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31.03.2020 | Pädophilie | Übersicht | Ausgabe 2/2020 Open Access

Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie 2/2020

Zu den Zusammenhängen zwischen paraphilen Störungen, Persönlichkeitsstörungen und Sexualdelinquenz

Zeitschrift:
Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie > Ausgabe 2/2020
Autoren:
M.Sc. Psychologie Theres Anna Hörburger, Prof. Dr. med. Elmar Habermeyer
Wichtige Hinweise
Die vorliegende Arbeit wurde verfasst im Rahmen des Weiterbildungsmasters Psychologie mit Schwerpunkt Forensische Psychologie an der Universität Konstanz.

Zusammenfassung

Studien zeigen einen robusten Zusammenhang zwischen psychischen Störungen und Sexualdelinquenz. Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung sind bei Sexualstraftätern sowohl paraphile Störungen als auch Persönlichkeitsstörungen überrepräsentiert. Auch zeigen persönlichkeits- und paraphil gestörte Sexualstraftäter gegenüber Sexualdelinquenten ohne solche Diagnosen neben anderen psychischen Störungen häufiger psychosoziale Auffälligkeiten, Schwierigkeiten im Bereich der Behandlung und ungünstigere Legalprognosen. Es lassen sich zudem deliktspezifische Unterschiede beobachten: Vergewaltiger und Sexualmörder weisen diagnostisch eher Persönlichkeitsstörungen aus dem Cluster B und einen sexuellen Sadismus auf, während Täter mit Kindern als Opfern vermehrt im Cluster C zu finden sind und mit einer Pädophilie diagnostiziert werden. Diskutiert werden unterschiedliche Hypothesen zu den Verbindungen zwischen Sexualdelinquenz und Persönlichkeits- sowie paraphilen Störungen. Diagnostisch relevante Normabweichungen in Sexualität und Persönlichkeit bieten zwar keine monokausale Erklärung für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Sexualdelinquenz, sind jedoch oftmals elementar für ein umfassendes Deliktverständnis und bedürfen in der Planung und Umsetzung der Behandlung von Sexualstraftätern besonderer Aufmerksamkeit.

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