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11.04.2019 | Leitthema | Ausgabe 5/2019

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 5/2019

Organisierte Nachbarschaftshilfe bei Extremwetterereignissen in ländlichen Regionen

Das „Freiwilligen-vor-Ort-System“ als Anpassungsstrategie in klimawandelbedingten Krisensituationen

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 5/2019
Autor:
Holger Schach

Zusammenfassung

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Die Folgen sind global und regional sichtbar – durch immer häufigere Extremwetterereignisse, seien es verheerende Stürme, längere Kälte- und Hitzeperioden oder anhaltende Dürrephasen im Wechsel mit Starkregen und Überschwemmungen. Deshalb ist neben dem dringend gebotenen Klimaschutz zu klären, mit welchen Maßnahmen sich Städte und Gemeinden, Landkreise und Regionen gegen die Folgen des Klimawandels wappnen können.
Die Region Nordhessen hat im Rahmen des Bundesförderprogramms KLIMZUG frühzeitig Strategien und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel entwickelt. Offen blieb dabei die Frage, was in abgelegenen Orten passiert, wenn im Katastrophenfall keinerlei Hilfskräfte mehr zur Verfügung stehen: entweder weil sie anderweitig gebraucht werden, Straßen unpassierbar sind oder Strom, Telefon und Internetverbindungen nicht mehr funktionieren. Für diesen Fall hat ein Projektkonsortium unter Leitung der Regionalmanagement Nordhessen GmbH das „Freiwilligen-vor-Ort-System“ (FvOS) als organisierte Form der Nachbarschaftshilfe entwickelt. Mit diesem bundesweit einzigartigen Modellprojekt soll gezeigt werden, wie in Katastrophenfällen die Versorgung von hilfs- und pflegebedürftigen Personen in ländlichen Gebieten sichergestellt werden kann. Im Projekt wurden Bürger und Einsatzkräfte in zwei Pilotgemeinden für diese Aufgabe geschult und neue Strukturen geschaffen, die zu mehr Selbstverantwortung, aber auch mehr Sicherheit im Katastrophenfall führen sollen.
Die Orte verfügen nun über freiwillige Helfer, haben konkrete Einsatzpläne und geben ihre Erfahrungen an andere Kommunen weiter. Insofern soll von FvOS eine Signalwirkung für die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in ganz Deutschland ausgehen.

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