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Interdisziplinäre und interprofessionelle Kommunikation im Team

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Bei der Behandlung kritisch kranker Patient*innen stellt eine professionelle Kommunikation aufgrund der Akuität, des hohen zeitlichen und psychischen Drucks sowie wechselnder personeller Konstellationen verschiedener Berufsgruppen eine besondere Herausforderung dar.

Ziel der Arbeit

Das Ziel ist eine Darstellung der Bedeutung und aktueller Entwicklungen der interdisziplinären und interprofessionellen Kommunikation in der Intensiv- und Notfallmedizin im Rahmen einer narrativen Übersichtsarbeit anhand der aktuellen Literatur.

Ergebnisse

Eine effektive Kommunikation spielt in der Intensiv- und Notfallmedizin eine zentrale Rolle. Dies gilt sowohl für die Qualität der Patient*innenversorgung als auch für die Arbeitszufriedenheit und psychische Gesundheit des Behandlungsteams. Dabei treten die häufigsten Konflikte zwischen ärztlichem und pflegerischem Personal auf und betreffen insbesondere Diskussionen bezüglich Prognose und Entscheidungen am Lebensende. Einfache strukturelle Maßnahmen, wie regelmäßige Teambesprechungen und Schulung kommunikativer Kompetenzen, stellen geeignete Maßnahmen dar, um die Kommunikation gezielt zu verbessern. Aktuell sind diese Maßnahmen in klinischem Alltag und Forschung jedoch zumeist deutlich unterrepräsentiert.

Diskussion

Auch wenn die Bedeutung interprofessioneller und interdisziplinärer Kommunikation für die Versorgungsqualität und die Arbeitsbelastung zunehmend erkannt wird, wird diesem Thema im klinischen Alltag zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dies gilt insbesondere in der Intensiv- und Notfallmedizin, die fachbedingt immens von gezielten Maßnahmen zur Verbesserung der Kommunikation profitieren kann.
Titel
Interdisziplinäre und interprofessionelle Kommunikation im Team
Verfasst von
PD Dr. Boris Böll
Jan-Hendrik Naendrup
Eyleen Reifarth
Jorge Garcia Borrega
Publikationsdatum
05.09.2022
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin / Ausgabe 8/2022
Print ISSN: 2193-6218
Elektronische ISSN: 2193-6226
DOI
https://doi.org/10.1007/s00063-022-00955-z
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