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Offene Zukunftsfragen

  • 09.04.2013
  • Editorial
Erschienen in:

Auszug

Unlängst hat die DGHO eine Studie zum zukünftigen Versorgungsbedarf in der Onkologie vorgestellt (http://www.dgho.de). Für das Jahr 2020 wird ein Anstieg der Anzahl der Neuerkrankungen um 16% vorhergesagt. Der Bedarf an onkologisch spezialisierten Ärztinnen und Ärzten wird zunehmen. Ein großer Teil des zusätzlichen Bedarfs wird im ambulanten Sektor entstehen. Meines Erachtens sollte diese wichtige Studie Ausgangspunkt sein, noch vertiefter über die zukünftige onkologische Versorgung nachzudenken. Können wir mit den jetzt in Weiterbildung befindlichen Onkologen den Bedarf decken? Wie müssen die Weiterbildungsinhalte für diese zukünftigen Onkologen sein? Sind unsere stationären und ambulanten Versorgungsstrukturen, die sich besonders im ambulanten Bereich in einem rasanten Wandel befinden, gut genug aufgestellt? Oder müssen wir auch unter dem Aspekt der Arbeits- und Lebensvorstellungen unserer jungen Kolleginnen und Kollegen über neue Formen der Berufsausübung nachdenken? Das alles sind Fragen, die wir beantworten sollten, um die Onkologie auch im Wettbewerb um qualifizierten Nachwuchs attraktiv zu halten und so gleichzeitig den zukünftigen Bedarf in der onkologischen Versorgung ohne Abstriche an der Qualität für alle Patienten zu gewährleisten. …
Titel
Offene Zukunftsfragen
Publikationsdatum
09.04.2013
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
best practice onkologie / Ausgabe 2/2013
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559
DOI
https://doi.org/10.1007/s11654-013-0045-1

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Bildnachweise
Ältere Dame hält Tabletten und Packungsbeilage in den Händen/© Vladimir Vladimirov / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell)