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01.09.2009 | Berufspolitisches Forum | Ausgabe 9/2009

Der Unfallchirurg 9/2009

Operative Versorgung instabiler osteoporotischer Wirbelsäulenfrakturen

Eine wichtige Kodierhilfe

Zeitschrift:
Der Unfallchirurg > Ausgabe 9/2009
Autoren:
Prof. Dr. A. Prokop, M. Wollny, N. Futterer, U. Berner, J. Volbracht, J. Windolf, H. Siebert

Zusammenfassung

Die Kombination von Kyphoplastie und Fixateur interne ist bei osteoporotischen instabilen Wirbelfrakturen eine wesentliche Therapie. Die Materialkosten von ca. 5500 Euro sind mit den Erlösen der DRG I09 nicht hinreichend gedeckt. So werden die Eingriffe oft zweizeitig nach einem Intervall von 30 Tagen durchgeführt. Dies hat für die Patienten eine vermehrte Belastung und z. T. auch Repositionsverluste zur Folge.
Daher haben wir im Jahr 2008 einen Antrag beim Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) gestellt, dass die Kodes für die ein- und zweisegmentale Implantation von Material in einen Wirbelkörper mit vorheriger Wirbelkörperaufrichtung (5-839.a0 und 5-839.a1) in Kombination mit einer perkutanen, dorsalen Versorgung durch ein Schrauben-Stab-System (5-835.5) zukünftig die I19B der G-DRG-Systematik mit einem Erlös von 11.110,40 Euro triggert.
Voraussetzung dafür ist aber die Verschlüsselung der Kyphoplastie als Hauptdiagnose und ein perkutan eingebrachter Fixateur mit der Prozedur 5-835.5! Einige Prozeduren sind in der Unfallchirurgie bei technischen Weiterentwicklungen und steigenden Implantatpreisen nicht hinreichend abgebildet. Es ist daher sinnvoll, diese durch entsprechende Anträge dem InEK anzuzeigen.

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