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Arthroskopische Knorpelchirurgie am oberen Sprunggelenk

Chondroplastik, retrograde Anbohrung, Nano‑/Mikrofrakturierung

Erschienen in:

Zusammenfassung

Operationsziel

Reparation der Knorpeloberfläche zur Vermeidung einer Progredienz einer Knorpelpathologie mit Schmerzen und eingeschränkter Mobilität.

Indikation

Knorpelschäden bis 1 cm2 am Talus.

Kontraindikationen

Florider Gelenkinfekt, generalisierte Arthrose, schlechte Compliance.

Operationstechnik

Knorpeldecke arthroskopisch intakt: retrograde Anbohrung zur Steigerung der Durchblutung mit Dekompression eines Knochenmarködems oder Zyste. Oberflächlicher Knorpelschaden: Chondroplastik und Glättung an der Oberfläche, um freie Gelenkkörper oder ein Voranschreiten des Schadens zu limitieren. Tiefer Knorpelschaden bis zur subchondralen Platte: Nano- oder Mikrofrakturierung mit Austreten von Wachstumszellen an der Oberfläche zur Bildung eines Ersatzknorpels.

Weiterbehandlung

Bei einer primären Glättung der Knorpeloberfläche, Ruhigstellung mit Teilbelastung bis zur Wundheilung. Liegt hingegen ein Knorpelschaden vor, bei dem sich ein Ersatzknorpel bilden soll, ist eine längere Teilbelastung bis zu 6 Wochen mit anschließender Aufbelastung erforderlich.

Ergebnisse

Die Chondroplastik wird in der Regel mit anderen Therapieschritten kombiniert eingesetzt, sodass für die alleinige Therapie wenige Ergebnisse vorliegen. Die retrograde Anbohrung zeigt gute Ergebnisse bei jungen Patienten mit noch offener Wachstumsfuge. Darüber hinaus kann es zu einer Rezidivrate bis zu 50 % kommen. Die Nano- oder Mikrofrakturierung zeigt gute bis sehr gute Ergebnisse für Läsionen bis 1 cm2. Darüber hinaus ist dieses Verfahren allein anscheinend nicht ausreichend.
Titel
Arthroskopische Knorpelchirurgie am oberen Sprunggelenk
Chondroplastik, retrograde Anbohrung, Nano‑/Mikrofrakturierung
Verfasst von
PD Dr. O. Gottschalk
A. Röser
H. Hörterer
A. Mehlhorn
L. Deiß
M. Walther
Publikationsdatum
20.05.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Operative Orthopädie und Traumatologie / Ausgabe 5/2025
Print ISSN: 0934-6694
Elektronische ISSN: 1439-0981
DOI
https://doi.org/10.1007/s00064-025-00904-x
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Bildnachweise
Arthropedia, Knochensäge im Einsatz bei Knie-TEP/© Issara / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Älterer Mann schaut kritisch auf Tabletten/© Mediteraneo / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Speicheldrüsensonographie der Glandula parotis links bei Sjögren-Syndrom/© Zehrfeld N. et al. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH