TK 1
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ÄPPKDTPP der dilatativen, hypertrophen, restriktiven und infiltrativen Kardiomyopathien, der obliterativen Endomyokarderkrankung sowie der akuten und chronischen Myokarditis
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PF 1
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*Level III bzw. *Level II je nach anzuwendender Methode (s. auch Tab. 3, 4 und 5): Erfahrungen in der nichtinvasiven und invasiven bildgebenden Diagnostik sowie einer ggf. notwendigen rhythmologischen Diagnostik
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PF 2
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Indikationsstellung und Durchführung konservativ-medikamentöser Therapiemaßnahmen (*Level III) sowie Indikationsstellung zur tragbaren Defibrillatorweste bzw. primär- oder sekundärprophylaktischen Implantation aktiver Herzrhythmusimplantate (*Level II), der interventionellen Therapie (einschließlich temporärer mechanischer Herz-Kreislauf-Unterstützungssysteme) (*Level I) oder der operativen Therapie (einschließlich der Herztransplantation) (*Level I)
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PF 3
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*Level II: Einbeziehung infiltrativer Kardiomyopathien (z. B. Amyloidose, Morbus Fabry) bei der Differenzialdiagnose und -therapie einer unklaren Herzhypertrophie oder Herzinsuffizienz
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PF 4
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*Level I: Indikationsstellung zur Myokardbiopsie sowie zur genetischen Diagnostik und Beratung
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BV 1
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Enge Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten (Immunologie, Mikrobiologie, Humangenetik, Herzchirurgie) zur zeitnahen Diagnosestellung und Behandlung
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BV 2
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Patientenadaptierte Vorgehensweise der Kollegen aller beteiligten Fachgebiete bei der Information von Patienten und deren Angehörigen im Falle einer genetischen Kardiomyopathie
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2.20 Perikarderkrankungen
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WZ 1
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Diagnostik und Therapie dieser Herzerkrankungen
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TK 1
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ÄPPKDTPP der akuten, chronischen und konstriktiven Perikarditis
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PF 1
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*Level III (n = 5): Indikationsstellung und Durchführung einer Perikardpunktion bei Perikardtamponade oder zur differenzialdiagnostischen Abklärung (s. auch Tab. 3 3.5)
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PF 2
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*Level III: Konservative Akut- und Langzeittherapie der unterschiedlichen Perikarderkrankungen
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PF 3
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Erfahrungen in der nichtinvasiven bildgebenden und ggf. notwendigen invasiven Diagnostik ( *Level III bzw. *Level II je nach anzuwendender Methode (s. auch Tab. 3, 4 und 5)
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BV 1
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Indikationsstellung gemeinsam mit den Herz‑/Thoraxchirurgen zur operativen Therapie bei Vorliegen rezidivierender Perikardergüsse bzw. einer konstriktiven Perikarditis
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2.21 Psychokardiologie
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WZ 1
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Vermittlung psychokardiologischer Basiskompetenz
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TK 2
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Formen und Bedeutung psychokardiologischer Risikofaktoren sowie Bewältigungsprozesse bei der Entstehung und im Verlauf von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychischer Komorbidität sowie funktioneller Herzbeschwerden
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PF 1
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*Level III: Psychosoziale Basisdiagnostik bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychischer Komorbidität und funktionellen Herzbeschwerden sowie patientenzentrierte Gesprächsführung und psychosomatische Grundversorgung mit weitergehender Differenzialindikation
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BV 1
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Bereitschaft zur Integration psychokardiologischer Gesichtspunkte in die Behandlung von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen
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2.22 Schlafmedizin bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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WZ 1
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Vermittlung der für Herz-Kreislauf-Erkrankungen relevanten Aspekte der Schlafmedizin
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TK 1
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ÄPPKDTPP der für Herz-Kreislauf-Erkrankungen relevanten Aspekte der Atmungs- und Schlafstörungen, v. a. der zentralen und obstruktiven Schlafapnoe, deren Diagnostik und Therapie und Identifikation von Risikopatienten (Herzinsuffizienz: 2.6; Hypertonie, arterielle: 2.10; Hypertonie, pulmonale: 2.11; kardiovaskuläre Prävention: 2.14)
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PF 1
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*Level II: Erfahrung in Screening- und Diagnoseverfahren (ambulante Polygraphie) zur Stellung der (Verdachts‑)Diagnose „Schlafapnoe“ und Indikationsstellung zur weiteren Differenzialdiagnostik und -therapie (inklusive Beatmungs- und Stimulationstherapien sowie deren Überprüfung)
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BV 1
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Bereitschaft zur Integration der für Herzpatienten symptom- und prognoserelevanten Komponenten der Schlafmedizin in das kardiologische Therapiekonzept
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2.23 Schmerzbehandlung und Palliativmedizin bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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WZ 1
