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Patient-Reported Outcomes (PROs) ermöglichen die systematische und patientenzentrierte Erfassung von Symptomen, Nebenwirkungen und Lebensqualität. Neben dem Einsatz in klinischen Studien gewinnen sie auch in der onkologischen Versorgung zunehmend an Bedeutung. Ihr systematischer Einsatz stellt in der klinischen Praxis dennoch noch die Ausnahme dar.
Ziel
Dieser Beitrag soll anhand von Implementierungsbeispielen Herausforderungen und Lösungsansätze für die elektronische Erfassung von PROs (ePROs) in der onkologischen Praxis aufzeigen.
Material und Methoden
Fünf narrative Beispiele aus den Tirol Kliniken/der Medizinische Universität in Innsbruck, Österreich aus diversen onkologischen Disziplinen zeigen exemplarisch den Umgang mit bekannten Herausforderungen, wie der Akzeptanz und Motivation des Gesundheitspersonals.
Ergebnisse
Zunächst wurden ePROs in allen Abteilungen erfolgreich erprobt, wobei verschiedene disziplinspezifische Lösungen entwickelt wurden, und sie sind teilweise seit mehreren Jahren fest in die klinische Routine eingebunden. Einen zentralen Erfolgsfaktor stellt hier die Kombination aus strategischer Top-down-Unterstützung und der zugleich praxisnahen, bereichsspezifischen Bottom-up-Umsetzung durch engagierte Fachbereiche dar. Die Beispiele zeigen, dass ePROs sowohl bei erwachsenen als auch pädiatrischen Patient:innen in unterschiedliche klinische Abläufe integrierbar sind.
Diskussion
An den Tirol Kliniken/der Medizinischen Universität Innsbruck wurden ePROs erfolgreich in verschiedenen Fachbereichen implementiert und verbessern durch patientenzentrierte Symptomerfassung, frühzeitige Komplikationserkennung und bessere Kommunikation die onkologische Versorgung.
Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Die Erfassung von Patient-Reported Outcomes (PROs) gewinnt in der onkologischen Versorgung zunehmend an Bedeutung, da sie eine systematische und patientenzentrierte Bewertung und Erfassung von Symptomen, Nebenwirkungen und der Lebensqualität der Patien:innen ermöglichen. In der klinisch-onkologischen Praxis stellt der systematische Einsatz von PROs nach wie vor die Ausnahme dar. Nichtsdestotrotz bietet insbesondere deren elektronische Erfassung (ePROs) ein großes Potenzial zur Verbesserung der Versorgungsqualität. Der Beitrag beleuchtet Herausforderungen, Lösungsansätze und Beispiele aus den Tirol Kliniken/der Medizinische Universität in Innsbruck, Österreich.
Hintergrund
PROs haben sich als wertvolles Instrument zur Verbesserung der onkologischen Versorgung etabliert, da sie eine patientenzentrierte und standardisierte Erfassung von Symptomen und der Lebensqualität ermöglichen und die frühzeitige Erkennung erkrankungsspezifischer oder therapieassoziierter Belastungen fördern. Darüber hinaus ermöglichen sie eine fokussierte Kommunikation mit Patient:innen [2, 3, 24]. So können zum Beispiel Krankenhausaufenthalte vermieden, die Lebensqualität von Patient:innen verbessert und im Idealfall sogar die Überlebenszeit verlängert werden [2‐4, 17, 24]. Dementsprechend empfiehlt auch die European Society for Medical Oncology (ESMO) die routinemäßige Erfassung von PROs in der klinischen Praxis und hebt dabei insbesondere die Bedeutung elektronischer PRO-Erhebungen (ePROs) hervor [9].
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Diese elektronische Verfahren – meist als ePRO bezeichnet – haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen [12]. Digitale Plattformen bieten eine effiziente und skalierbare Möglichkeit, PRO-Daten systematisch zu erfassen, zu speichern und in Echtzeit im klinischen Alltag nutzbar zu machen. Verglichen mit traditionellen papierbasierten Methoden ermöglichen ePROs eine standardisierte Erfassung und Erhebungen in Echtzeit, können fehlende Daten verringern und insgesamt die Zufriedenheit der Patient:innen erhöhen [17, 24].
