Zum Inhalt

Interdisziplinäre Notfallmedizin erhalten!

Kommentar zum vorgeschlagenen Curriculum für einen „Facharzt für Notfallmedizin“

  • Open Access
  • 06.09.2025
  • Notfallmedizin
  • Konzepte-Stellungnahmen-Perspektiven
Erschienen in:
Dies ist ein gemeinsamer Kommentar zum vorgeschlagenen Curriculum für einen „Facharzt für Notfallmedizin“ von den Nachwuchsorganisationen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Junge DIVI), der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (Junge DGIM), der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (Junge DGKJ), der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin (Young GNPI), der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (Junge Neurologie) sowie der Deutschen Schlaganfallgesellschaft (Junge DSG).
QR-Code scannen & Beitrag online lesen

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Kommentar zu
Fandler M, Lorenz J, Wolff J et al. Facharztweiterbildung Notfallmedizin: Entwicklung eines umfassenden Weiterbildungs-Curriculums. Notfall Rettungsmed (2025). https://doi.org/10.1007/s10049-025-01540-5.

Einleitung

Die Deutsche Gesellschaft für Notfallmedizin (vormals Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin [DGINA]) vertritt die Meinung, dass die innerklinische Notfallmedizin als eigenständiges medizinisches Fachgebiet im Rahmen einer eigenen Facharztweiterbildung ausgebildet werden sollte. Von der DGINA wurde kürzlich ein Curriculum vorgelegt, das Weiterbildungsziele und -inhalte für ein denkbares neues Fachgebiet in der Musterweiterbildungsordnung präsentiert [7].
Vorgesehen ist darin eine fünfjährige Weiterbildungszeit, welche überwiegend in der Notaufnahme zu absolvieren sein würde und den Erwerb von mannigfaltigen Kompetenzen aus verschiedenen bisherigen Facharztweiterbildungen vorsieht. Dabei orientiert sich das Curriculum an Empfehlungen der European Society for Emergency Medicine. Es wurde vom Vorstand der DGINA beschlossen und nicht vor Veröffentlichung mit anderen Stakeholdern, Fachgesellschaften oder Berufsverbänden abgestimmt. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und ihre anästhesiologischen, chirurgischen, internistischen, neurologischen und pädiatrischen Mitgliedsverbände halten eine grundständige Facharztweiterbildung und darauf aufbauende Weiterbildung in der innerklinischen Notfallmedizin (Klinische Akut und Notfallmedizin [KLINAM]) für zielführender. Sie haben in ihren Stellungnahmen zum Vorschlag eines eigenständigen Facharztes für die Notaufnahme erklärt, dass eine Fragmentierung der Notfallmedizin drohen würde und eine unnötige Abgrenzung und erhebliche Risiken der PatientInnensicherheit bestünden, wenn die Multidisziplinarität der Notaufnahmeversorgung aufgelöst werden sollte [6, 8].
Die Entwicklung des Curriculums der DGINA ist ein wesentlicher Beitrag zur laufenden Debatte um die innerklinische Notfallmedizin. In Ermangelung eines konkreten Vorschlags zur Ausgestaltung einer eigenständigen fachärztlichen Weiterbildung für (innerklinische) Notfallmedizin konnte eine Diskussion hierüber bisher nicht bzw. nur schwierig geführt werden. Dies wurde nun aufgeholt und ermöglicht erstmals eine inhaltliche Beschäftigung mit der bereits langjährig vorgebrachten Forderung. Explizit möchten wir die Beteiligung ärztlicher Kolleginnen verschiedener Erfahrungsstufen bei der Erarbeitung des Curriculums anerkennen und auf die Betonung der Autorinnen und Autoren verweisen, dass die Motivation für den aktuellen Vorstoß eine Optimierung in der PatientInnenversorgung sein soll.
Als weitere Stimmen der jungen Fachkräfte in der Notfallmedizin möchten die Junge DIVI, die Junge DGIM, die Junge DGKJ, die Young GNPI, die Junge Neurologie und die Junge DSG zur sachlichen Diskussion beitragen sowie einige Aspekte des Curriculums und der aktuellen Debatte einordnen und kommentieren. Die Leitungsgremien der genannten Fachgesellschaften unterstützen diesen Kommentar.

