Perioperatives Management bei kniegelenknahen Osteotomien
- 09.03.2026
- Operationen an Knochen und Gelenken
- CME-Kurs
- CME-Punkte
- 3
- Für
- Ärzte
- Zertifizierende Institution
- Ärztekammer Nordrhein
- Zertifiziert bis
- 09.03.2027
- Anzahl Versuche
- 2
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Ziel des vorliegenden Übersichtsartikels ist es, einen Überblick zu perioperativen Maßnahmen bei kniegelenknahen Umstellungsosteotomien zu geben und die aktuelle Studienlage zu deren Effektivität zusammenzufassen. Hierzu wurde eine Literaturrecherche in Medline nach kniegelenknaher Umstellungsosteotomie durchgeführt. Präoperativ sollten Komorbiditäten abgeklärt und bei Bedarf optimiert werden. Intraoperativ sollte eine Blutsperre angelegt, jedoch nicht geschlossen werden. Die Gabe von Tranexamsäure reduziert den perioperativen Blutverlust. Regionalverfahren von nicht motorisch wirksamen Blöcken (Adduktorenkanalblock/„femoral triangle block“) reduzieren postoperative Schmerzen und können mit lokaler Infiltration von Lokalanästhetikum ergänzt werden. Die Verwendung von Drainagen bleibt kontrovers. Je nach Art der Umstellung wird ein frühfunktionelles Belastungsregime angestrebt (HTO [hohe tibiale Umstellungsosteotomie] mit winkelstabiler Plattenosteosynthese: Teilbelastung für 2 Wochen).
Nach Lektüre dieses Beitrags können Sie …
- modifizierbare Risikofaktoren erkennen, deren Einfluss auf Komplikationen und Heilungsverlauf bewerten und präoperative Optimierungsmaßnahmen ableiten,
- die Wirksamkeit intraoperativer Maßnahmen beurteilen und ein optimiertes perioperatives Vorgehen entwickeln,
- die aktuelle Evidenz zu medikamentöser und mechanischer Thrombembolieprophylaxe, Schwellungsmanagement und Drainagengebrauch bewerten und ein postoperatives Behandlungsregime begründen,
- die geeignete Nachbehandlungs- und Mobilisationsstrategie auswählen.
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt.