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Die Chirurgie

Peritonealkarzinose

Erschienen in:

Auszug

Diagnostik und Therapie einer peritonealen Karzinose ausgehend von unterschiedlichen Primärtumorentitäten ist schwierig. Grundsätzlich bedeutet ein Tumorbefall des Peritoneums ein weit fortgeschrittenes Erkrankungsstadium und entsprechend ist die Lebenserwartung reduziert und die Behandlungsmöglichkeiten – beeinflusst durch die Primärtumorentität – limitiert. Auch ist die Prognose individuell sehr unterschiedlich. Häufig geht eine Peritonealkarzinose von gastrointestinalen Karzinomen (Magen‑, Pankreas-, kolorektales Karzinom) oder gynäkologischen Primärtumoren (Ovarialkarzinom) aus. Seltener handelt es sich um primär vom Peritoneum ausgehende Tumoren, beispielsweise Pseudomyxoma peritonei oder primäres peritoneales Mesotheliom. Ein Peritonealbefall bei Karzinomen des Gastrointestinaltrakts oder gynäkologischen Tumoren stellt weitestgehend die Indikation zur entsprechenden palliativen Systemtherapie dar. Bei einzelnen PatientInnen kann allerdings durch eine kombinierte Behandlung (systemische Chemotherapie, zytoreduktive Chirurgie [CRS] und hypertherme intraperitoneale Chemorherapie [HIPEC]) eine deutliche Verlängerung des Überlebens, in vielen Fällen eine Symptomlinderung und im Einzelfall auch Heilung erreicht werden. …
Titel
Peritonealkarzinose
Verfasst von
Prof. Dr. Christiane Bruns
Publikationsdatum
01.12.2022
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Chirurgie / Ausgabe 12/2022
Print ISSN: 2731-6971
Elektronische ISSN: 2731-698X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00104-022-01754-0

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