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09.11.2018 | Standards und Leitlinien | Ausgabe 4/2018 Zur Zeit gratis

Zeitschrift für Epileptologie 4/2018

Operationale Klassifikation der Anfallsformen durch die Internationale Liga gegen Epilepsie: Positionspapier der ILAE-Klassifikations- und Terminologiekommission

Zeitschrift:
Zeitschrift für Epileptologie > Ausgabe 4/2018
Autoren:
Robert S. Fisher, J. Helen Cross, Jacqueline A. French, Norimichi Higurashi, Edouard Hirsch, Floor E. Jansen, Lieven Lagae, Solomon L. Moshé, Jukka Peltola, Eliane Roulet Perez, Ingrid E. Scheffer, Sameer M. Zuberi
Wichtige Hinweise
Dies ist die autorisierte deutschsprachige Übersetzung der Publikation Operational classification of seizure types by the International League Against Epilepsy: Position Paper of the ILAE Commission for Classification and Terminology. Epilepsia. 2017, 58(4):522–530. https://​doi.​org/​10.​1111/​epi.​13670

Zusammenfassung

Die Internationale Liga gegen Epilepsie (ILAE) legt eine revidierte, operationale Klassifikation der Anfallsformen vor. Der Zweck dieser Revision besteht in der Berücksichtigung der Tatsache, dass manche Anfallsformen sowohl einen fokalen als auch generalisierten Beginn haben können, der Ermöglichung einer Klassifizierung bei einem nicht beobachteten Anfallsbeginn, dem Einschluss einiger bislang fehlender Anfallsformen und der Einführung allgemeinverständlicherer Bezeichnungen. Weil das derzeitige Wissen keine Klassifikation auf wissenschaftlicher Grundlage erlaubt, ist die hier vorgelegte Klassifikation von 2017 operational (praxisorientiert) und beruht auf derjenigen von 1981 mit der Erweiterung von 2010. Die Änderungen beinhalten die folgenden Punkte: (1) „partiell“ wird zu „fokal“; (2) bewusstes Erleben (Bewusstseinsstörung) wird ein Klassifikationsmerkmal fokaler Anfälle; (3) die Begriffe dyskognitiv, einfach-partiell, komplex-partiell, psychisch und sekundär generalisiert werden abgeschafft; (4) neue fokale Anfallsformen bestehen in Automatismen, Innehalten, hyperkinetisch, autonom, kognitiv und emotional; (5) epileptische Spasmen sowie atonische, klonische, myoklonische und tonische Anfälle können fokal oder generalisiert beginnen; (6) fokaler (Anfall mit Ausweitung) zu (einem) bilateral tonisch-klonischer(n) Anfall ersetzt sekundär generalisierter Anfall; (7) neue generalisierte Anfallsformen sind Absencen mit Lidmyoklonien, myoklonische Absencen, myoklonisch-atonische und myoklonisch-tonisch-klonische Anfälle; (8) Anfälle mit unbekanntem Beginn können dennoch Merkmale haben, die klassifiziert werden können. Die neue Klassifikation stellt keine grundlegende Änderung dar, ermöglicht aber eine größere Flexibilität und Klarheit bei der Benennung von Anfallsformen.

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