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15.07.2020 | Pädiatrische Orthopädie und Unfallchirurgie | Leitthema | Ausgabe 10/2020

Monatsschrift Kinderheilkunde 10/2020

Skoliose im Kindes- und Jugendalter

Zeitschrift:
Monatsschrift Kinderheilkunde > Ausgabe 10/2020
Autoren:
Prof. Dr. A. K. Hell, K. Tsaknakis, S. Lippross, H. M. Lorenz
Wichtige Hinweise

Redaktion

H. Huppertz, Bremen

Zusammenfassung

Hintergrund

Skoliosen im Kindes- und Jugendalter benötigen häufig aufwendige konservative und operative Therapieverfahren. Zur Vermeidung unerfreulicher Verläufe ist die detaillierte Kenntnis des Wachstumsverhaltens, der Prognose und von Begleitproblematiken unerlässlich.

Ziel der Arbeit

Kenntnisse zu Ätiologie, Prognose, Diagnostik und Therapie von Wirbelsäulendeformitäten im Wachstumsalter sollen vermittelt werden.

Methode

Die vorliegende Arbeit beruht auf einer selektiven Literaturrecherche und auf den Ergebnissen mehrerer eigener prospektiver und retrospektiver Untersuchungen.

Ergebnisse

Abhängig von Ätiologie und Patientenalter ist eine detaillierte und interdisziplinäre Diagnostik nötig. Konservative Therapien, z. B. die Versorgung mithilfe eines Chêneau-Korsetts, können Krümmungen bestenfalls aufhalten, aber nicht auf lange Sicht umkehren. Operative Therapien mit wachstumsfreundlichen Implantaten sind aufwendig sowie mit Komplikationen und Mehrfacheingriffen verbunden. Von extern zu verlängernde, magnetische Implantate vermindern die Zahl notwendiger operativer Eingriffe, tragen aber nicht zur Erhöhung der Lebensqualität bei.

Diskussion

Unterschiedliche Formen der Skoliose benötigen verschiedene Therapieansätze. Wichtig ist die Kenntnis von der Art der Skoliose und dem wahrscheinlichen Verlauf. Abhängig davon muss die Familie entsprechend beraten und ein Therapiekonzept entwickelt werden. Wachstumsfreundliche Implantate werden als Übergangslösung bis zur Wirbelsäulenversteifung eingesetzt.

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