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Die Onkologie

Operative Techniken in der Tumororthopädie

  • 01.08.2013
  • Leitthema
Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Extremitätenerhaltende Verfahren haben heute einen festen Stellenwert in der Tumororthopädie. Bei der Mehrzahl der Patienten, die an einem malignen Knochentumor erkranken, kann eine extremitätenerhaltende Operation durchgeführt werden.

Material und Methoden

Die Wahl des geeigneten Rekonstruktionsverfahrens hängt sowohl von der Lokalisation und Ausdehnung des Defekts als auch von Alter und Konstitution des Patienten ab. Grundsätzlich stehen biologische und endoprothetische Rekonstruktionsverfahren zur Verfügung. Die operative Rekonstruktion erfolgt mithilfe modularer Tumorendoprothesen. Immer geht die weite Resektion des Tumors voraus. Die radikale, extrakompartimentelle Resektion ist heutzutage nicht mehr erforderlich. Ablative Verfahren wie Amputation oder Umdrehplastik sind heute nur noch bei einer Infiltration der Gefäß-Nerven-Straße und einer großen Weichteilkomponente mit der Unmöglichkeit der suffizienten Deckung der Prothese indiziert.

Ergebnisse

Nahezu jedes Gelenk und sogar ganze Knochen (totales Femur oder totaler Humerus) können mit gutem funktionellem Ergebnis durch modulare Tumorendoprothesen rekonstruiert werden. Schwerwiegende Komplikationen nach endoprothetischer Versorgung sind das Lokalrezidiv (1–9 %), die periprothetische Infektion (5–36 %) und die aseptische Schaftlockerung (5–27 %). Der Verschleiß des Polyäthylen-Inlays bei endoprothetischen Versorgungen des Kniegelenks ist bei jungen, körperlich aktiven Patienten eine unvermeidliche Abnutzungserscheinung.
Titel
Operative Techniken in der Tumororthopädie
Verfasst von
Dr. L. Schremper
J. Hardes
G. Gosheger
M.-P. Henrichs
A. Streitbürger
M. Nottrott
Publikationsdatum
01.08.2013
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 8/2013
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-013-2492-2
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