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Erschienen in: Der Unfallchirurg 10/2019

14.08.2019 | Osteoporose | Leitthema

Etablierung von Frakturnetzwerken in Deutschland

verfasst von: Univ.-Prof. Dr. Dr. Eric Hesse, Wolfgang Böcker, Christian Kammerlander, Ulla Stumpf, Ingrid Weber, Uwe Maus

Erschienen in: Die Unfallchirurgie | Ausgabe 10/2019

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Zusammenfassung

Hintergrund

Die Osteoporose führt zu Fragilitätsfrakturen, die mit einer gesteigerten Morbidität und Mortalität einhergehen sowie Folgefrakturen nach sich ziehen. Deshalb sollte der ersten Fragilitätsfraktur keine weitere folgen. Zur Erreichung dieses Ziels benötigen die Patienten eine leitliniengerechte Behandlung der Osteoporose.

Ziel der Arbeit

Diese Arbeit stellt die aktuelle Versorgungssituation von Patienten mit manifester Osteoporose und den assoziierten Risiken in Deutschland dar. Als Verbesserungsansatz wird das Konzept des Fracture Liaison Service (FLS) als neue intersektorale Versorgungsstruktur präsentiert, und es werden Möglichkeiten zur Etablierung von FLS in Deutschland dargelegt.

Material und Methoden

Anhand themenbezogener Schlüsselbegriffe wurde eine Literaturrecherche (PubMed) durchgeführt. Berücksichtigt wurden auch praktische Erfahrungen der Autoren im Rahmen der Etablierung von FLS.

Ergebnisse

Im Vergleich zu anderen Ländern erhalten in Deutschland die wenigsten Patienten nach einer Fragilitätsfraktur eine Osteoporosebehandlung. Zur Verbesserung der Versorgungssituation bieten sich intersektorale FLS an, die die koordinierte Anbindung der Patienten mit Fragilitätsfraktur aus dem stationären in den niedergelassenen Bereich gewährleisten. Dadurch können Hochrisikopatienten stringent identifiziert und die Ursache der zugrunde liegenden Erkrankung kann leitliniengerecht behandelt werden. In Deutschland bestehen verschiedene Möglichkeiten, ein FLS unter Berücksichtigung der lokalen Begebenheiten zu strukturieren.

Schlussfolgerung

In Deutschland sollten FLS flächendeckend und nach einheitlichen Standards etabliert werden. Dadurch könnte sich die Versorgungsqualität der Patienten mit manifester Osteoporose deutlich verbessern.
Literatur
12.
Zurück zum Zitat Kanis JA, Delmas P, Burckhardt P et al (1997) Guidelines for diagnosis and management of osteoporosis. The European Foundation for Osteoporosis and Bone Disease. Osteoporos Int 7:390–406 CrossRef Kanis JA, Delmas P, Burckhardt P et al (1997) Guidelines for diagnosis and management of osteoporosis. The European Foundation for Osteoporosis and Bone Disease. Osteoporos Int 7:390–406 CrossRef
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Zurück zum Zitat Leibson CL, Tosteson ANA, Gabriel SE et al (2002) Mortality, disability, and nursing home use for persons with and without hip fracture: a population-based study. J Am Geriatr Soc 50:1644–1650 CrossRef Leibson CL, Tosteson ANA, Gabriel SE et al (2002) Mortality, disability, and nursing home use for persons with and without hip fracture: a population-based study. J Am Geriatr Soc 50:1644–1650 CrossRef
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Zurück zum Zitat Schrøder HM, Petersen KK, Erlandsen M (1993) Occurrence and incidence of the second hip fracture. Clin Orthop Relat Res 289:166–169 Schrøder HM, Petersen KK, Erlandsen M (1993) Occurrence and incidence of the second hip fracture. Clin Orthop Relat Res 289:166–169
Metadaten
Titel
Etablierung von Frakturnetzwerken in Deutschland
verfasst von
Univ.-Prof. Dr. Dr. Eric Hesse
Wolfgang Böcker
Christian Kammerlander
Ulla Stumpf
Ingrid Weber
Uwe Maus
Publikationsdatum
14.08.2019
Verlag
Springer Medizin
Schlagwörter
Osteoporose
Osteoporose
Erschienen in
Die Unfallchirurgie / Ausgabe 10/2019
Print ISSN: 2731-7021
Elektronische ISSN: 2731-703X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00113-019-00705-5

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