Zum Inhalt

Umfrageergebnisse Personal- und Ressourcenmangel in der Notfallversorgung der Krankenhäuser

Erschienen in:

Auszug

Die Notfallversorgung von unfallchirurgisch-orthopädischen Patienten findet in Deutschland unter zunehmend kritischeren Voraussetzungen statt. Einer immer größeren Anzahl von Patienten steht ein erheblicher Personalmangel im pflegerischen und ärztlichen Bereich gegenüber. Die politischen Rahmenbedingungen verschlechtern die ökonomische Situation der Krankenhäuser, die von Unterfinanzierung, Insolvenz und Schließung bedroht sind. Die Gesamtzahl der - sowohl durch die Notaufnahmen der Krankenhäuser als auch durch die Bereitschaftsdienste der Kassenärztlichen Vereinigungen - behandelten Notfallpatienten, steigt seit Jahren kontinuierlich und hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Die Notaufnahmen der Krankenhäuser sind schon seit Jahren überlastet und überlaufen, die Wartezeiten der Patienten lang. Das ärztliche und pflegerische Personal ist an der Grenze der Leistungsfähigkeit. Bereits im Jahr 2022 zeigte eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA), dass die Mehrheit der an der Notfallversorgung beteiligten Krankenhäuser in Deutschland von Personalengpässen, Mangel an stationären Versorgungskapazitäten und Patientenzuweisungen trotz Kapazitätserschöpfung betroffen ist. Eine Verbesserung der Versorgungssituation ist seitdem nicht eingetreten. Rettungsdienste und Notfallmediziner warnen vor einem Zusammenbruch des Systems. …
Titel
Umfrageergebnisse
Personal- und Ressourcenmangel in der Notfallversorgung der Krankenhäuser
Verfasst von
Prof. Dr. Michael Schädel-Höpfner
Prof. Dr. med. Wolf Drescher
Dr. med. Lutz Mahlke
Prof. Dr. med. Christian Flamme
Publikationsdatum
01.06.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Orthopädie und Unfallchirurgie / Ausgabe 3/2024
Print ISSN: 2193-5254
Elektronische ISSN: 2193-5262
DOI
https://doi.org/10.1007/s41785-024-4392-7

Neu im Fachgebiet Orthopädie und Unfallchirurgie

So gut hilft Botox gegen Nacken- und Gelenkschmerzen

Botulinumtoxin hat einen festen Stellenwert in der Schmerztherapie. Im Fachbereich Orthopädie wird das Nervengift unter anderem zur Schmerzlinderung bei Myogelosen und zunehmend bei Arthrosen eingesetzt. Die empirische Beweislage für diese Off-Label-Anwendungen ordnete die Schmerztherapeutin Julia Wölfle-Roos beim Ortho Trauma Update ein.

Bewegen statt schonen bei Fibromyalgie

Ein dreiwöchiges Rehaprogramm mit intensivem körperlichem Training führte bei Menschen mit langjähriger schwerer Fibromyalgie zu einer deutlichen Steigerung der aeroben Leistungsfähigkeit.

Fraktur im Alter: Traditionelle Konzepte greifen zu kurz!

Bei Fragilitätsfrakturen im Alter kommt es auf weit mehr an als auf die anatomische Rekonstruktion. Die Dresdner Orthopädin Dr. Anne Postler zeigte beim Ortho Trauma Update, was für die Versorgung wichtig ist: vom OP-Timing über die Delirprävention bis hin zur Osteoporosetherapie.

MRT-Befunde nicht mit chronischen Schultersymptomen assoziiert

In einer finnischen Bevölkerungsstudie zeigten fast alle Teilnehmenden in der MRT mindestens eine Anomalie an der Rotatorenmanschette, unabhängig davon, ob sie Beschwerden an der Schulter hatten oder nicht. Der Wert einer routinemäßigen Bildgebung ohne vorangegangenes Trauma erscheint in diesem Zusammenhang fraglich.

Update Orthopädie und Unfallchirurgie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Mobilisierung einer älteren Dame/© [M] gradyreese / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Mann wird in einen Magnetresonanztomographen gefahren/© auremar / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)