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19.02.2020 | Leitthema | Ausgabe 3/2020

Der Ophthalmologe 3/2020

Operationszeitpunkt der kongenitalen Katarakt

Zwischen Amblyopie und Aphakieglaukom

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 3/2020
Autoren:
Prof. Dr. med. Dr. med. habil. C. Kuhli-Hattenbach, M. Fronius, T. Kohnen

Zusammenfassung

Die kongenitale Katarakt ist eine seltene Erkrankung, die allerdings mit einem hohen Amblyopierisiko einhergehen kann und sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie eine große Herausforderung darstellt. Während ältere Kinder schon primär mit einer Intraokularlinse versorgt werden, bleiben Kinder im 1. Lebensjahr in der Regel zunächst aphak. Die häufigste langfristige Komplikation aphaker Augen nach Entfernung der kongenitalen Katarakt in Verbindung mit einer hinteren Kapsulorhexis und vorderen Vitrektomie ist das Aphakieglaukom, das im Einzelfall zu einer erheblichen Visusbeeinträchtigung führen kann. Zahlreiche Studien konnten Risikofaktoren für die Entstehung eines Aphakieglaukoms präsentieren: Hierzu zählen ein Mikrophthalmus, eine auffällige Familienanamnese, eine Kernkatarakt oder assoziierte okuläre Fehlbildungen wie persistierende fetale vaskuläre Strukturen. Als stärkster Risikofaktor für die Entstehung eines postoperativen Aphakieglaukoms gilt jedoch ein früher Zeitpunkt der Linsenentfernung innerhalb der ersten Lebenswochen. Bei der individuellen Therapieplanung muss daher auch berücksichtigt werden, dass eine frühzeitige Operation einerseits bessere Voraussetzungen für die Amblyopieprophylaxe schaffen kann, andererseits aber mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung eines Aphakieglaukoms assoziiert ist. Eine langfristige intensive augenärztliche Kontrolle von Kindern nach operativer Therapie einer kongenitalen Katarakt ist unabdingbar.

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