Hinweise zum vorgeschlagenen Curriculum der DGINA

1. Der vorgeschlagene Begriff „Facharzt für Notfallmedizin“ ist irreführend

Der aktuelle Vorschlag bezieht sich ausschließlich auf die Tätigkeit in der Notaufnahme. Es ist daher suboptimal, dass die neu vorgeschlagene Facharztweiterbildung als „Notfallmedizin“ und somit identisch zur Zusatzweiterbildung (für die prähospitale Versorgung) bezeichnet wird. Es ist unbestritten, dass die Versorgung von Notfallsituationen integraler Bestandteil von Funktionsbereichen, Operationssaal, Intensiv- oder Normalstation ist und dort in gewohnter Qualität durch die bisher zuständigen Fachrichtungen geleistet werden soll. Konzepte wie Medical Emergency Teams oder katastrophenmedizinische Vorkehrungen und Krankenhausalarm- und -einsatzplanung lassen sich ebenfalls unter „Notfallmedizin“ subsumieren [8].
Wir möchten dringend anregen, den aktuellen Vorschlag begrifflich klarer von nicht gemeinten Anteilen der Notfallversorgung zu trennen und zu betonen, dass es sich um eine Tätigkeit innerhalb der Notaufnahme und somit nur um einen Bruchteil der „Notfallmedizin“ handeln soll.

2. Die prähospitale Versorgung ist vom vorgelegten Curriculum unbetroffen

Wir begrüßen ausdrücklich, dass die prähospitale ärztliche Tätigkeit im aktuellen Curriculum ausgeklammert wurde und nicht Teil des gewünschten neuen Fachgebiets sein soll. Der Erwerb der Zusatzweiterbildung Notfallmedizin soll weiterhin für verschiedene Fachrichtungen möglich sein. Die rettungsdienstliche Versorgung kann so weiterhin durch die interdisziplinäre Ausrichtung gestärkt werden. Sicherlich wünschenswerte Optimierungen in Aus- und Fortbildung sowie in der klinischen Praxis können so in gewohnter Art und Weise beispielsweise über die Arbeitsgemeinschaften der Notärzte sowie die einschlägigen Fachgesellschaften interdisziplinär angestoßen und weiterentwickelt werden [1].

3. Gemäß dem vorgelegten Konzept wären „Fachärzte für Notfallmedizin“ dauerhaft an die Arbeitsumgebung der Notaufnahme gebunden

Auch wenn durch die DGINA (Deutsche Gesellschaft für Notfallmedizin) vermutet wird, dass eine eigene Fachlichkeit die Zufriedenheit der Mitarbeitenden und das generelle Teamgefühl und Arbeitsklima verbessern könne, bestehen erhebliche Zweifel an der Langzeitperspektive der Mitarbeitenden. Der vorgeschlagene Weiterbildungsweg erschwert Quereinstiege in andere Facharztgebiete inklusive Allgemeinmedizin. Die Möglichkeiten für etwaige „FachärztInnen für Notfallmedizin“, in Forschung und Lehre oder Public Health tätig zu werden, würden durch die Etablierung eines Facharzttitels nicht wesentlich erhöht. Möglicherweise wäre die Tätigkeit in Forschung und Lehre während der Facharztweiterbildung durch die sehr eng getakteten und kurzen erforderlichen Hospitationen sogar eher erschwert. Erwähnenswert ist auch, dass die Zusatzweiterbildung Intensivmedizin durch „FachärztInnen für Notfallmedizin“ nicht erworben werden könnte.
Insofern muss in der Debatte klar sein, dass im Gegensatz zum bisherigen System ein recht einseitig einsetzbarer Facharzt entstünde, dem weder Niederlassungsmöglichkeiten noch innerklinische Rotationen regelhaft offenstünden.

4. Zahlreiche Kurzzeithospitationen von wenigen Monaten sind einerseits finanziell kaum realisierbar und andererseits wenig hilfreich

Positiv möchten wir den Vorschlag für eine sechsmonatige Weiterbildung in der Intensivmedizin bewerten. Dieser Zeitraum ist grundsätzlich geeignet, um Prinzipien in der Intensivtherapie zu erfassen und supervidiert einzelne Skills zu erwerben.
Dagegen sieht das Curriculum zwei- bis dreimonatige Einsätze in Chirurgie, Innerer Medizin, Anästhesiologie, Neurologie und Pädiatrie vor. Diese Zeiträume sind unüblich kurz und bieten keine Chance, auch supervidiert Eigenverantwortung zu übernehmen. Sie können höchstens als Einarbeitungen in die organisatorischen Abläufe der Abteilungen genutzt werden. Weder fachspezifische Herangehensweisen noch praktische Tätigkeiten des Fachgebiets können in diesem kurzen Zeitraum durch die Weiterzubildenden vollumfänglich erlebt und erlernt werden. Eine strukturierte Weiterbildung ist durch die Fachabteilungen so nicht zu erwarten. Da eine jeweilige Gegenrotation sicherlich nicht praktikabel ist, besteht zudem eine ungeklärte Finanzierungsfrage.

5. Viele Lernziele im vorgeschlagenen Curriculum sind unrealistisch umfangreich ausgestaltet

Die Methodik, alle notfallmedizinischen Lernziele aus verschiedenen Fachgebieten zusammenzuführen, bedingt eine sehr breite Zusammenstellung von Kompetenzen. Dies wirft naturgemäß Fragen zur erreichbaren Tiefe auf. An vielen Beispielen wird deutlich, dass häufig eine präzise Eingrenzung erforderlich sein würde, um einen Kompetenzerwerb in der gegebenen Zeit realistisch erscheinen zu lassen. So verbleibt beispielsweise unklar, welche konkreten Maßnahmen durch „FachärztInnen für Notfallmedizin“ in den Handlungskompetenzen in „(…) Probenexzision“ oder in „Lokal‑, Oberflächen- und Regionalanästhesie“ angewendet werden sollen. Da bereits Fachdisziplinen etabliert sind, die diese Kompetenzen jeweils in sich vereinen und zur Verfügung stellen können, stellt sich die Frage nach dem konkreten Mehrwert und der Nachhaltigkeit der Etablierung einer solchen Doppelstruktur.
Entscheidungskompetenz in komplexen Situationen, die dem Facharztstandard der jeweiligen Fachrichtung entspricht, ist außerhalb der grundständig fundierten Weiterbildung nicht erreichbar. Dies wird exemplarisch am vorgeschlagenen handlungsorientierten Lernziel „Erstversorgung eines Schlaganfalls einschließlich systemischer Lyse“ deutlich. In der Schlaganfallversorgung schneiden beispielsweise Deutschland, Österreich und Schweiz als Länder, die über keinen „Facharzt für Notfallmedizin“ verfügen, überdurchschnittlich gut ab [13]. Die European-Stroke-Organisation(ESO)- und Stroke-Alliance-for-Europe(SAFE)-Empfehlungen sehen die Schlaganfallversorgung durch Schlaganfallspezialisten vor [15]. So ist auch gemäß der Fachinformation die Anwendung der Thrombolyse beim Schlaganfall „nur unter der Verantwortung und Nachsorge eines speziell in der neurovaskulären Behandlung erfahrenen Arztes“ zulässig [2]. Durch die Behandlung von Schlaganfällen durch FachärztInnen für Neurologie konnte, zusammen mit der Einführung von Stroke Units, die Mortalität von Schlaganfällen deutlich gesenkt werden [10, 18]. Die Behandlung akuter Schlaganfälle mittels intravenöser Thrombolyse erfordert ein hohes Maß an neurologischer Fachkompetenz. Studien zeigen, dass Indikationsstellung, Risikoabschätzung und die Erkennung von Kontraindikationen maßgeblich vom Erfahrungsgrad des behandelnden neurologischen Teams abhängen [11, 16]. Die Komplikationsrate, insbesondere für symptomatische intrazerebrale Blutungen, ist signifikant niedriger, wenn die Lysetherapie durch spezialisierte neurologische Teams erfolgt [9]. Zudem ist die differenzialdiagnostische Abgrenzung zu sogenannten „Stroke Mimics“ (z. B. epileptische Anfälle, Migräneauren, funktionelle Störungen) essenziell und erfordert neurologische Erfahrung [12]. Fehldiagnosen und daraus resultierende Fehlbehandlungen bergen erhebliche Risiken, die durch die Behandlung in erfahrenen Schlaganfallzentren weitgehend vermieden werden können [19]. An diesem Beispiel wird klar, wie wichtig eine differenzierte Notfallbehandlung ist, während diese Kompetenz gemäß dem DGINA-Curriculum aber nicht im Rahmen der vorgeschlagenen Weiterbildung erworben werden kann.
Grundsätzlich müssen Maßnahmen immer inklusive ihrer Indikationsstellung, Erfolgskontrolle und des Managements etwaiger Komplikationen erlernt werden. Vom Facharztstandard der jeweiligen Fachrichtung muss hierbei ausgegangen werden, um die PatientInnensicherheit nicht zu gefährden. Inwiefern der Kompetenzerwerb in der Kürze der Zeit, bei der Vielzahl der angestrebten Skills und im Umfeld einer Notaufnahme möglich ist, muss in jedem einzelnen Lernziel des vorliegenden Curriculums kritisch hinterfragt werden. Insgesamt erscheint uns die im Curriculum vorgeschlagene Kompetenzsammlung unrealistisch. Es ist auch die Klarheit und Sicherheit für etwaige Weiterzubildende zu bedenken, die nur schwer suffiziente Handlungssicherheit in allen genannten Bereichen des Curriculums erhalten und eine erhebliche Erwartungsenttäuschung erleiden könnten.

6. Die Etablierung eines neuen „Facharztes für Notfallmedizin“ gemäß dem vorgeschlagenen Curriculum würde die Definition von unzähligen Schnittstellen in der Zuständigkeit nötig machen

Die AutorInnen des Curriculums der DGINA haben aus zahlreichen anderen Curricula Lernziele und Kompetenzen zusammengeführt. Es macht die Besonderheit der Arbeit in der Notaufnahme aus, dass hier in ganz speziellem Maße interdisziplinär gedacht und gearbeitet werden muss. Es ist unmöglich, medizinische Handlungsfelder zu identifizieren, die eindeutig und ausschließlich notfallmedizinisch zugeordnet werden können. Durch die Kreierung eines neuen Facharztes würde aus einer gemeinsamen Zuständigkeit ein neues Gebiet definiert, dass sich Methoden vieler einzelner Fachrichtungen bedient. Die Weiterbildung darin wird stets weniger tief und fundiert stattfinden, als es im eigentlichen Fachgebiet möglich ist. Aus Sicht der Befürworter wird dieser Fakt durch die große Breite aufgewogen.
Im Alltag würde dies bedeuten, dass die eigene fachliche Zuständigkeit der Notaufnahme an den Schnittstellen zu den weiterversorgenden Fachabteilungen klar abgegrenzt werden müsste. Es ist erforderlich sicherzustellen, dass die übernehmenden ExpertInnen auch in der Akutsituation bei den wesentlichen Weichenstellungen eingebunden werden und insbesondere auch die Indikation zur stationären Aufnahme in ihrer Fachabteilung stellen. Außerdem würden gegenseitige Erwartungsdefinitionen und klare Übergabekonzepte erforderlich sein, die je nach Dispositiv, übernehmender Fachrichtung oder regionalen Unterschieden erheblich divergieren werden.
Aus unserer Sicht müssten diese notwendigen Festlegungen zwingend auf Leitungsebene im Vorfeld erfolgen und dürften nicht dem Einzelfall überlassen bleiben. Wir möchten darauf hinweisen, dass diese Diskussionen und individuellen Festlegungen sehr aufwendig und hausspezifisch unterschiedlich sein würden. In jedem Fall müsste vermieden werden, dass Unklarheiten bei den Zuständigkeiten zu Reibungen im Ablauf der PatientInnenversorgung und zu Unsicherheiten oder Überforderungsgefühlen bei ÄrztInnen in Weiterbildung führen.
Insgesamt würde ein hoher Konsilbedarf bestehen, um eine entsprechende fachgerechte PatientInnenversorgung zu gewährleisten, da wesentliche Entscheidungen nicht von einem generalistischen „Facharzt für Notfallmedizin“ getroffen werden können.
Entscheidend ist aus unserer Sicht, dass in den kritischen Situationen die geeignet ausgebildeten ExpertInnen zusammenkommen und die Maßnahmen und Entscheidungen durch die SpezialistInnen verantwortet werden, die diese am kompetentesten beherrschen.

7. In der Breite der deutschen Versorgungslandschaft sind die aufgeführten Handlungskompetenzen nicht vollumfänglich in Notaufnahmen abgebildet und somit gegenwärtig dort auch nicht erlernbar

Im Gegensatz zur Zusatzweiterbildung „Klinische Akut- und Notfallmedizin“ (KLINAM), bei der wesentliche Kompetenzen vorher in den originären Facharztweiterbildungen erlernt und in die Notaufnahme transferiert werden, sieht das vorgelegte Curriculum vor, dass die medizinischen Grundkenntnisse der Weiterbildung überwiegend in der Notaufnahme erworben werden. Es ist beispielsweise auch der Erwerb von verschiedenen Handlungskompetenzen in ophthalmologischen, Hals-Nasen-Ohren-ärztlichen oder psychiatrischen Notfällen sowie das Erlernen des Polytraumamanagements, inklusive Leitung des Schockraumteams, vorgesehen. Als Weiterbildungsorte kämen somit überhaupt nur solche Zentren infrage, die diese Fachrichtungen vorhalten und regelhaft entsprechende Maßnahmen innerhalb der Notaufnahmeteams abbilden.
Die Strukturen in vielen deutschen Kliniken sehen aktuell keine eigenständige Versorgung von kritisch erkrankten und entsprechend vorversorgten PatientInnen in der Notaufnahme vor, sodass eine Tätigkeit in einer solchen Notaufnahme auch keinen fundierten Kompetenzerwerb sicherstellen kann.
Es stellt sich die Frage, ob mittelfristig überhaupt genügend geeignete Weiterbildungsplätze angeboten werden könnten und ob diese nicht a priori eingegrenzt werden müssten. Vor diesem Hintergrund ist der Vorschlag einer sofortigen Implementierung abwegig und primär eine verstärkte fachliche Entwicklung mittels der Zusatzweiterbildung KLINAM nötig.

8. Das Curriculum wird insbesondere der pädiatrischen Notfallversorgung nicht gerecht

Das Ziel einer bedarfsgerechten Versorgung für Kinder und Jugendliche muss eine fachärztlich-pädiatrische Behandlung sein. Die Vorteile einer pädiatrischen Versorgung für Kinder und Jugendliche auch in Notfallsituationen sind hinreichend belegt: Eine ärztliche pädiatrische Spezialisierung führt bei der Notfallversorgung zu geringerem Ressourceneinsatz, kürzeren Behandlungszeiten und höherer Leitlinienadhärenz [5, 14, 17]. Das nun vorgelegte Curriculum führt Lernziele auf, die sich explizit auf die pädiatrische Notfallversorgung beziehen. Diese sollen in der allgemeinen Notaufnahmeweiterbildung sowie während einer dreimonatigen Hospitation in der Kinder- und Jugendmedizin erworben werden. Der Anspruch des „Facharztes für Notfallmedizin“, auch der erste Ansprechpartner für den kindlichen Notfall zu sein, kann hiermit nicht erreicht werden.
Dass jede Notaufnahme die Erstversorgung von bestimmten kindlichen Notfällen leisten können sollte, ist hierbei unbestritten. Diese Notfallversorgung wird jedoch stets dem pädiatrischen Facharztstandard unterlegen sein, sodass eine schnellstmögliche Weiterleitung an eine geeignete Kinderklinik sinnvoll ist.
Zusätzlich bedarf es für die Versorgung des echten kindlichen Notfalls auch einer Anbindung an eine spezialisierte intensivmedizinische pädiatrische Versorgung. Um die Notwendigkeit dieser Weiterversorgung zu erkennen, ist eine große Erfahrung im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin zwingend notwendig. Eine Primärzuständigkeit der konservativen oder operativen Kinder- und Jugendmedizin wird durch das Alter des Patienten/der Patientin in aller Regel schnell offenbar. Der Mehrwert eines „Facharztes für Notfallmedizin“ für die Versorgung von pädiatrischen Patientinnen und Patienten ist daher nicht ersichtlich.

9. Die Interdisziplinarität bereichert die Notfallmedizin und sollte auch in der Notaufnahme nicht infrage gestellt werden

Die innerklinische Notfallmedizin wird als Konfluenz der weiterbehandelnden Fachrichtungen betrachtet. Der aktuelle Vorschlag versucht, eine Abgrenzung einer eigenen generalistischen Fachlichkeit von den sonstigen Fachrichtungen herzustellen (siehe Abb. 1). Dies führt dazu, dass die AutorInnen des DGINA-Vorschlags vorsehen, die Zusatzweiterbildung KLINAM nur parallel zur Implementierung des vorgeschlagenen Facharztes übergangsweise beizubehalten. Eine Abschaffung würde dazu führen, dass ein grundständig weitergebildeter Facharzt oder eine Fachärztin mit Interesse an der Qualifikation in der innerklinischen Notfallmedizin erschwerte Bedingungen vorfinden würde.
Abb. 1
Schematische Darstellung der Beziehung der innerklinischen Notfallmedizin zu Fachgebieten und Abteilungen im Krankenhaus, links im aktuellen Konzept einer Zusatzweiterbildung und rechts nach dem Vorschlag der DGINA (Deutsche Gesellschaft für Notfallmedizin)
Bild vergrößern
In internistischer, chirurgischer, neurologischer, pädiatrischer oder anästhesiologischer Facharztweiterbildung wird bereits ein hoher Anteil notfallmedizinisch relevanter Handlungskompetenz vermittelt. Dies wird sowohl in den theoretischen und praktischen Weiterbildungsinhalten als auch in der Ausgestaltung der Rotationen deutlich [3]. Die entsprechend interessierten FachärztInnen werden innerhalb von zwei Jahren zusätzlicher Weiterbildung in der Notaufnahme die bisher nicht beherrschten Aspekte der Notfallversorgung ausreichend erlernen. Die notfallmedizinische Handlungssicherheit würde dann insgesamt deutlich über dem Niveau von BerufsanfängerInnen nach fünfjähriger Weiterbildung zum „Facharzt für Notfallmedizin“ liegen. Das Beibehalten einer adäquaten Quereinstiegsoption für FachärztInnen etablierter Fachrichtungen in die innerklinische Notfallmedizin innerhalb von zwei Jahren ist aus unserer Sicht daher zwingend nötig.
AbsolventInnen einer Zusatzweiterbildung in der Notaufnahme, die zusätzlich detaillierte Kenntnisse eines einzelnen Fachgebiets besitzen, tragen wesentlich zur Qualität der PatientInnenversorgung bei und bereichern die Teams in der Notfallversorgung. Aufgrund der Komplexität und Vielfalt der Tätigkeit profitiert die innerklinische Notfallmedizin ganz besonders von der Perspektive und dem Skill-Set von FachärztInnen aus den akutmedizinischen Fachgruppen. Durch die Abschaffung eines direkten Qualifikationswegs dieser ExpertInnen in die innerklinische Notfallmedizin würde die Interdisziplinarität der Notfallmedizin gefährdet.

