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Die Intensiv- und Notfallmedizin in der internistischen Weiterbildung

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Zusammenfassung

Die Intensiv- und Notfallmedizin besitzt einen herausragenden Stellenwert für die Behandlung von akuten und schweren internistischen Erkrankungen. In Zeiten einer zunehmend auf einzelne Organsysteme oder Krankheitsbilder fokussierten Schwerpunktbildung in der Inneren Medizin besitzt die Intensiv- und Notfallmedizin im Rahmen der Weiterbildung eine wichtige Bedeutung bei der Vermittlung breiter allgemein-internistischer Kenntnisse. Zudem kann besonders in diesen Ausbildungsabschnitten eine Vielzahl der in der Weiterbildungsordnung geforderten diagnostischen und therapeutischen Fertigkeiten erworben werden. Die neue Weiterbildungsordnung von 2018 schreibt daher für die internistische Weiterbildung eine Rotation auf die Intensivstation und in die Notaufnahme von jeweils mindestens 6 Monaten vor. Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) fordert die Landesärztekammern auf, auch längere Rotationsdauern in diese beiden Bereiche anzuerkennen, im Rahmen der Weiterbildung zum Internisten ohne Schwerpunktbezeichnung beispielsweise für jeweils 15 Monate. Nach Erwerb einer Zusatzweiterbildung in Intensivmedizin oder der neu eingeführten Zusatzweiterbildung „Klinische Akut- und Notfallmedizin“ wären diese Internisten optimal qualifiziert für dringend benötigte Leitungsfunktionen und hätten auch eine bessere Perspektive für eine wissenschaftliche Arbeit in diesen Bereichen. Parallel sollte auch der Erwerb dieser Zusatzweiterbildungen durch Internisten mit anderen Schwerpunkten gefördert werden.
Titel
Die Intensiv- und Notfallmedizin in der internistischen Weiterbildung
Verfasst von
Prof. Dr. med. R. Riessen
H.-J. Busch
S. John
Publikationsdatum
24.08.2020
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin / Ausgabe 6/2020
Print ISSN: 2193-6218
Elektronische ISSN: 2193-6226
DOI
https://doi.org/10.1007/s00063-020-00715-x
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