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12.11.2021 | Osteoporose | Leitthema

Individuelle Besonderheiten bei hochbetagten Patienten mit Fragilitätsfrakturen

Zeitschrift:
Der Radiologe
Autoren:
E. Fleischhacker, J. Gleich, E. Hesse, B. Bücking, U. C. Liener, PD Dr. med. Carl Neuerburg
Wichtige Hinweise
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Zusammenfassung

Hintergrund

Die demographische Entwicklung führt zu einer Zunahme hochbetagter Patienten, die aufgrund niedrigenergetischer Traumata, z. B. eines Stolpersturzes, in der unfallchirurgischen Notaufnahme behandelt werden. Diese leichten Unfälle führen oft zu Fragilitätsfrakturen, die klassisch im Bereich des proximalen Humerus, des distalen Radius, der Wirbelsäule, des Beckens sowie hüftgelenknah lokalisiert sind. Vorerkrankungen, Polypharmazie und eine allgemeine Gebrechlichkeit erhöhen das Risiko für Fragilitätsfrakturen in diesem Patientenkollektiv.

Methoden

Oft können alterstraumatologische Frakturen und insbesondere Insuffizienzfrakturen des hinteren Beckenrings mittels Röntgenuntersuchung nur schwer oder nicht diagnostiziert werden. Deshalb sollte bei alterstraumatologischen Patienten zur sicheren Beurteilung einer fraglichen Fraktur frühzeitig eine Schnittbildgebung, z. B. eine Computertomographie (CT), eine Dual-Energy-CT (DECT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT), erwogen werden. Hierdurch lassen sich auch ältere Frakturen abgrenzen. Insbesondere bei kognitiv eingeschränkten älteren Patienten, erschwerten Untersuchungsbedingungen oder einem unklaren Sturzereignis sollte eine frühzeitige Indikation zur Schnittbildgebung gestellt werden. Diese kann aber auch Risiken beinhalten, z. B. im Rahmen von Untersuchungen mit Kontrastmittel bei eingeschränkter Nierenfunktion, sodass individuell abgewogen werden muss. Ferner sind die Diagnose und Therapie der Osteoporose, die als Grunderkrankung zu Fragilitätsfrakturen führt, von besonderer Bedeutung. In der Diagnostik ist die Knochendichtemessung mittels Dual Energy X‑ray Absorptiometry (DXA) die Standardmethode gemäß Leitlinie. Für einzelne Fragestellungen kann auch eine hochauflösende periphere quantitative CT (HR-pQCT) zur Anwendung kommen.

Schlussfolgerung

Um Fragilitätsfrakturen trotz aller Herausforderungen richtig zu erfassen und rasch eine adäquate Therapie einleiten zu können, ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Radiologen und Unfallchirurgen notwendig.

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