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23.04.2021 | Pädiatrische Notfallmedizin | Originalien | Ausgabe 11/2021

Der Anaesthesist 11/2021

Die prähospitale Therapie eines Spannungspneumothorax bei Kindern – welche Entscheidungen treffen wir?

Ergebnisse einer Umfrage unter deutschen Notärzten

Zeitschrift:
Der Anaesthesist > Ausgabe 11/2021
Autoren:
Florian Reifferscheid, Stephan Seewald, Christine Eimer, Matthias Otto, Marcus Rudolph, Anja Richter, Florian Hoffmann, Tim Viergutz, Tom Terboven
Wichtige Hinweise
Die Autoren F. Reifferscheid und S. Seewald sind gleichberechtigte Erstautoren/teilen sich die Erstautorenschaft.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die präklinische Therapie des Spannungspneumothorax stellt bei pädiatrischen Patienten eine besondere Herausforderung dar. Da die meisten Notärzte nicht im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin tätig sind, ist die Durchführung einer Entlastungspunktion in dieser Altersklasse dementsprechend mit einer größeren Unsicherheit verbunden. Gerade in dieser seltenen Einsatzsituation ist aber konsequentes und zielgerichtetes Handeln lebensrettend.

Fragestellung

Diese Studie untersucht das therapeutische Vorgehen von Notärzten bei einem Spannungspneumothorax bei Kindern im Alter von < 1, 5 und 10 Jahren und evaluiert die Expertise für die empfohlenen Verfahren.

Material und Methoden

Für diese Untersuchung wurde eine Online-Umfrage mit 43 Fragen zu den Themen Erfahrung, Durchführung und Anatomie in unterschiedlichen Altersgruppen durchgeführt. Befragt wurden die Notärzte des bodengebundenen Notarztdiensts der Universitätsmedizin Mannheim, der DRF Stiftung Luftrettung (DRF) und eines Kinder-Notarzteinsatzfahrzeugs der Landeshauptstadt München.

Ergebnisse

Mehr als die Hälfte aller Befragten gab an, dass Unsicherheit über das Verfahren der Wahl bestehe. Bei kleineren Kindern wird von den Teilnehmern die Durchführung einer Nadeldekompression, bei größeren Kindern die Minithorakotomie bevorzugt. Im Vergleich mit der Literatur wurde die Dicke der Brustwand relativ gut eingeschätzt. Die Tiefe der vitalen Strukturen wurde in allen Altersklassen tendenziell eher unterschätzt. Im Bereich des 4./5. Interkostalraums in der vorderen Axillarlinie wurde der Abstand zu vitalen intrathorakalen Strukturen jedoch mitunter überschätzt. Die für die Dekompression ausgewählten Nadeln waren tendenziell eher etwas großkalibrig, jedoch noch innerhalb der aktuellen Empfehlungen.

Schlussfolgerung

Aufgrund der geringen Vorerfahrung ist zur sicheren Anwendung der Entlastungspunktion bei Kindern neben der Kenntnis der Topographie auch ein regelmäßiges Training erforderlich.

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