Aufgrund des Zusammenhangs mit der als Ursache überwiegenden HPV16-Infektion (HPV16 humanes Papillomavirus Typ 16) wird das Oropharynxkarzinom („oropharyngeal squamous cell carcinoma“ [OPSCC]) mittlerweile HPV16-abhängig in zwei voneinander zu trennende Entitäten eingeteilt. Neuere Daten zeigen ein diversifiziertes Bild der Bedeutung und Prävalenz des Surrogatparameters p16 (Diskordanz) für eine tatsächliche HPV16-Assoziation, die sich weltweit unterschiedlich darstellt. Im Rahmen der Präventionsmöglichkeiten kommt der Impfung hohe und dem HPV-Screening gesunder Menschen geringe Bedeutung zu. Der vorliegende CME-Beitrag behandelt auszugsweise Inhalte der neuen S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie, Prävention und Nachsorge des Oro- und Hypopharynxkarzinoms (Version 1.0 – März 2024, AWMF-Registernummer 017-082OL; AWMF Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften).