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17.05.2018 | Das therapeutische und diagnostische Prinzip | Ausgabe 6/2018

Der Ophthalmologe 6/2018

Optische Kohärenztomographie bei Pathologien der Haut

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 6/2018
Autoren:
Prof. Dr. med. J. Welzel, S. Schuh

Zusammenfassung

Die optische Kohärenztomographie (OCT) hat in der Dermatologie erst seit wenigen Jahren ihren Einzug in die Routinediagnostik genommen. Der Grund hierfür ist, dass die Haut für die OCT trotz ihrer einfachen Zugänglichkeit als stark streuendes Medium eine Herausforderung darstellt, weil nur ein sehr geringer Anteil der Photonen zurückreflektiert wird und zur Bildgebung genutzt werden kann. In den meisten Fällen ist zudem eine Blickdiagnose oder eine Biopsieentnahme ausreichend. Dennoch ist das Haupteinsatzgebiet der OCT in der Dermatologie die Diagnostik epithelialer Hauttumoren. Hier eignet sich die OCT zur Früherkennung kleinster, klinisch und auflichtmikroskopisch unspezifischer Basalzellkarzinome ebenso wie zur Differenzialdiagnose zu anderen Tumoren und Präkanzerosen. Mit der OCT sind eine präoperative Messung der Tumorausdehnung, eine Verlaufsbeobachtung und insbesondere eine Therapiekontrolle bei nichtchirurgischen Verfahren möglich. In vielen Fällen kann so auf eine Biopsie und histologische Kontrolle verzichtet werden. Die dynamische OCT ist eine Weiterentwicklung, mit der die oberflächlichen Blutgefäße der Haut visualisiert und quantifiziert werden können. Erste Studien fokussieren sich auf die Untersuchung von Tumorgefäßen, Wundheilung und Therapieeffekte von Lasertherapien. In der Ophthalmologie kann die OCT-Diagnostik von Basalzellkarzinomen am Lidrand ebenso wie zur Planung und Kontrolle von Lideingriffen von Interesse sein.

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