Trotz der genannten Vorteile stellt eine nachhaltige Implementierung von ePROs in klinische Routineabläufe weiterhin eine Herausforderung dar [5, 22]. Eine europäische Umfrage innerhalb der European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC) zeigt zuletzt, dass Mediziner:innen zwar die Vorteile von ePROs in der klinischen Routine erkennen, aber dass eine regelmäßige Nutzung in der Praxis nach wie vor die Ausnahme darstellt [15].
Im weiteren Verlauf werden zentrale Herausforderungen, mögliche Lösungsansätze sowie konkrete Implementierungsbeispiele von den Tirol Kliniken/der Medizinische Universität Innsbruck vorgestellt.
Herausforderungen bei der Implementierung
Die Einführung von (e)PROs in die onkologische Routine steht vor mehreren wesentlichen Herausforderungen, welche sich auf Patient:innen‑, Kliniker:innen‑, Administrations- und Systemebene verorten lassen [6, 13, 23].
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Die Erhebung von ePROs setzt eine adäquate digitale Infrastruktur voraus
Auf Administrations- und Systemebene sind digitale Barrieren und die vorhandene Infrastruktur wichtige Aspekte. Die Erhebung von ePROs setzt eine adäquate digitale Infrastruktur voraus, die auch eine Verknüpfung mit Krankenhausinformationssystemen ermöglicht, welche in vielen medizinischen Einrichtungen noch nicht ausreichend vorhanden ist [23]. Hinzu kommen Bedenken bezüglich des Datenschutzes und der Datensicherheit, für die adäquate Konzepte gefunden werden müssen. Zudem benötigen Patient:innen die nötigen digitalen Kompetenzen, um ePROs nutzen zu können, was ggf. entsprechende Schulungen oder Unterstützung erfordert [23, 26]. Akzeptanz von PROs bei Patient:innen und medizinischem Fachpersonal ist ebenfalls entscheidend für den Erfolg der Implementierung. Patient:innen könnten PROs als zusätzlichen Aufwand empfinden oder durch die wiederholte Befragung an ihre Erkrankung erinnert werden. Auf Seite der Behandelnden besteht mitunter Skepsis hinsichtlich des Nutzens von PROs oder die Befürchtung, dass deren Nutzung den Arbeitsaufwand erhöht [13, 15].
Implementierungsbeispiele und Lösungsansätze
Um die beschriebenen Herausforderungen zu bewältigen und langfristigen und nachhaltigen Erfolg zu gewährleisten, empfehlen wir grundsätzlich die Anwendung etablierter methodischer Vorgehensweisen, Stichwort: „Implementation Science“ [25, 30, 31], und internationaler Leitfäden (beispielsweise des PROTEUS Konsortiums: [6]). Des Weiteren zeigen die folgenden 5 Beispiele exemplarisch, wie in verschiedensten onkologischen Disziplinen mit den beschriebenen Herausforderungen umgegangen werden kann.
An den Tirol Kliniken/der Medizinischen Universität Innsbruck, einem Krankenhaus mit rund 1600 Betten und onkologischem Versorgungs- und Forschungsschwerpunkt, entwickelten sich ursprünglich als Einzelprojekte gestartete ePRO-Implementierungen in verschiedenen Fachbereichen im Laufe der Zeit zu einem umfassenden Konzept: dem Aufbau eines klinikweiten Patientenportals, das schrittweise auf das gesamte Universitätsklinikum ausgeweitet wird.
Als Software wird dabei auf CHES (Computer-based Health Evaluation System) zurückgegriffen, das von der Firma Evaluation Software Development (www.ches.pro) in Innsbruck entwickelt wurde (Abb. 1). Die Applikation bietet ein modulares Patientenportal mit verschiedensten Funktionen wie ePRO-Erhebung, Patientenselbstmanagement (Abb. 2), Informationsmaterial, Selbstanamnese, Videokonferenz, Befundupload. Die PRO-Daten werden sowohl in der Behandleransicht als auch in der Patientenapplikation (App) grafisch dargestellt (Abb. 3). Das Modul zur Generierung von Alerts ist als Medizinprodukt der Klasse 2a zertifiziert.
Zur Implementierung des Portals, dessen Herzstück die ePRO-Erhebungen darstellen, wird ein kombinierter Bottom-up- und Top-down-Ansatz verfolgt. Interessierte Abteilungen und klinische Fachbereiche können ihre Umsetzungsideen und -wünsche einbringen, die anschließend von einem interdisziplinären Team aus PRO-Experten, IT-Spezialisten, der Rechtsabteilung sowie klinischen Fachkräften gemeinsam geprüft und umgesetzt werden. Der gesamte Prozess wird durch die Abteilung für Qualitätsmanagement des Klinikums begleitet und vom Vorstand aktiv unterstützt. Diese Kombination ist unserer Meinung nach ein zentraler Erfolgsfaktor der hier vorgestellten Umsetzungen.
Vom klinischen Register zur klinischen Routine: ePROs in der hämatologischen Ambulanz
An der hämatologisch-onkologischen Ambulanz entwickelte sich die ePRO-Implementierung aus dem Austrian Myeloma Registry, in das bereits frühzeitig PROs integriert wurden. Erste PRO-Erhebungen erfolgten bereits 2013 im Rahmen der Registerforschung. Aufgrund der positiven Rückmeldungen und der als klinisch relevant eingeschätzten Informationen wurden PROs schrittweise auch in die ambulante Routineversorgung integriert [32]. Seither erfolgt bei teilnehmenden Patient:innen bei jedem Ambulanztermin eine standardisierte Erhebung des EORTC QLQ-C30 [1] sowie eines tumorspezifischen Moduls. Seit 2017 wurde das Konzept durch die Einführung eines Patientenportals weiterentwickelt, das sowohl zur ePRO-Erhebung als auch zur strukturierten Bereitstellung von Informationen und Unterstützung außerhalb der Klinik dient. Eine systematische Evaluation mit über 120 Patient:innen bestätigte die hohe Akzeptanz und empfand das Portal als sinnvolle Ergänzung zur Betreuung [14]. Seit dem Start der PRO-Erhebungen auf der Ambulanz (Stand Juli 2025) wurden 555 Patient:innen rekrutiert, welche im Mittel 18 Erhebungszeitpunkte haben.
Im Jahr 2021 wurde mit dem Programm „SymOn“ die Implementierung um ein wöchentliches Symptom-Monitoring erweitert, welches Myelompatient:innen während der Therapie zusätzlich unterstützt und eine strukturierte, digitale Erhebung therapiebezogener Nebenwirkungen auch außerhalb der Klinik ermöglicht (Abb. 4; [16]). Bei auffälligen Symptomen wurden in der Anwendung Alarme für das Behandlungsteam ausgelöst, das anschließend klinische Maßnahmen einleiten konnte.
Abb. 4
ePRO-Implementierung an der hämatologisch-onkologischen Ambulanz
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Projekts war die persönliche Unterstützung durch geschulte Studienassistent:innen in allen Phasen der Implementierung, die Patient:innen bei der Nutzung begleiteten. Auch die Pflegekräfte als erste Anlaufstelle für auffällige Symptommeldungen bewährten sich als praktikabler und effektiver Teil des Systems. Besonders bei Patient:innen mit oraler Therapie oder langen Intervallen zwischen Visiten ermöglichte das digitale Monitoring eine engmaschige und reaktionsschnelle Versorgung.
