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17.10.2016 | Operative Gynäkologie | Leitthema | Ausgabe 12/2016

Der Gynäkologe 12/2016

Vaginale und minimal-invasive Zugangswege in der Urogynäkologie – immer möglich?

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 12/2016
Autoren:
PD Dr. med. U. Pecks, N. Maass, C. Schem
Wichtige Hinweise

Redaktion

W. Janni, Ulm
N. Maass, Kiel

Zusammenfassung

Frauen mit konservativ nicht ausreichend zu behandelnden symptomatischen Descensus uteri et vaginae („pelvic organ prolapse“, POP) sind Kandidatinnen für eine operative Intervention. Bei nahezu allen Indikationen können standardisierte minimal-invasive abdominale oder vaginale Verfahren angeboten werden, die kosteneffektiv sind und ein geringes peri- und postoperatives Risiko bergen. Obliterative Eingriffe (Kolpokleisis) sind Frauen vorbehalten, die ausgedehnt invasive Eingriffe nicht tolerieren können und keine Kohabitation mehr anstreben. Nach Meinung der Autoren rechtfertigt heute die geringe operative Belastung funktionserhaltender minimal-invasiver Verfahren nur noch selten die Durchführung einer Kolpokleisis. Entsprechende vaginale und abdominale Verfahren zielen daher auf den Funktionserhalt ab. Welcher Zugangsweg hierbei zum Einsatz kommt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Neben dem eigentlichen Ziel der Behandlung und dem Grad der Ausprägung bzw. den Kombinationen der POP-Seiten entscheiden auch Komorbidität und Gesundheitszustand, vorangegangene vaginale und abdominelle Eingriffe sowie der Gebrauch von alloplastischem Gewebe (Mesh) über den operativen Zugangsweg. Der Beitrag hat zum Ziel, eine Übersicht über den Entscheidungsprozess zur Wahl eines geeigneten operativen Zugangs zu geben.

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