Skip to main content
Erschienen in: Prävention und Gesundheitsförderung 2/2024

02.06.2023 | Pädiatrie | Originalarbeit

Risikofaktoren bei Geschwistern chronisch kranker/behinderter Kinder

verfasst von: Charlotte Sievert, Leonard Konstantin Kulisch, Christa Engelhardt-Lohrke, Kerstin Kowalewski, Melanie Jagla-Franke

Erschienen in: Prävention und Gesundheitsförderung | Ausgabe 2/2024

Einloggen, um Zugang zu erhalten

Zusammenfassung

Hintergrund

Geschwister von Kindern mit chronischen Erkrankungen oder Behinderung haben ein erhöhtes Risiko für Entwicklungsschwierigkeiten. Daher wurden Präventionsangebote entwickelt, um Schutzfaktoren bei diesen Kindern zu stärken.

Ziel der Arbeit

Es soll untersucht werden, inwiefern Teilnehmende von Präventionsangeboten psychische, soziale und ökonomische Belastungen aufgrund der Erkrankung/Behinderung aufweisen. Zudem soll erforscht werden, ob weitere soziodemografische Risikofaktoren bei teilnehmenden Geschwisterkindern bestehen.

Methodik

Es wurden 79 Familien von teilnehmenden Kindern eingeschlossen. Der Familienbelastungsfragebogen sowie ein demografischer Fragebogen wurden eingesetzt. Der kumulative Risikoansatz diente zur Beschreibung des soziodemografischen Risikos.

Ergebnisse

Im Vergleich zu Normwerten waren teilnehmende Familien stärker durch die Erkrankung/Behinderung belastet. Bei 56 % der Kinder bestanden weitere soziodemografische Risikofaktoren.

Schlussfolgerungen

Präventionsangebote erreichen belastete Familien. Geschwisterangebote sollten weiter ausgebaut werden.
Literatur
1.
Zurück zum Zitat Achilles I (2018) und um mich kümmert sich keiner! 6. Aufl. Reinhardt, München Achilles I (2018) und um mich kümmert sich keiner! 6. Aufl. Reinhardt, München
9.
Zurück zum Zitat Engelhardt-Lohrke C, Schepper F, Herrmann J et al (2020) Evaluation eines manualisierten Gruppenprogrammes für Geschwister von erkrankten oder behinderten Kindern. Prax Kinderpsychol Kinderpsychiatr 69:203–217CrossRefPubMed Engelhardt-Lohrke C, Schepper F, Herrmann J et al (2020) Evaluation eines manualisierten Gruppenprogrammes für Geschwister von erkrankten oder behinderten Kindern. Prax Kinderpsychol Kinderpsychiatr 69:203–217CrossRefPubMed
12.
Zurück zum Zitat Frick J (2009) Ich mag dich – du nervst mich! Geschwister und ihre Bedeutung für das Leben. Huber, Bern Frick J (2009) Ich mag dich – du nervst mich! Geschwister und ihre Bedeutung für das Leben. Huber, Bern
13.
Zurück zum Zitat Haberthür N (2005) Kinder im Schatten. Geschwister behinderter Kinder. Zytglotte Verlag, Oberhof am Thunersee Haberthür N (2005) Kinder im Schatten. Geschwister behinderter Kinder. Zytglotte Verlag, Oberhof am Thunersee
14.
Zurück zum Zitat Hackenberg W (2008) Geschwister von Menschen mit Behinderung: Entwicklung, Risiken, Chancen. Reinhardt, München Hackenberg W (2008) Geschwister von Menschen mit Behinderung: Entwicklung, Risiken, Chancen. Reinhardt, München
23.
Zurück zum Zitat Ravens-Sieberer U, Morfeld M, Stein REK et al (2001) Der Familien-Belastungs-Fragebogen (FaBel-Fragebogen) – Testung und Validierung der deutschen Version der „Impact on Family Scale“ bei Familien mit behinderten Kindern. Psychother Psychosom Med Psychol 51:384–393. https://doi.org/10.1055/s-2001-16899CrossRefPubMed Ravens-Sieberer U, Morfeld M, Stein REK et al (2001) Der Familien-Belastungs-Fragebogen (FaBel-Fragebogen) – Testung und Validierung der deutschen Version der „Impact on Family Scale“ bei Familien mit behinderten Kindern. Psychother Psychosom Med Psychol 51:384–393. https://​doi.​org/​10.​1055/​s-2001-16899CrossRefPubMed
26.
Zurück zum Zitat Rutter M (1979) Protective factors in children’s responses to stress and disadvantage. Ann Acad Med Singapore 8:324–338PubMed Rutter M (1979) Protective factors in children’s responses to stress and disadvantage. Ann Acad Med Singapore 8:324–338PubMed
Metadaten
Titel
Risikofaktoren bei Geschwistern chronisch kranker/behinderter Kinder
verfasst von
Charlotte Sievert
Leonard Konstantin Kulisch
Christa Engelhardt-Lohrke
Kerstin Kowalewski
Melanie Jagla-Franke
Publikationsdatum
02.06.2023
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Schlagwort
Pädiatrie
Erschienen in
Prävention und Gesundheitsförderung / Ausgabe 2/2024
Print ISSN: 1861-6755
Elektronische ISSN: 1861-6763
DOI
https://doi.org/10.1007/s11553-023-01044-5

