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42. Osteoporose und zentrales Nervensystem

  • 2021
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

  • Der Knochen wird u. a. vom zentralen Nervensystem (ZNS) gesteuert. Es reguliert den Blutfluss im Knochenmark, die Reifung der Hämatopoiese, das Immunsystem, die Mikroumgebung („microenvironment“) und den Knochenumbau.
  • Sympathische Nerven (Norepinephrin) fördern den Knochenabbau, parasympathische Nerven (Azetylcholin) dagegen die Knochenformation.
  • Leptin ist ein Peptidhormon, das von Fettzellen (Adipozyten) produziert wird. Es stimuliert das sympathische Nervensystem und damit den Knochenabbau.
  • Neuropsychiatrische Erkrankungen und ihre Begleitumstände (z. B. Depression, Anorexia nervosa, Medikamente) führen zu Knochenschwund mit erhöhtem Frakturrisiko.
  • Etwa jeder2. Patient mit Epilepsie bekommt langfristig eine Osteopathie. Die Osteopathia epileptica entspricht einem Mischbild von Osteoporose und Osteomalazie und wird v. a. durch bestimmte Antiepileptika ausgelöst. Das hohe Frakturrisiko erklärt sich auch durch die erhöhte Sturzneigung.
  • Das hohe Fraktur- und Osteoporoserisiko bei der multiplen Sklerose ist bedingt durch das hohe Sturzrisiko, den Einsatz von Glukokortikoiden und durch die Krankheit selbst. Der frühe Einsatz von Zoledronat zur Vermeidung von Frakturen wird in der EXALT-Studie derzeit untersucht.
Titel
Osteoporose und zentrales Nervensystem
Verfasst von
Reiner Bartl
Christoph Bartl
Copyright-Jahr
2021
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-62528-6_42
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