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Mobbing am medizinischen Arbeitsplatz – die juristische Sicht

  • 14.01.2022
  • Onkologie
  • Praxis- und Klinikmanagement
Erschienen in:

Auszug

Schon auf dem 100. Deutschen Ärztetag 1997 forderte die Ärzteschaft „die Verantwortlichen in Unternehmen und Betrieben sowie die Kranken- und Rentenversicherungsträger auf, gezielte Maßnahmen gegen Mobbing in der Arbeitswelt zu ergreifen und Institutionen gegen Mobbing zu unterstützen“.1 Dabei hatte der Kongress verschiedenartigste Fälle im Auge, z. B. das Vorenthalten relevanter oder notwendiger Informationen, gezielte Verbreiten unwahrer Tatsachen oder sog. Schlechtmachen. Die im klinischen Alltag auftretenden Fälle sind freilich noch spektraler: Angriffe auf die Möglichkeit sich mitzuteilen, Angriffe auf soziale Beziehungen, Auswirkungen auf das soziale Ansehen, Angriffe auf die Qualität der Berufs- und Lebenssituation oder Angriffe auf die Gesundheit. Derartige Verhaltensweisen scheinen bedauerlicherweise gleichsam ebenso zum Standardrepertoire zulasten von Menschen zu gehören, die daran psychisch und physisch zugrunde gehen können, wie der Diebstahl geistigen Eigentums (eine besonders an Universitätskliniken verbreitete Form der systematischen Usurpation fremder Forschungsleistungen), sog. Bloßstellen von Kollegen während der Visite, ihr gezieltes Ignorieren, das sog. operative Kaltstellen (Überhäufen mit Diensten) und Demütigen.2
Titel
Mobbing am medizinischen Arbeitsplatz – die juristische Sicht
Verfasst von
Prof. Dr. Johannes Heyers, LL.M.
Publikationsdatum
14.01.2022
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
best practice onkologie / Ausgabe 3/2022
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559
DOI
https://doi.org/10.1007/s11654-021-00359-z
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