Zum Inhalt

Multimediale Schulung von Rettungsfachpersonal

Evaluation eines Fortbildungsprogramms „Psychiatrische Notfälle“

Erschienen in:

Zusammenfassung

Ziel

Das Rettungsdienstfachpersonal wird häufig mit psychiatrischen Notfällen konfrontiert, ist dafür jedoch nicht gut ausgebildet und oft überfordert. Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, ob und wie durch multisensorisches Lernen die Lerneffekte in der Aus-, Fort- und Weiterbildung zu psychiatrischen Notfällen für das Rettungsdienstfachpersonal verbessert werden können.

Methode

Teilnahme an einem multimodalen, multimedialen Fortbildungsprogramm mit Videokasuistiken und anschließender Fragebogenevaluation.

Ergebnisse

135 Rettungsdienstmitarbeiter beurteilten den Lernerfolg für alle erfragten Kriterien in ca. 75 % als „eher hoch“ oder „sehr hoch“. Insbesondere im Vergleich zur klassischen Fortbildung oder zum Selbststudium bewerteten fast 85 % der Teilnehmer den Lernerfolg als „eher hoch“ oder „sehr hoch“.

Schlussfolgerung

Die Fortbildung findet ein hohes Maß an Zustimmung. Anhand von Videokasuistiken können Lerninhalte effektiver und praxisbezogener vermittelt werden. Hierdurch können Mitarbeiter des nichtärztlichen Rettungsdienstes ein größeres Verständnis für psychiatrische Notfälle entwickeln.
Titel
Multimediale Schulung von Rettungsfachpersonal
Evaluation eines Fortbildungsprogramms „Psychiatrische Notfälle“
Verfasst von
F. Bischof
P. Flüchter
F.‑G. B. Pajonk
Publikationsdatum
08.07.2016
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Notfall + Rettungsmedizin / Ausgabe 1/2017
Print ISSN: 1434-6222
Elektronische ISSN: 1436-0578
DOI
https://doi.org/10.1007/s10049-016-0201-6
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Neu im Fachgebiet AINS

Beinödem unter Gabapentin: Verschreibungskaskade stoppen!

Ein Patient entwickelt unter Gabapentin ein Beinödem – und bekommt deshalb ein Schleifendiuretikum verschrieben. Welche Folgen diese offenbar häufig anzutreffende Verschreibungskaskade haben kann, gerade bei Senioren, legt ein US-Team dar. Das Studiendesign gibt allerdings Anlass zur Kritik.

So häufig versagen arterielle Katheter auf Intensivstationen

Dass die intensivmedizinische Versorgung mit einem peripheren arteriellen Katheter mit diversen Komplikationen einhergehen kann, belegt eine Metaanalyse mit aktuellen Zahlen. Der Verzicht auf diese Maßnahme scheint in einigen Fällen zumindest kein Nachteil zu sein – wie eine andere Studie ergeben hat.



Maßnahmenmix schützt die Niere nach der Op.

Ergebnisse einer großen multizentrischen Studie aus Europa sprechen dafür, dass die Implementierung des sogenannten KDIGO-Bündels das postoperative Risiko für moderate bis schwere akute Nierenschädigungen bei Risikopersonen senken kann. 

Negativer D-Dimer-Test trotz akuter Lungenembolie

Wie wichtig in der Lungenembolie-Diagnostik die gründliche klinische Beurteilung ist, illustriert der Fall einer 69-Jährigen: Ihre Lungenembolie wäre mittels Wells-Score und D-Dimer-Test nicht entdeckt worden.

Update AINS

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Ärztin im Gespräch mit älterem Patienten/© fizkes / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Legen eines arteriellen Katheters im OP/© beerkoff / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Tropf im OP/© kadmy / Getty Images / iStock, Patientin und Arzt im Gespräch/© Guillem de Balanzó / stock.adobe.com