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01.09.2009 | Leitthema | Ausgabe 9/2009

Der Orthopäde 9/2009

Orthopädische Patienten mit bzw. ohne Thrombophilie

Diagnostik, Therapie und perioperative Einstellung

Zeitschrift:
Der Orthopäde > Ausgabe 9/2009
Autoren:
PD Dr. J.F. Schenk, B. Stephan, M. Kusma, J. Groß, H. Eichler

Zusammenfassung

Phlebothrombosen und Lungenembolien sind auch heutzutage gefürchtete perioperative Komplikationen und verursachen in Europa und den USA ca. 300.000–500.000 Todesfälle/Jahr. Das höchste Thromboembolierisiko besteht bei Knie- und Hüftoperationen. Operations- und Anästhesieverfahren sowie eine Vielzahl von Triggermechanismen (expositionelle und dispositionelle Risikofaktoren einschließlich laboranalytisch messbarer Thrombophilien) nehmen Einfluss auf das Thromboserisiko. Neben der Anwendung physikalischer Maßnahmen konnte durch die Weiterentwicklung antithrombotisch wirksamer Medikamente die Thromboserate bei Hochrisikopatienten signifikant reduziert werden. Niedermolekulare Heparine haben dabei einen festen Stellenwert in Klinik und Praxis. Aber auch eine aPTT-adjustierte perioperative Vorgehensweise hat ihre Berechtigung.
Die Kenntnis einer Thrombophilie hat für den Chirurgen eine untergeordnete Bedeutung, zumal derzeit auch allgemein verbindliche Empfehlungen für die Behandlung von Patienten mit Thrombophilie nicht existieren. Von größerer Bedeutung hingegen ist die Erhebung einer gezielten Eigen- und Familienanamnese, aus der stattgehabte thrombotische Komplikationen oder innerfamiliäre Häufungen abgeleitet werden können. Mit der Entdeckung des Pentasaccharids konnte die antithrombotische Effizienz weiter verbessert werden. In nationalen wie internationalen Leitlinien haben die niedermolekularen Heparine, aber auch Fondaparinux mittlerweile einen festen Platz, wohingegen neuere oral verfügbare Anti-IIa- bzw. Anti-Xa-Inhibitoren derzeit keine Berücksichtigung finden. Ob und inwieweit welcher Patient (mit/ohne thrombophile Disposition) unter welchen Bedingungen von welchem Medikament im Rahmen einer AK-Prophylaxe über welchen Zeitraum am meisten profitiert, wird Gegenstand weiterer Prüfung sein. Grundsätzlich müssen aber das Alter des Patienten, neben Nieren- und Leberfunktionswerten sowie mögliche Medikamenteninteraktionen bei der Wahl des jeweiligen Antithrombotikums Berücksichtigung finden. Auch eine im Einzelfall zu berücksichtigende Verlängerung der Immobilisationsprophylaxe kann Kumulationsrisiken bedingen, wie z. B. die Induktion einer Heparin-induzierten Thrombozytopenie, deren Risiko mit der Dauer der Exposition des „auslösenden Agens“ wächst.

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