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Vermittlung der für Herz-Kreislauf-Erkrankungen relevanten Aspekte der Behandlung nichtkardialer Schmerzsyndrome meist älterer multimorbider Herzpatienten sowie der Palliativmedizin
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TK 1
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ÄPPKDTPP der für multimorbide Herz-Kreislauf-Patienten relevanten Aspekte der Schmerzsyndrome – z. B. bei primär-chronischer Polyarthritis, muskuloskeletalen Erkrankungen – und deren Therapiemöglichkeiten
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TK 2
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Kenntnisse in der allgemeinen Palliativmedizin mit Anwendung der Palliativmedizin bei terminaler Herzinsuffizienz und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen ohne weitere spezifische Therapieoptionen
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PF 1
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*Level III: Leitliniengerechte Anwendung palliativmedizinischer Maßnahmen bei terminaler Herzinsuffizienz und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen ohne weitere spezifische Therapieoptionen
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PF 2
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*Level II: Adäquate Schmerzbehandlung bei nichtkardialen Schmerzsyndromen des Herz-Kreislauf-Patienten, ggf. mit Unterstützung eines Schmerztherapeuten
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BV 1
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Bereitschaft, die Schmerz- und Palliativmedizin als integrale Therapiekonzepte der Kardiologie zu akzeptieren und sie auch anzuwenden
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2.24 Telemonitoring bei kardialen Erkrankungen
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WZ 1
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Kenntnis und Einsatz der Möglichkeiten des telemedizinischen Monitorings bei implantierten Systemen und mittels nichtinvasiver Methoden
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TK 1
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Kenntnisse der Übertragungsmöglichkeiten pathophysiologischer Vitaldaten und Gerätedaten (sog. „Telemonitoring“) sowie deren Auswahl und Interpretation hinsichtlich der Bedeutung für den Verlauf bestimmter Erkrankungen und für Gerätefunktionen
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TK 2
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Indikation und Kenntnisse der Betreuung von Patienten mit Herzinsuffizienz und/oder Vorhofflimmern in einem Telemedizinzentrum (TMZ)
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PF 1
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*Level III: Einsatz, Nachsorge, Befunderhebung und -interpretation kardiologischer Telemedizindaten (insbesondere aktive Herzrhythmusimplantate, bei Patienten mit Herzinsuffizienz, Smartphone-basierte EKG-Technologien)
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PF 2
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*Level III: Differenzierter Einsatz neuer eHealth-Technologien in der Kardiologie, z. B. in der (Differenzial‑)Diagnostik, Patientenschulung, Risikostratifizierung, Therapiesteuerung, Prävention, Nachsorge, Langzeittherapie und Betreuung in einem Telemedizinzentrum (TMZ)
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BV 1
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Interdisziplinäre und sektorenübergreifende Vermittlung therapeutischer Konsequenzen aus den Telemonitoringdaten
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2.25 Thromboembolische Erkrankungen (Venenthrombose und Lungenembolie)
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WZ 1
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Fähigkeit zur raschen Diagnose, Behandlung und Prävention der tiefen Venenthrombose und der Lungenembolie
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TK 1
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ÄPPKDTPP venöser Thrombosen und deren Folgeerkrankungen, insbesondere der Lungenembolie und paradoxer Embolien sowie der pulmonalarteriellen Hypertonie
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PF 1
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*Level III: Fähigkeit zur selbstständigen Indikationsstellung zur zielführenden Diagnostik sowie der Durchführung der medikamentösen Akut- und Langzeittherapie bei und nach venöser Thromboembolie (einschließlich der Durchführung primär- und sekundär-präventiver Maßnahmen)
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PF 2
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*Level II: Indikationsstellung zum Einsatz interventioneller bzw. operativer Therapieverfahren und praktische Erfahrungen im Einsatz interventioneller Verfahren und der Nachbeobachtung der so behandelten Patienten
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BV 1
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Fähigkeit zur engen Zusammenarbeit mit Notfallmedizinern, Angiologen und Radiologen zur Früherkennung von Venenthrombose und Lungenembolie
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BV 2
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Förderung der Adhärenz während der Langzeitbehandlung mit Antikoagulanzien
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2.26 Versicherungsmedizin (inklusive Gutachten) bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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WZ 1
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Vermittlung der für Versicherungsfragen zu Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen erforderlichen Kenntnisse
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TK 1
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Aufgaben und Pflichten des Gutachters, Rechtsgrundlagen, sozial-versicherungsspezifische Grundbegriffe, Einschätzung der Minderung der Erwerbsfähigkeit und der Schwerbehinderung, Kausalitätsbegriffe in der Unfallversicherung, soziales Entschädigungsrecht, Form, Inhalt und Stellenwert des kardiologischen Gutachtens
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PF 1
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*Level III: selbstständige Abfassung von 5 wissenschaftlich begründeten kardiologischen Gutachten
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BV 1
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Fähigkeit, spezielle kardiale Sachverhalte für den medizinischen Laien verständlich und wissenschaftlich nachvollziehbar darzustellen
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