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Gründe für den Wechsel auf Ofatumumab bei MS

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Auszug

Angesichts des mittlerweile breiten Spektrums an krankheitsmodifizierenden Therapien (disease-modifying therapies, DMT) bei Multipler Sklerose (MS) gestaltet sich die Suche nach der optimalen Behandlung herausfordernd. In der prospektiven, nicht interventionellen Studie KAIROS wurden Gründe untersucht, weshalb Erkrankte mit schubförmig-remittierender MS im Praxisalltag von anderen DMT auf den Anti-CD20-Antikörper Ofatumumab (Kesimpta®) wechseln. Rund 300 MS-Betroffene wurden in die Studie eingeschlossen, alle waren vorher von jeglicher DMT auf Ofatumumab umgestellt worden. Für 168 Studienteilnehmende wurden bei einer Interimsanalyse Gründe für die Umstellung evaluiert [Bischof F et al. ECTRIMS-ACTRIMS Meeting. 2023; Poster P1590]. Der Großteil (44 %) wechselte zu Ofatumumab aufgrund ungenügender Wirksamkeit vorheriger DMT. Dabei waren MRT-Aktivität (31,5 %) und Rückfallquote (29,8 %) die wichtigsten Indikatoren für eine mangelnde Wirksamkeit. Besonders hoch war der Anteil jener, die wegen ungenügender Wirksamkeit wechselten, mit 62 % in der Subgruppe derer, die zuvor eine niedrig wirksame DMT erhalten hatten. 15,5 % wechselten wegen Sicherheitsbedenken bei der vorherigen DMT, einschließlich Langzeiteffekten und/oder neuer Laborbefunde. Bei 15,5 % gab eine Unverträglichkeit den Ausschlag, Behandelnde spielten nur in 4,8 % der Fälle eine zentrale Rolle, etwa aus Gründen der Zweckmäßigkeit oder Wirtschaftlichkeit. …
Titel
Gründe für den Wechsel auf Ofatumumab bei MS
Verfasst von
Redaktion Facharztmagazine
Publikationsdatum
03.06.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
DNP – Die Neurologie & Psychiatrie / Ausgabe 3/2024
Print ISSN: 2731-8168
Elektronische ISSN: 2731-8176
DOI
https://doi.org/10.1007/s15202-024-6253-4

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