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19.05.2016 | Pädiatrische Gastroenterologie | Leitthema | Ausgabe 6/2016

Monatsschrift Kinderheilkunde 6/2016

40 Jahre Lebertransplantation im Kindes- und Jugendalter

Zeitschrift:
Monatsschrift Kinderheilkunde > Ausgabe 6/2016
Autor:
Dr. E.-D. Pfister
Wichtige Hinweise

Redaktion

S. Wirth, Wuppertal
F. Zepp, Mainz

Zusammenfassung

Die jahrzehntelange Entwicklung der pädiatrischen Lebertransplantation (LTx) ist eine Erfolgsgeschichte. Als etablierte Standardtherapie für klassische Indikationen wie biliäre Zirrhose zeigt sie in der Hand erfahrener, hochqualifizierter, interdisziplinärer Behandlungsteams ein hervorragendes Langzeitüberleben. Beteiligt sind Pädiater, Transplantationschirurgen, Pflegepersonal, Intensivmediziner, Anästhesisten, Physiotherapeuten, Diätassistenten, Logopäden und psychosoziale Mitarbeiter. Trotzdem wird eine bisher lebenslimitierende Erkrankung mithilfe einer Transplantation durch einen neuen chronischen Erkrankungsstatus ersetzt. In Anbetracht der Langzeitperspektive sind Prävention und Erkennung von Komplikationen nach LTx umso wichtiger geworden. Der Betreuungsfokus muss neben der Sicherung der Transplantatfunktion auf Aspekten der Lebensqualität, Rehabilitation, Überwachung therapieassoziierter Nebenwirkungen und Stärkung der Compliance liegen. Der Spenderorganmangel verpflichtet zur optimalen Ausnutzung aller Ressourcen, einschließlich der Teilung („splitting“) von geeigneten Organen. Die Zukunft unter Berücksichtigung neuer innovativer Therapien wird zeigen, inwieweit sich die Indikationen zur pädiatrischen LTx zukünftig verändern.

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