Weitere Artikel der Ausgabe 2/2024

Prävention und Gesundheitsförderung 2/2024 Zur Ausgabe

Substanzgebrauchsstörungen bei Kindern und Jugendlichen

Pädiatrie CME-Kurs
CME: 2 Punkte

Gerade die Jugend ist eine Phase, in der viele neue Erfahrungen, oft durch Austesten der eigenen Grenzen, gesammelt werden. Dazu gehört der Konsum von Alkohol und Drogen. Dies kann jedoch gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit, das soziale Leben und die Zukunft der betroffenen Kinder und Jugendlichen haben. Es ist entscheidend zu erkennen, wann Kinder und Jugendliche Hilfe benötigen.

Rationale Antibiotikaverordnung für Kinder und Jugendliche

CME: 2 Punkte

Die Entscheidung, ob ein Antiinfektivum verordnet werden kann, ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen herausfordernd. Weltweit gehören Antibiotika zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten. Besonders problematisch sind steigende Resistenzen. Antibiotic-Stewardship-Programme sollen dabei helfen, die optimale antiinfektive Pharmakotherapie für jeden individuellen Fall zu finden.

Humangenetische Diagnostik und Beratung - wer, wann und wie?

CME: 2 Punkte

Bis vor wenigen Jahren wurden Kinder erst dann zur genetischen Diagnostik überwiesen, wenn alle anderen Untersuchungsverfahren nicht zur Diagnose geführt hatten. Jetzt steht sie aufgrund neuer Laboruntersuchungsmöglichkeiten mit hoher Trefferquote und wegen zunehmend vorhandener, zeitkritischer Therapien in manchen Fällen sogar an erster Stelle. Das erfordert von betreuenden Pädiaterinnen und Pädiatern nicht nur ein Umdenken, sondern auch eine gute Kenntnis der genetischen Indikationen und Untersuchungsmethoden.

Hämoglobinopathien und G6PDH-Mangel - global und lokal relevant.

CME: 2 Punkte

Thalassämien, Sichelzellkrankheit und Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel sind die häufigsten monogenen Erberkrankungen weltweit. Auch wenn diese Erkrankungen aufgrund früherer Migrationsbewegungen bereits seit längerem in Deutschland bekannt sind, stellt die in den letzten Jahren stark gestiegene Patientenzahl eine besondere gesellschaftliche und medizinische Herausforderung dar. Der CME-Kurs bietet eine kurze Übersicht zu Ätiologie, Pathogenese, klinischer Präsentation sowie zum aktuellen Stand der Behandlung dieser Erkrankungen.