Eine elektronische Symptomüberwachung ist in die Routineversorgung integrierbar
Insgesamt zeigt das Projekt, dass eine elektronische Symptomüberwachung in die Routineversorgung integrierbar ist. Im laufenden Betrieb können so derzeit über 50 ambulant behandelte Myelompatient:innen mit Hilfe des SymOn-Programms betreut werden (aktuell 54 Patient:innen mit durchschnittlich 105 Erhebungszeitpunkten). ePROs entfalten ihren vollen Nutzen, wenn die Angaben nicht nur erfasst, sondern aktiv in die Versorgung einbezogen werden und Patient:innen sich dadurch besser gehört und begleitet fühlen.
ePRO-basierte Therapie- und Nachsorgeüberwachung in der Radioonkologie
An der Universitätsklinik für Radioonkologie wurde zunächst ein Pilotprojekt mit Patienten mit Prostatakarzinom gestartet. Ziel des Projektes ist einerseits, unmittelbar das Symptommonitoring und Nebenwirkungsmanagement in der klinischen Routine zu verbessern und andererseits mittelfristig auch ambulante Nachkontrollen bei Patienten ohne Beeinträchtigungen einsparen zu können.
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Die erste Implementierung erfolgte 2023 im Rahmen einer prospektiven Beobachtungsstudie mit 40 konsekutiv eingeschlossenen Patienten [33]. Beim Erstkontakt erhielten sie Zugangsdaten zum CHES ePRO-Portal (Abb. 4), das neben Fragebögen auch Informationen zur Klinik, Behandlung und zum Selbstmanagement zur Verfügung stellt.
Die ePRO-Erhebungen erfolgten vor Beginn der Radiotherapie, regelmäßig während der Behandlung (abhängig vom Fraktionierungsschema wöchentlich oder zweiwöchentlich), zum Abschluss der Bestrahlung, 6 Wochen danach sowie jährlich zur Nachsorge.
Die Auswahl der eingesetzten Fragebögen traf ein multiprofessionelles Team aus Radioonkolog:innen und PRO-Experten. Vor Beginn der Therapie sowie in der Nachsorge wurden der EORTC QLQ-C30 [1], der EPIC-26 [28] und das Hornheider Screening Instrument [27] eingesetzt. Für die regelmäßigen Erhebungen während der Radiotherapie wurde eine symptomfokussierte Kurzversion der Fragebögen verwendet, um die Belastung für die Patienten gering zu halten. Abhängig vom individuellen Score erhielten die Patienten automatisierte Hinweise zum Selbstmanagement. Alle beteiligten Berufsgruppen wurden über standardisierte Verfahrensanweisungen geschult, ein ärztlicher Ansprechpartner stand bereit.
Die Rücklaufquote in der prospektiven Beobachtungsstudie lag insgesamt bei 87,2 %, mit 90 % während der Radiotherapie und 72,5 % beim ersten Nachsorgetermin. Nur 5 Patienten füllten weniger als 75 % der vorgesehenen Befragungen aus.
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Die Akzeptanz der Patient:innen war hoch: 98 % der Befragten gaben an, das System regelmäßig nutzen zu wollen und bewerteten die Fragebögen als gut verständlich. Bemerkenswert ist, dass 79,5 % der Patienten, trotz eines Medianalters von 72 Jahren, keine Unterstützung beim Ausfüllen benötigten. Auch das Fachpersonal bewertete ePRO als hilfreich für Einschätzung und Verlaufskontrolle. Aktuell (Juni 2025) nutzen über 420 Patienten das Portal in der klinischen Routine. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass ePROs auch bei älteren, digital weniger affinen Patienten erfolgreich integrierbar sind. Eine Ausweitung auf weitere Patientengruppen, beginnend mit Mammakarzinom-Patientinnen, ist geplant (Abb. 5).
ePRO-Nachsorge nach stereotaktischer Radiofrequenzablation
An der Universitätsklinik für Radiologie werden stereotaktische Radiofrequenzablation (sRFA) an Lebertumoren durchgeführt. Dieses minimal-invasive Verfahren zerstört Tumorgewebe gezielt mittels thermischer Ablation unter CT-gesteuerter Navigation. Am Zentrum wurden bisher 270 Patient:innen ein PRO-Monitoring ergänzend zur radiologischen Behandlung angeboten. Dies ist besonders sinnvoll, da die Behandlung technisch gut durchführbar ist, aber subjektive Symptome wie Schmerzen, Fatigue oder Einschränkungen im Alltag von der Bildgebung allein nicht ausreichend erfasst werden können.
