Das Peniskarzinom stellt eine seltene, jedoch hochaggressive urologische Tumorerkrankung dar, deren Therapie in den letzten Jahren einem Paradigmenwechsel unterlag. Organerhaltende Verfahren gewinnen zunehmend an Bedeutung und bieten – insbesondere in frühen Tumorstadien – eine onkologisch sichere Alternative zur radikalen Chirurgie. Die vorliegende Arbeit beleuchtet die stadiengerechte Therapie des Primärtumors unter Berücksichtigung aktueller Leitlinien, operativer Techniken und funktioneller sowie psychosozialer Aspekte. Besonderes Augenmerk gilt der Rolle der Schnellschnittdiagnostik, der Wahl des Sicherheitsabstands und dem Einfluss von Lokalrezidiven auf das Gesamtüberleben. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer individualisierten, risikoadaptierten Therapieplanung in spezialisierten Zentren.