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30.03.2020 | Pädiatrische Orthopädie und Unfallchirurgie | Leitthema | Ausgabe 3/2020

Manuelle Medizin 3/2020

Manuelle Medizin in der begleitenden Behandlung von Kindern mit infantiler Zerebralparese

Zeitschrift:
Manuelle Medizin > Ausgabe 3/2020
Autoren:
Dr. Liz Fünfgeld, Volker Zwingenberger, Gabriele Harke
Wichtige Hinweise
Zu diesem Beitrag ist ein Erratum online unter https://​doi.​org/​10.​1007/​s00337-020-00690-6 zu finden.

Zusammenfassung

Die Bezeichnung „infantile Zerebralparese“ ist ein Oberbegriff, der den Zeitpunkt der Entstehung der Störung (Schwangerschaft bis Ende der Markreifung im 4. Lebensjahr) und den Ort der Störung, das Zerebrum, im Namen trägt. Der Stellenwert der manuellen Medizin liegt in der Prävention funktioneller Störungen und in der Behandlung manifester sekundärer funktioneller Störungen im muskuloskeletalen System. Hier haben sich insbesondere Impulstechniken im Bereich der Schlüsselregionen sowie manuelle/osteopathische Weichteiltechniken bewährt. Wenn wir davon ausgehen, dass auch geistiges Lernen in der frühen Kindheit überwiegend durch motorische Erfahrung geschieht, wird deutlich, warum eine breit gefächerte therapeutische Unterstützung und Optimierung aller Möglichkeiten zur Wahrnehmungssteigerung äußerst wichtig sind. Eine sinnvolle Erweiterung der Einzeltherapieangebote sind meist 2‑ bis 3‑wöchige sog. Komplexbehandlungen. Gerade im Kleinkindalter ist eine besonders intensive und gut abgestimmte Förderung lohnenswert und für das betroffene Kind essenziell.

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