10. Die zukunftsfähige Weiterentwicklung der innerklinischen Notfallmedizin muss gemeinsam erfolgen

Die Notfallreform, die nun aktuell gesetzgeberisch erneut angegangen werden soll, wird fachübergreifend befürwortet [4]. Sie betont die zentrale Rolle, die die innerklinische Notfallmedizin bei der Bewältigung der zahlreichen aktuellen Herausforderungen für das Gesundheitssystem einnehmen muss.
Die Notaufnahme muss ihrer besonderen Rolle als Schnittstelle des stationären Krankenhausbetriebs zum ambulanten Versorgungssystem und zu den sich weiterentwickelnden rettungsdienstlichen Strukturen gerecht werden. Auch macht die steigende Komplexität und zunehmende Spezialisierung der stationären Medizin eine interdisziplinäre und professionelle Struktur für die Erstbehandlung nötig. Diese muss kontinuierlich evaluiert, angepasst und optimiert werden. Zusätzlich ist die erhöhte Ambulantisierung in einigen Bereichen, bei gleichzeitig bestehender Ressourcenknappheit, eine relevante Herausforderung.
Für einen langfristigen Erfolg und eine tatsächliche Steigerung der Versorgungsqualität für die PatientInnen ist es wichtig, verschiedene Blickwinkel konstruktiv einzubringen. Nachhaltige Verbesserungen können nur im Rahmen von interdisziplinärer Zusammenarbeit entwickelt werden. Dabei ist eine inhaltliche, konstruktive Diskussion mit dem Fokus auf die tatsächlichen Bedarfe und die realistisch umsetzbaren Möglichkeiten unbedingt nötig.

Fazit

Das von der DGINA (Deutsche Gesellschaft für Notfallmedizin) vorgelegte Curriculum stellt erstmalig eine Diskussionsgrundlage für eine Weiterbildung zum „Facharzt für Notfallmedizin“ dar, die überwiegend in der Notaufnahme stattfinden soll. Wir begrüßen, dass hierbei auch die Young DGINA eine Perspektive einbringen konnte, müssen jedoch aus Sicht unserer Nachwuchsorganisationen feststellen, dass das vorgelegte Curriculum erhebliche Unwägbarkeiten aufweist und nicht umsetzbar ist.
In der Mehrzahl der Notaufnahmen sind nicht alle im Curriculum erwähnten Handlungskompetenzen vorhanden und können somit auch nicht in hoher Qualität aus- bzw. weitergebildet werden. Die vorgeschlagenen kurzen Hospitationsabschnitte in einzelnen Fachgebieten können ebenfalls keinen ausreichenden Kompetenzerwerb ermöglichen und werfen zusätzlich erhebliche Fragen zur Finanzierung und konkreten Organisation bzw. Umsetzung auf. Der Umfang vieler der vorgelegten Kompetenzen ist unrealistisch groß und kann nicht mit dem Facharztstandard der jeweiligen Fachrichtung verglichen werden. Für eine optimal kompetente PatientInnenversorgung ist jedoch die krankheitsspezifische Gewährleistung des jeweiligen Facharztstandards erforderlich. Es bleibt daher die Frage, ob die originären Handlungsfelder der „Fachärzte für Notfallmedizin“ nach dem vorgelegten Curriculum einen nachhaltigen patientInnenzentrierten Mehrwert und eine attraktive Arbeitsumgebung bieten würden.
Bisher wurde die innerklinische Akut- und Notfallmedizin in zwei weiteren Weiterbildungsjahren nach Abschluss einer grundständigen Facharztweiterbildung vermittelt. Die vorgeschlagene Abschaffung der Möglichkeit eines solchen Quereinstiegs würde die Notfallmedizin ihres interdisziplinären Potenzials berauben. Eine gemeinsame akademische und organisatorische Weiterentwicklung der innerklinischen Notfallversorgung ist unbedingt wünschenswert und sollte im konstruktiven Dialog erfolgen.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

