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12.02.2019 | Onkologische Therapie | Topic | Ausgabe 4/2019

best practice onkologie 4/2019

Präkonditionierung vor viszeralonkologischen Operationen

Ein Paradigmenwechsel in der Viszeralchirurgie?

Zeitschrift:
best practice onkologie > Ausgabe 4/2019
Autoren:
D. Pfirrmann, P. Simon, M. Mehdorn, M. Hänsig, S. Stehr, L. Selig, A. Weimann, M. Knödler, F. Lordick, A. Mehnert, MBA Prof. Dr. I. Gockel
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag ist zuerst erschienen in: Der Chirurg 2018 89:896–902; https://​doi.​org/​10.​1007/​s00104-018-0709-z; © Springer Medizin Verlag GmbH 2018
Den Beitrag Spezialsituationen der Präkonditionierung und Prähabilitation in der onkologischen Viszeralchirurgie finden Sie online unter https://​doi.​org/​10.​1007/​s00104-018-0708-0.

Zusammenfassung

Hintergrund

Postoperative Komplikationen können nach komplexen viszeralonkologischen Operationen zu erheblichen Beeinträchtigungen des Patienten und daraus resultierend zu einer prolongierten postoperativen stationären Verweildauer führen. Daher sollte die aktive Gestaltung der präoperativen Phase einen wichtigen Bestandteil der präoperativen/neoadjuvanten Therapie darstellen.

Ziel der Arbeit

Ziel der vorliegenden Arbeit ist eine kritische Darstellung aktueller Prähabilitationskonzepte sowie deren Anwendbarkeit und Entwicklungspotenzial in der Viszeralchirurgie.

Material und Methoden

Anhand einer selektiven Literaturübersicht werden aktuelle Studien und Konzepte vorgestellt und Therapiealgorithmen präsentiert.

Ergebnisse

Die vorliegenden Studien unterscheiden sich in Zielgrößen, Gestaltung und zeitlichem Rahmen der Intervention. Insgesamt zeigen die Studienergebnisse positive Effekte einer aktiven Steigerung der körperlichen Fitness in der präoperativen Phase in Bezug auf die Lebensqualität, Rekonvaleszenz und postoperative pulmonale Komplikationsrate.

Diskussion

Neben der Beurteilung des individuellen Komplikationsrisikos mittels Spiroergometrie kann durch ein gezieltes Ernährungs- und Aufbauprogramm die Leistungsfähigkeit vor viszeralchirurgischen Operationen gesteigert und somit Einfluss auf das postoperative Komplikationsrisiko genommen werden. Die Leistungsfähigkeit ist als modifizierbarer Risikofaktor zu verstehen, der auch in einem kurzen Zeitfenster präoperativ positiv beeinflusst werden kann. Die individuelle präoperative Versorgung optimiert die physische und psychische Verfassung der Patienten. Zur Sicherstellung der geforderten individuellen Versorgung müssen Ansätze geschaffen werden, die sich dezentral umsetzen lassen.

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Literatur
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