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Etablierung von Frakturnetzwerken in Deutschland

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Zusammenfassung

Hintergrund

Die Osteoporose führt zu Fragilitätsfrakturen, die mit einer gesteigerten Morbidität und Mortalität einhergehen sowie Folgefrakturen nach sich ziehen. Deshalb sollte der ersten Fragilitätsfraktur keine weitere folgen. Zur Erreichung dieses Ziels benötigen die Patienten eine leitliniengerechte Behandlung der Osteoporose.

Ziel der Arbeit

Diese Arbeit stellt die aktuelle Versorgungssituation von Patienten mit manifester Osteoporose und den assoziierten Risiken in Deutschland dar. Als Verbesserungsansatz wird das Konzept des Fracture Liaison Service (FLS) als neue intersektorale Versorgungsstruktur präsentiert, und es werden Möglichkeiten zur Etablierung von FLS in Deutschland dargelegt.

Material und Methoden

Anhand themenbezogener Schlüsselbegriffe wurde eine Literaturrecherche (PubMed) durchgeführt. Berücksichtigt wurden auch praktische Erfahrungen der Autoren im Rahmen der Etablierung von FLS.

Ergebnisse

Im Vergleich zu anderen Ländern erhalten in Deutschland die wenigsten Patienten nach einer Fragilitätsfraktur eine Osteoporosebehandlung. Zur Verbesserung der Versorgungssituation bieten sich intersektorale FLS an, die die koordinierte Anbindung der Patienten mit Fragilitätsfraktur aus dem stationären in den niedergelassenen Bereich gewährleisten. Dadurch können Hochrisikopatienten stringent identifiziert und die Ursache der zugrunde liegenden Erkrankung kann leitliniengerecht behandelt werden. In Deutschland bestehen verschiedene Möglichkeiten, ein FLS unter Berücksichtigung der lokalen Begebenheiten zu strukturieren.

Schlussfolgerung

In Deutschland sollten FLS flächendeckend und nach einheitlichen Standards etabliert werden. Dadurch könnte sich die Versorgungsqualität der Patienten mit manifester Osteoporose deutlich verbessern.
Titel
Etablierung von Frakturnetzwerken in Deutschland
Verfasst von
Univ.-Prof. Dr. Dr. Eric Hesse
Wolfgang Böcker
Christian Kammerlander
Ulla Stumpf
Ingrid Weber
Uwe Maus
Publikationsdatum
14.08.2019
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Unfallchirurgie / Ausgabe 10/2019
Print ISSN: 2731-7021
Elektronische ISSN: 2731-703X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00113-019-00705-5
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