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Die Orthopädie

Die Behandlung der akuten oberen Sprunggelenksdistorsion beim Fußballer

Machen wir es beim Profi besonders richtig oder besonders falsch?

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Trotz der hohen Inzidenz der OSG(oberen Sprunggelenks)-Distorsion ist die ideale Behandlung umstritten und ein erheblicher Prozentsatz der Patient*innen, die eine OSG-Distorsion erlitten haben, erholt sich nie vollständig. Auch Profisportler*innen sind von dieser posttraumatischen Komplikation betroffen. Es gibt starke Hinweise darauf, dass eine dauerhafte Einschränkung nach einer Sprunggelenksverletzung häufig auf ein unzureichendes Rehabilitations- und Trainingsprogramm und eine zu frühe Rückkehr zum Sport zurückzuführen ist.

Therapie und Rehabilitation

Daher sollten Athlet*innen nach OSG-Distorsion eine kriterienbasierte Rehabilitation beginnen und schrittweise die programmierten Aktivitäten durchlaufen, darunter z. B. Kryotherapie, Ödemreduktion, optimales Belastungsmanagement, Bewegungsübungen zur Verbesserung der Knöcheldorsalflexion anhand von digitalen Anleitungen, Dehnung des Trizeps surae mit isometrischen Übungen und Stärkung der Peroneusmuskulatur, Gleichgewichts- und Propriozeptionstraining sowie Bracing/Taping. Die Tatsache, dass es sich um Profisport handelt, entbindet nicht von einer konsequenten stadiengerechten Behandlung und einer vorsichtigen Belastungssteigerung. Allerdings gibt es in der intensiven Betreuung eine Reihe von Maßnahmen und Werkzeugen, mit denen die Behandlung und die Ergebnisse verbessert werden können.
Titel
Die Behandlung der akuten oberen Sprunggelenksdistorsion beim Fußballer
Machen wir es beim Profi besonders richtig oder besonders falsch?
Verfasst von
Dr. Andreas Elsner
Kira Klemmer
Thomas Vordemvenne
Dirk Wähnert
Publikationsdatum
24.05.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Orthopädie / Ausgabe 6/2024
Print ISSN: 2731-7145
Elektronische ISSN: 2731-7153
DOI
https://doi.org/10.1007/s00132-024-04506-6
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