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13.08.2020 | Pädiatrische Orthopädie und Unfallchirurgie | Leitthema | Ausgabe 10/2020

Monatsschrift Kinderheilkunde 10/2020

„Schmerzen im Knie – vergiss die Hüfte nie“

Morbus Perthes und Epiphyseolysis capitis femoris, zwei kinderorthopädische Klassiker im Vergleich

Zeitschrift:
Monatsschrift Kinderheilkunde > Ausgabe 10/2020
Autoren:
Dr. K. Schultz, L. Hegemann, B. Westhoff
Wichtige Hinweise

Redaktion

H. Huppertz, Bremen
Bei dem Haupttitel handelt es sich um ein Zitat aus: Hefti F (2014) Kinderorthopädie in der Praxis. Springer, Berlin Heidelberg, S. 255.

Zusammenfassung

Kindliche Hüftgelenkerkrankungen äußern sich häufig durch unspezifische Beschwerden am Oberschenkel, die bis zum Kniegelenk ziehen können. Ziel des Beitrags ist es, zwei der kinderorthopädischen „Klassiker“, die eben diese Symptomatik verursachen, aus kinderorthopädischer Perspektive darzustellen.
Beim M. Perthes handelt es sich um eine aseptische Osteonekrose des Hüftkopfes. Dabei kommt es zu einer Durchblutungsstörung der proximalen Femurepiphyse unklarer Ätiologie mit einem Erkrankungsgipfel zwischen dem 5. und dem 7. Lebensjahr. Der Verlauf und die Prognose sind abhängig von Ausgangsbefund, Therapie und Erkrankungsalter. Der Verlauf der Erkrankung erstreckt sich meist über mehrere Jahre und kann in einer schweren Deformität des Hüftkopfes oder aber auch in einer Restitutio ad integrum enden. Ziel der Therapie ist das optimale „containment“, um die Sphärizität des Hüftkopfes zu erhalten. Bausteine der Therapie sind Schonung und Entlastung der Extremität, Erhalt bzw. Wiederherstellung einer freien Gelenkbeweglichkeit sowie Wiederherstellung des Containment bei Containment-Verlust mithilfe operativer Eingriffe am Pfannendach und/oder am proximalen Femur.
Bei der Epiphyseolysis capitis femoris (ECF) kommt es zum akuten oder zum chronischen Abrutschen der Hüftkopfepiphyse typischerweise während der Pubertät und Präpubertät. Die Prognose wird im Wesentlichen bestimmt von dem Ausmaß des Abrutsches und der daraus entstehenden Deformität sowie vom Auftreten von Komplikationen – insbesondere der Hüftkopfnekrose –, die zu frühzeitigem Gelenkverschleiß führen können. Die Therapie besteht immer in einer operativen Maßnahme.

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