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01.11.2016 | Industrieforum | Ausgabe 11/2016

DNP - Der Neurologe und Psychiater 11/2016

nVNS-Alternative bei Clusterkopfschmerz

Zeitschrift:
DNP - Der Neurologe & Psychiater > Ausgabe 11/2016
Autor:
Roland Fath
_ Reichen Medikamente zur Prophylaxe und Akuttherapie des Clusterkopfschmerzes (CK) nicht aus, kommen neuromodulatorische Verfahren infrage. Professor Andreas Straube, München, nannte als Medikamente der ersten Wahl zur Prävention Verapamil in hohen Dosierungen (mindestens drei- bis viermal täglich 80 mg), in der Akuttherapie Sumatriptan s. c. 90 % der Patienten sprächen innerhalb von 5 bis 20 Minuten darauf an; etwas langsamer wirke nasales Zolmitriptan. Chronisch therapierefraktäre Patienten sowie solche mit erheblichen Nebenwirkungen unter Therapie oder Kontraindikationen gegen Medikamente sind Kandidaten für die nicht invasive Vagusnervstimulation (nVNS). Gute Daten liegen für gammaCore® vor, einem handlichen Gerät zur nVNS am Hals. In einer vierwöchigen offenen Multicenterstudie bei 97 CK-Patienten wandte die Hälfte zusätzlich zur Standardtherapie zweimal täglich die nVNS an (jeweils drei zweiminütige Stimulationen im Abstand von 5 Minuten). Bei Bedarf konnten zur Akutbehandlung drei weitere nVNS-Dosen appliziert werden. Die Zahl der CK-Attacken pro Woche nahm in der Verumgruppe um 5,9, in der Kontrollgruppe nur um 2,1 (p – 0,02) ab, berichtete Privatdozentin Dr. Dagny Holle-Lee, Essen. 40 % der Patienten erreichten eine Reduktion der Attackenfrequenz um mindestens 50 % (bei alleiniger Standardtherapie nur 8,3 %; p < 0,001). Auch der Bedarf an Notfallmedikamenten konnte deutlich verringert werden. In der Extensionsphase der Studie (weitere vier Wochen) stieg die Responderrate auf fast 50 %. In der aktuellen DMGK-Leitlinie zu trigemino-autonomen Kopfschmerzen wird die nVNS bei CK als Option zur Attackenkupierung und zur Prophylaxe genannt. ...

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