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08.09.2016 | NSCLC | Industrieforum | Ausgabe 9/2016

Im Fokus Onkologie 9/2016

NSCLC: PD-L1-Testung — prädiktiv und praxisnah

Zeitschrift:
Im Fokus Onkologie > Ausgabe 9/2016
Autor:
Ulrike Hafner
_ Wie die Ergebnisse der Studien KEYNOTE-001 und KEYNOTE-010 zeigen, korreliert die Ansprechrate auf eine Pembrolizumab-Therapie bei Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) mit der Expression von PD-L1 („programmed cell death-ligand 1“) auf den Tumorzellen [Garon EB et al. N Engl J Med. 2015;372(21):2018–28; Herbst RS et al. Lancet. 2016;387(10027): 1540–50]. Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC und PD-L1-Expression wurden mit 2 mg/kg Körpergewicht [KG] (n = 345) bzw. 10 mg/kg KG Pembrolizumab (Keytruda®) (n = 346) oder mit 75 mg/m 2 Körperoberfläche Docetaxel (n = 343) behandelt. Unter der Pembrolizumab-Therapie überlebten die Patienten deutlich länger als unter der Docetaxel-Therapie (median 10,4 Monate, 95 %-Konfidenzintervall [95 %-KI], 9,4–11,9 bzw. 12,7 Monate, 95 %-KI 10,0–17,3 vs. 8,5 Monate, 95 %-KI 7,5–9,8). NSCLC-Patienten mit einer PD-L1-Expression auf ≥ 50 % der Tumorzellen überlebten median 14,9 Monate unter 2 mg/kg KG Pembrolizumab, 17,3 Monate unter 10 mg/kg KG Pembrolizumab und 8,2 Monate unter Docetaxel. Wie Christian Grohé, Berlin, erläuterte, sollte eine PD-L1-Testung bereits vor der First-Line-Therapie erfolgen, um NSCLC-Patienten mit einer hohen PD-L1-Expression effektiv behandeln zu können. Wie die Ergebnisse der KEYNOTE-010-Studie zeigen, kann das zu untersuchende Material aus einem neuen oder einem archivierten Tumor-Sample entnommen werden [Herbst RS et al. Lancet. 2016;387(10027): 1540–50]. Tendenziell kann die PD-L1-Expression durch eine Vortherapie verringert werden [Garon EB et al. N Engl J Med. 2015;372(21):2018–28]. ...

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