Die Erhebung ist eng in den Behandlungsablauf integriert. Zum Einsatz kommen zwei international validierte Instrumente: der EQ-5D-5L (inkl. visueller Analogskala; [11]) sowie der EORTC QLQ-C30 [1]. Die Erhebungszeitpunkte sind: vor der Intervention, wöchentliche Zwischenerhebungen zu spezifischen Symptomen (zuhause) sowie 3 Monate nach der Intervention.
Von diesen 270 Patient:innen nehmen 85 % (230) am ePRO-Programm teil und haben aktuell zumindest den präinterventionellen Zeitpunkt ausgefüllt. 40 Patient:innen konnten nicht eingeschlossen werden, weil sie z. B. weder über Smartphone noch über Laptop oder PC verfügten.
Webbasierte ePROs ermöglichen eine zeitnahe Verknüpfung von Therapie und subjektivem Befinden
Die webbasierte ePRO-Erhebung ermöglicht eine zeitnahe Verknüpfung von Therapie und subjektivem Befinden. Fragebögen sind in mehreren Sprachen verfügbar, die durchschnittliche Ausfüllzeit beträgt ca. 14 min. Häufig berichtete akute Symptome nach sRFA wie Fieber oder lokale Schmerzen klingen meist binnen einer Woche ab. Die kontinuierliche Betreuung und zeitnahe Rückmeldung wurden von Patient:innen sehr positiv bewertet.
Gerade bei technisch orientierten Verfahren wie der sRFA bieten ePROs eine wichtige patientenzentrierte Ergänzung zur bildgebenden Beurteilung. Subjektive Belastungen, Einschränkungen oder Verbesserungen werden so für das Behandlungsteam sichtbar. Die symptomorientierten Informationen unterstützen Patient:innen im Umgang mit Nebenwirkungen und fördern Therapieadhärenz und Eigenverantwortung. Zudem kann das Team frühzeitig auf Auffälligkeiten reagieren. Für Radiolog:innen bieten die Erhebungen ein wichtiges klinisches Korrelat – dies ist besonders relevant, da die Nachsorge meist durch überweisende Fachbereiche erfolgt.
ePROs in der Kopf-Hals-Onkologie
Ähnlich wie in der Strahlentherapie ist das Ziel des Projektes in der onkologischen Ambulanz bei HNO-Tumorpatient:innen die Symptomüberwachung und das Nebenwirkungsmanagement durch eine Fernkontrolle zu verbessern. Zunächst wurde ein strukturierter, dreiphasiger Implementierungsplan etabliert. In der Präimplementierungsphase erfolgte eine allgemeine und spezielle Bedarfsevaluation. Anhand von Tumorregisterdaten wurde ein jährlicher Nachsorgebedarf bei ca. 500 Patient:innen identifiziert. Als Erhebungsinstrumente wurden der EORTC-QLQ-C30 [1], das EORTC H&N43 Modul [29] sowie die HNC-FIT Scale [8] ausgewählt.
Im Rahmen eines Pilotprojektes wurden 25 potenzielle ePRO-Anwender:innen (15 Ärzt:innen, 4 Pflegekräfte, 4 Office-Manager:innen, 2 Psycholog:innen) befragt [7]. Die Benutzerfreundlichkeit des Patientenportals wurde mit 8,1 und die Behandleransicht mit 8,6 auf einer Skala von 0 (schlecht) bis 10 (sehr gut) bewertet. Die durchschnittliche Interpretationszeit betrug 6,3 min. Die korrekte Interpretation auffälliger Befunde lag bei 96,7 % (Symptome) und 95,1 % (Funktion). Als Hauptvorteil wurde die schnellere und fokussiertere Anamnese genannt (72 %), als Haupthindernis fehlende personelle Ressourcen, Zeit und Motivation (52 %). Weitere Herausforderungen waren mangelnde Patientencompliance (20 %) sowie technische und rechtliche Aspekte (je 4–12 %).
Die Implementierungsphase startete im ersten Quartal 2024. Langfristig ist eine Erweiterung des Projekts sowie die Integration schwellenwertbasierter, automatisierter Rückmeldungen auch an die Patient:innen geplant.
ePROs in der pädiatrischen Onkologie
Seit Mai 2020 wird an der Universitätsklinik Innsbruck das digitale System ePROtect zur Erfassung von Patient-Reported Outcome Measures (PROMs) bei Kindern und Jugendlichen mit Krebserkrankungen eingesetzt. Das System basiert auf zwei zentralen Komponenten: (1) dem täglichen Symptom-Monitoring und (2) der telemedizinischen Versorgung. Die Applikation ist eine speziell für Kinder und Jugendliche adaptierte CHES-Anwendung (Abb. 6).
Angaben zu Symptomen und Gesundheitszustand stammen idealerweise direkt von Patient:innen – selbst Kinder ab 5 Jahren können dies zuverlässig leisten. In unserem System dokumentieren Kinder ab 5 Jahren ihre Symptome über die App selbstständig, bei Jüngeren übernehmen dies die Eltern [20]. Der gemeinsam mit medizinischem Personal, Patient:innen und Eltern entwickelte Fragebogen umfasst 6 häufige Symptome: Appetitverlust, Fatigue, Übelkeit, Schmerzen, Stuhlgang und Schlafqualität. Die Beantwortung dauert im Median unter einer Minute und ermöglicht eine engmaschige Kontrolle – stationär wie auch zu Hause.
Ein Fallbeispiel [18] zeigt den Nutzen: Ein 10-jähriger Junge mit Burkitt-Leukämie meldete nach der Entlassung über die App schlechteren Schlaf und Schmerzen. Das System informierte das Behandlungsteam, das umgehend Kontakt aufnahm. Kurz darauf wurde eine schwere Mukositis festgestellt und behandelt – ein Beispiel, wie ePROs in Echtzeit genutzt werden können, um relevante Verschlechterungen frühzeitig zu erkennen.
In einer prospektiven Kohortenstudie [19] mit 40 Patient:innen wurden über 7000 Therapietage und 4400 tägliche PROMs analysiert. Die Ergebnisse zeigten, dass ein tägliches Symptom-Monitoring praktikabel ist und sich in die Routine integrieren lässt. Insgesamt wurden 147 klinische Interventionen ausgelöst, davon 22 mit frühzeitiger Krankenhauseinweisung. Auch wenn die Adhärenz zum täglichen Monitoring schwankt, zeigt sich, dass Patient:innen auch in späteren Therapiephasen regemäßig das tägliche Monitoring ausfüllen [10].
Das Patientenportal wird auch für telemedizinische Routinekontrollen genutzt, um Familien häufige Klinikbesuche zu ersparen. Im Rahmen eines Gesundheitsnetzwerks können Kinder und ihre Familien während der Erhaltungstherapie wohnortnah betreut werden und ihre Kontrollergebnisse telemedizinisch mit der Klinik besprechen. So wurden 367 von 510 Kontrollen (72 %) telemedizinisch durchgeführt. Die Rate an Nebenwirkungen und Therapieanpassungen unterschied sich nicht signifikant zur Kontrollgruppe. Die Lebensqualität blieb stabil, die Zufriedenheit bei Eltern und Personal war hoch. Zusätzlich wurden 70.158 km Fahrtweg, 950 h Reisezeit und 12,3 t CO2 eingespart [21].
Die Umsetzung wurde von den Tirol Kliniken, der österreichischen Kinderkrebshilfe und weiteren Beteiligten maßgeblich unterstützt. Für den Erfolg eines Systems wie ePROtect ist die aktive Beteiligung aller notwendig: Patient:innen müssen bereit sein, Daten zu teilen, und das Behandlungsteam muss zeitnah reagieren – sonst verringert sich die Compliance. Neue Versorgungssysteme erfordern zudem Schulungen, Ressourcen und organisatorische Einbettung. Entscheidend ist ein „klinischer Champion“, der das Programm leitet und das Netzwerk koordiniert.
