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Die Gynäkologie

Schwanger werden nach Krebs – Chancen, Risiken und Unterstützungsmöglichkeiten?

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

In den kommenden Jahren ist ein weiterer Anstieg an Krebserkrankungen bei jungen Frauen im reproduktiven Alter zu erwarten.

Fragestellung

Welchen Einfluss hat eine onkologische Therapie auf die Reproduktivität der Frau, und wie kann die Patientin bei der Umsetzung ihres Kinderwunsches nach überstandener gonadotoxischer Therapie optimal unterstützt werden? Gibt es Auswirkungen der gonadotoxischen Therapie auf die Gesundheit der geborenen Kinder und der Frau?

Material und Methode

Zusammenfassung des aktuellen Wissensstandes/Expertenempfehlungen bezüglich Schwangerschaften nach einer Krebserkrankung.

Ergebnisse

Therapieregime im Rahmen einer Krebsbehandlung reduzieren die angeborene Ovarreserve und wirken sich womöglich auf das uterine Myometrium, die endometrialen Gefäße und Vorläuferzellen aus. Nach Abschluss einer Therapie gilt es, sich an einer Stufendiagnostik zu orientieren, um die vorhandene Ovarreserve bestmöglich auszuschöpfen. Dabei steht die Spontankonzeption immer an erster Stelle. Danach folgen der Einsatz von kryokonservierten Eizellen oder Ovargewebe. Letzteres kann je nach Situation mit oder ohne Stimulation genutzt werden. Unabhängig von der erhöhten Frühgeburtlichkeit der Nachkommen konnte bisher keine erhöhte Fehlbildungsrate bei den Kindern nachgewiesen werden.

Schlussfolgerungen

Bereits vor einer onkologischen Behandlung können die Patientinnen darin bestärkt werden, dass eine Schwangerschaft nach einer Chemotherapie/Radiatio per se möglich ist. Die betroffenen Frauen müssen nachbeobachtet und frühzeitig dafür sensibilisiert werden, sich in einem Zentrum vorzustellen.
Titel
Schwanger werden nach Krebs – Chancen, Risiken und Unterstützungsmöglichkeiten?
Verfasst von
Dr. Kristin Spaich
Ariane Germeyer, Prof. Dr.
Publikationsdatum
18.10.2023
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Gynäkologie / Ausgabe 11/2023
Print ISSN: 2731-7102
Elektronische ISSN: 2731-7110
DOI
https://doi.org/10.1007/s00129-023-05150-5
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