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Osseointegrative Prothese in der Amputationschirurgie

Repräsentative Studien

Erschienen in:

Zusammenfassung

Osseointegration ist ein innovatives Verfahren zur Verbesserung der Mobilität und Lebensqualität von amputierten Personen durch die Verbindung von Exoprothesen mit dem Knochen als Ersatz für die konventionelle Schaftprothese. Zwei Hauptansätze werden beleuchtet: das System Osseointegrated Prosthesis for the Rehabilitation of Amputees (OPRA), das ein gewindebasiertes Implantat verwendet, sowie die Systeme Integral Leg Prosthesis (ILP) und Osseointegrated Prosthetic Limb (OPL), die das Press-Fit-Verfahren nutzen. Während Osseointegration Vorteile wie eine bessere Prothesenfixierung und weniger Hautprobleme bietet, bestehen auch Herausforderungen, insbesondere das erhöhte Infektionsrisiko. Untersuchungen und Studien zeigen, dass das Verfahren bei korrekter Anwendung die Lebensqualität des amputierten Menschen deutlich verbessern kann. Die Systeme OPRA, ILP und OPL werden hinsichtlich ihrer Effektivität und Komplikationen analysiert, wobei festgestellt wird, dass die Komplikationsraten mit zunehmender Erfahrung der Anwender und verbessertem Design sinken. Insgesamt stellt die Osseointegration eine vielversprechende Alternative für amputierte Personen, die mit traditionellen Schaftprothesen Beschwerden haben und nicht zurechtkommen, dar.
Titel
Osseointegrative Prothese in der Amputationschirurgie
Repräsentative Studien
Verfasst von
Lisa Stock
Lukas F. Seyboldt
Phillip Wilkens
Prof. Dr. Frank Braatz
Publikationsdatum
12.03.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Unfallchirurgie / Ausgabe 4/2025
Print ISSN: 2731-7021
Elektronische ISSN: 2731-703X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00113-025-01542-5
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