D. Josuttis, C. Becker, C. Beuker, L. Jahnke, J.-L. Kerth, V. Lieftüchter, I. Meyer, J.H.A. Piel, J. Sembill, A. Spieckermann, C. Weber und J. Soler Wenglein geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die nicht-kommerzielle Nutzung, Vervielfältigung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die Lizenz gibt Ihnen nicht das Recht, bearbeitete oder sonst wie umgestaltete Fassungen dieses Werkes zu verbreiten oder öffentlich wiederzugeben. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Download
Titel
Interdisziplinäre Notfallmedizin erhalten!
Kommentar zum vorgeschlagenen Curriculum für einen „Facharzt für Notfallmedizin“
Verfasst von
David Josuttis
Christian Becker
Carolin Beuker
Louisa Jahnke
Janna-Lina Kerth
Victoria Lieftüchter
Irmengard Meyer
Johannes Heinrich Alexander Piel
Jochen Sembill
Aileen Spieckermann
Constanze Weber
Janina Soler Wenglein
Publikationsdatum
06.09.2025
Verlag
Springer Medizin
Schlagwort
Notfallmedizin
Erschienen in
Notfall + Rettungsmedizin / Ausgabe 7/2025
Print ISSN: 1434-6222
Elektronische ISSN: 1436-0578
DOI
https://doi.org/10.1007/s10049-025-01630-4
1.
Zurück zum Zitat Bathe J, Häske D, Savinsky G, Jacob M (2024) DIVI-Positionspapier Rettungsdienst 2030: Strategien für eine nachhaltige präklinische Notfallversorgung. Notfall Rettungsmed. https://doi.org/10.1007/s10049-024-01440-0CrossRef
2.
Zurück zum Zitat Boehringer Ingelheim (2024) Fachinformation. Actilyse
3.
Zurück zum Zitat Bundesärztekammer (2023) Musterweiterbildungsordnung 2018
4.
Zurück zum Zitat Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands (BAND), Deutsche Arbeitsgemeinschaft Krankenhaus Einsatzplanung (DAKEP), Sektion Notfallmedizin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) et al (2025) Positionspapier 10 Punkte zur Verbesserung der Notfall- und Katastrophenversorgung im deutschen Gesundheitswesen
5.
Zurück zum Zitat Chang Y‑C, Ng C‑J, Chen Y‑C et al (2010) Practice variation in the management for nontraumatic pediatric patients in the ED. Am J Emerg Med 28:275–283. https://doi.org/10.1016/j.ajem.2008.11.021CrossRefPubMed
6.
Zurück zum Zitat Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (2024) Die internistische Akut- und Notfallmedizin als Common Link der internistischen Schwerpunktfächer
7.
Zurück zum Zitat Fandler M, Lorenz J, Wolff J et al (2025) Facharztweiterbildung Notfallmedizin: Entwicklung eines umfassenden Weiterbildungs-Curriculums. Notfall Rettungsmed. https://doi.org/10.1007/s10049-025-01540-5CrossRef
8.
Zurück zum Zitat Gräsner B, Wurmb et al (2024) Die Zukunft der Notfallmedizin gestalten – aus Sicht von DGAI und BDA. Anästh Intensivmed 65:V142–V147
9.
Zurück zum Zitat LaMonte MP, Bahouth MN, Magder LS et al (2009) A Regional System of Stroke Care Provides Thrombolytic Outcomes Comparable With the NINDS Stroke Trial. Ann Emerg Med 54:319–327. https://doi.org/10.1016/j.annemergmed.2008.09.022CrossRefPubMed
10.
Zurück zum Zitat Mitchell JB, Ballard DJ, Whisnant JP et al (1996) What role do neurologists play in determining the costs and outcomes of stroke patients? Stroke 27:1937–1943. https://doi.org/10.1161/01.str.27.11.1937CrossRefPubMed
11.
Zurück zum Zitat Nathaniel TI, Gainey J, Blum B et al (2018) Clinical Risk Factors in Thrombolysis therapy: Telestroke Versus Nontelestroke. J Stroke Cerebrovasc Dis 27:2524–2533. https://doi.org/10.1016/j.jstrokecerebrovasdis.2018.05.012CrossRefPubMed
12.
Zurück zum Zitat Pope JV, Edlow JA (2012) Avoiding Misdiagnosis in Patients with Neurological Emergencies. Emerg Med Int 2012:1–10. https://doi.org/10.1155/2012/949275CrossRef
13.
Zurück zum Zitat Prendes CF, Rantner B, Hamwi T et al (2024) Burden of Stroke in Europe: An Analysis of the Global Burden of Disease Study Findings From 2010 to 2019. Stroke. https://doi.org/10.1161/STROKEAHA.122.042022CrossRefPubMed
14.
Zurück zum Zitat Seow V‑K, Lin AC‑M, Lin I‑Y et al (2007) Comparing different patterns for managing febrile children in the ED between emergency and pediatric physicians: impact on patient outcome. Am J Emerg Med 25:1004–1008. https://doi.org/10.1016/j.ajem.2007.03.001CrossRefPubMed
15.
Zurück zum Zitat Stroke Alliance for Europe (2017) The Burden of Stroke in Europa—SAFE Recommendations
16.
Zurück zum Zitat Thomson RG, De Brún A, Flynn D et al (2017) Factors that influence variation in clinical decision-making about thrombolysis in the treatment of acute ischaemic stroke: results of a discrete choice experiment. Health Serv Deliv Res 5:1–116. https://doi.org/10.3310/hsdr05040CrossRef
17.
Zurück zum Zitat Weiner SG, Ruffing RP, Barnewolt BA (2012) A Comparison of Resource Utilization Between Emergency Physicians and Pediatric Emergency Physicians. Pediatr Emer Care 28:869–872. https://doi.org/10.1097/PEC.0b013e31826763bcCrossRef
18.
Zurück zum Zitat Xian Y, Holloway RG, Chan PS et al (2011) Association between stroke center hospitalization for acute ischemic stroke and mortality. JAMA 305:373–380. https://doi.org/10.1001/jama.2011.22CrossRefPubMedPubMedCentral
19.
Zurück zum Zitat Zinkstok SM, Engelter ST, Gensicke H et al (2013) Safety of Thrombolysis in Stroke Mimics: Results From a Multicenter Cohort Study. Stroke 44:1080–1084. https://doi.org/10.1161/STROKEAHA.111.000126CrossRefPubMed

Neu im Fachgebiet AINS

Peripartale TVT: Antikoagulation wird zum Drahtseilakt

Tiefe Venenthrombosen (TVT) während der Geburt sind eine Seltenheit – und die Therapie heikel. Die Balance zu finden zwischen Antikoagulation und Blutungsrisiko ist in der peripartalen Periode besonders schwierig. Das musste auch ein gynäkologisches Team aus den USA erfahren.

Opioidvergiftung: Vom Arzneischrank in den Kindermund

Wenn opioidhaltige Medikamente im Haushalt frei zugänglich sind, erhöht das die Gefahr, dass sich ein Kind daran vergiftet. Forschende aus Dänemark haben diesen Zusammenhang nachgewiesen und fordern, die Eltern besser aufzuklären.

Funktionelle Bauchschmerzen: Hier gibt's Wissen per Mausklick

Ein Team führender Fachleute aus der Kinder-Gastroenterologie hat eine Informationsplattform zu funktionellen Bauchschmerzen entwickelt. Der Nutzen dieses Angebots für die Kinder, Jugendlichen und deren Eltern wurde nun im Rahmen einer randomisierten kontrollierten Studie untersucht.

High-Flow-Sauerstoff senkt nicht Mortalität, aber Intubationsrate

Erhalten Menschen mit einer hypoxämischen respiratorischen Insuffizienz High-Flow-Sauerstoff über eine Nasenkanüle, senkt das im Vergleich zu einer Standard-Sauerstoff-Therapie zwar nicht die Sterberate, führt aber zu weniger Intubationen. Und allein das dürfte schon ein Vorteil sein.

Update AINS

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Pflegepersonal spritzt ein Antikoagulanz/© Kiryl Lis / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Kleinkind nimmt Tabletten aus Schublade/© Андрей Журавлев / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Tochter und Mutter am Smartphone/© Urheber / Agentur (Symbolbild mit Fotomodell), Nasale High-flow-Therapie /© toa555 / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)