Fazit für die Praxis
Elektronisch erhobene Patient-Reported Outcomes (ePROs) bieten großes Potenzial zur Verbesserung der onkologischen Versorgung: Sie ermöglichen eine kontinuierliche, patientenzentrierte Symptomerfassung, fördern die Früherkennung von Komplikationen und stärken die Arzt-Patienten-Kommunikation.
An den Tirol Kliniken/der Medizinischen Universität Innsbruck konnten durch standardisierte ePRO-Implementierungen in mehreren Fachdisziplinen – von der Radioonkologie über die HNO-Onkologie bis zur Pädiatrie – hohe Rücklaufquoten, gute Akzeptanz und konkrete Versorgungsverbesserungen erzielt werden.
Erfolgsfaktoren sind niederschwellige, intuitive Tools, strukturelle Einbettung in die Klinikabläufe, interprofessionelle Zusammenarbeit sowie politische und finanzielle Unterstützung.
Kliniken sollten ePROs aktiv als Bestandteil einer modernen, digitalen Onkologie begreifen und implementieren – auch bei älteren oder digital weniger affinen Patient:innen ist dies machbar.
Einhaltung ethischer Richtlinien
Interessenkonflikt
S. Vorbach, D. Dejaco, W. Willenbacher, A. Meryk, R. Crazzolara, R. Bale und M. Gutenberger geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht. N. Hubel ist außerhalb der hier publizierten Arbeit Angestellter der ACMIT GmbH, Wiener Neustadt, Österreich. B. Holzner und G. Rumpold halten IPRs an der im Artikel vorgestellten Software CHES. J. Lehmann war beratend für Evaluation Software Development (Hersteller der vorgestellten Software) tätig.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien. Patientenrechte und Tierschutzbestimmungen: Im Falle eines Studienkontextes liegen Ethikvoten vor.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.
Hinweis des Verlags
Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Implementierung von ePROs in der Onkologie
Herausforderungen, Lösungsansätze und Umsetzungsbeispiele
Verfasst von
Niclas Hubel
Samuel Vorbach
Daniel Dejaco
Wolfgang Willenbacher
Andreas Meryk
Roman Crazzolara
Reto Bale
Michael Gutenberger
Gerhard Rumpold
Jens Lehmann
Univ.-Prof. DI Dr. Bernhard Holzner
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Das Gros der Krebspatientinnen und -patienten leidet in der letzten Lebenswoche an Schmerzen, wobei die Belastung bei bestimmten Entitäten besonders hoch ist. Das zeigt eine große Registerdatenanalyse aus Schweden. Wurden Schmerzen strukturiert erfasst, stieg die Chance, diese vollständig zu lindern.
Zur Eröffnung des Deutschen Krebskongresses (DKK) hat die Bundesregierung ihre Krebsagenda vorgestellt. An der Aufweichung der Krankenhausreform gab es deutliche Kritik.
Hirntumoren sind nach wie vor schlecht therapierbar. Eine Ursache ist die Blut-Hirn-Schranke, die viele Therapeutika daran hindert in Hirntumoren einzudringen. Michelle Zimmer, EPO Experimental Pharmacology & Oncology Berlin-Buch, arbeitet an einem Modell, das die Blut-Hirn-Schranke simuliert, um so die Permeabilität von Medikamenten besser untersuchen zu können.
Die Inzidenz des Pankreaskarzinoms steigt, die Mortalität ist trotz aller Bemühungen gleichgeblieben. Den Erfolg der Behandlung sollen Netzwerkprojekte mit interdisziplinärer Zusammenarbeit bei der Erforschung molekularer Grundlagen und Behandlungsmöglichkeiten und die Verwendung moderner Technologien wie der Künstlichen Intelligenz (KI) ändern.